Gemeinwohl vor Wirtschaftsinteressen: Handelsabkommen TTIP und CETA stoppen!

6. März 2014 · Kommentare deaktiviert

Derzeit verhandelt die EU mit den USA und Kanada über zwei weitreichende Handels- und Investitionsabkommen – TTIP und CETA. Das zivilgesellschaftliche Bündnis „TTIP unfairhandelbar“ startet heute eine Unterschriftenaktion gegen die beiden Wirtschaftsabkommen. Die Mitgliedsorganisationen des Bündnisses sind besorgt, weil in der EU und in weiteren beteiligten Staaten eine Verschlechterung von Arbeitnehmerrechten, Verbraucherschutz und Umweltstandards sowie Finanzmarktregel erwartbar sei.
Deshalb wendet die Initiative “TTIP unfairhandelbar” sich mit einer „Botschaft an die Kandidatinnen und Kandidaten für das EU-Parlament“ und fordert sie auf, die Ratifizierung der Abkommen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) zu verweigern.

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Zunehmend Pestizide in Brandenburgs Gewässern

2. März 2014 · Kommentare deaktiviert

Brandenburgs Gewässer und Böden sind zunehmend von Pestizid-Wirkstoffen bedroht. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag des Naturschutzverbands NABU erstellten Kurzstudie, für die zehn Oberflächengewässer in drei nordwestlichen Landkreisen untersucht wurden. Hintergrund ist die Expansion des Maisanbaus für Biogasanlagen und als Viehfutter. Als Begleiterscheinung nimmt der Pestizideinsatz zu.

Die Agrarlandschaften Brandenburgs haben sich im vergangenen Jahrzehnt rasant verändert. In vielen Regionen dominieren gegenwärtig die Anbaukulturen Mais und Raps. Wanderte Theodor Fontane heutzutage durch die Mark Brandenburg, so würden endlose Felder mit heranreifendem Mais seine Spaziergänge begleiten und vielerorts blickte er von den Türmen der Backsteingotik herab auf die riesigen, graugrün glänzenden Foliendächer von Biogasanlagen.

Laut der Ende Januar 2014 vorgestellten Studie aus der Projektbüro Sprenger wurden in zahlreichen Gewässern Herbizide und deren Abbauprodukte identifiziert. Die Wirkstoffe gefährden akut und langfristig Amphibien, die aquatischen Ökosysteme und die Böden.

Hier zeigt sich ein dringender Handlungsbedarf bei der Überwachung und Kontrolle des Pestizidhandels und von Agrarbetrieben, die diese anwenden sowie bei der Bewertung und Neu-Zulassung von Pestizidwirkstoffen durch die zuständigen Behörden.

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East Side Galerie – Abriss für heute gestoppt – Wall Parade am Sonntag

1. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Dem Thema war dieser Tage medial ja nicht zu entkommen: Der Berliner Senat lässt zu, dass Teile der East Side Galerie abgerissen werden, damit im ehemaligen Todesstreifen ein Luxushochhaus und ein Hotel entstehen. Denkmalschutzbehörde, die Senatoren Müller und Nußbaum und der schweigende Rest überlassen das Mauer-Denkmal dem Mammon der Investoren. Gestern waren Teile der Mauerkrone entfernt worden, der Kran rückte heute früh an. Dass jetzt die Proteste den Abriss erst einmal gestoppt haben heisst nicht, dass nun alles gut ist. Am Montag sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.

Für Sonntag, 03. März, 14 Uhr, ruft das Bündnis East Side Gallery Retten zur Wall Parade auf.

Die Künstlerinitiatve East Side Gallery protestiert seit einiger Zeit schon gegen die Baupläne an diesem Ort.

Demo gegen Luxusbauten und Gentrifizierung Bauherr ist die cic group Immobilienprojektentwicklungsgesellschaft mbH, die ihre hochpreisigen Gebäude unter dem Label Living Bauhaus vermarktet. In deren Image-Broschüre macht Bürgermeister Wowereit freundlich shake-hand mit dem Firmengründer und Initiator der Gruppe.

Der musikalische Kommentar zur Stadtentwicklung der letzten Jahre kommt von Drob Dynamic – “Wir alle sind es leid!” … Gentrifizierung, die neueste Geschäftsidee.

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Schnitzel satt für alle? Brandenburgs Entwicklungspolitische Tage 2012

1. August 2012 · Kommentare deaktiviert

Zum 9. Mal finden in diesem Herbst brandenburgweit Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage statt (BREBIT, 23.10.-15.11.2012). Das Jahresthema lautet “Dinner for One – oder für alle? Unsere Welt zwischen Hunger und Überfluss” und lehnt sich damit wieder an die UN Dekade ´Bildung für nachhaltige Entwicklung´ an.

Im Rahmen der BREBIT und darüber hinaus können Schulen, Senior_innenzentren oder andere Bildungeinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine Vielzahl von Bildungsangeboten
buchen. Einige der Veranstaltungen bieten spezielle Einblicke zu Esskultur, Vielfalt in der Landwirtschaft und Agro-Gentechnik.

Weitere Informationen im aktuellen BREBIT-Katalog

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Petition gegen Inbetriebnahme des Flughafen-Knasts für Flüchtlinge in Schönefeld, bis 21. Juli zu unterzeichnen

9. Juli 2012 · Kommentare deaktiviert

Am neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg wurde ein Abschiebezentrum für Asylsuchende geschaffen. Flüchtlinge sollen dort direkt inhaftiert und im Schnellverfahren abgeschoben werden können. Der Gefängnisneubau auf dem Flughafen “Willy Brandt” soll noch im Juli in Betrieb gehen. So genannte Flughafenasylverfahren werden vom Bundesinnenministerium forciert. Flughafenverfahren werden derzeit an fünf deutschen Flughäfen praktiziert. 90 Prozent davon finden in Frankfurt am Main statt. Ein Bündnis von Flüchtlingsverbänden, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden fordert den Stopp der Asylschnellverfahren an Flughäfen. In der EU werden derzeit neue Richtlinien zum Asylverfahren erarbeitet. Deutsche Flughafenverfahren könnten damit womöglich fallen. Die Bundesregierung aber besteht weiterhin auf der Inbetriebnahme einer sogenannten “Gewahrsamsnahme-Einrichtung” in BER und will damit offenbar Fakten schaffen im Sinne der deutschen Hardliner-Position.

Die Eröffnung des neuen Flughafens wurde auf März 2013 verschoben – der Gefängnisneubau für Flüchtlinge auf dem Flughafen “Willy Brandt” soll noch im Juli in Betrieb gehen. Nach Auskunft der Pressestelle des Brandenburger Innenministeriums sollen in der neu richteten Unterkunft die Abläufe für das Flughafenverfahren erprobt und Asylsuchende, die am alten Flughafen Schönefeld ankommen, interniert werden.

Gegen diese Pläne protestieren die Flüchtlingsräte in Brandenburg und Berlin. Mit einer Online Petition fordern sie die Landesregierung auf, die Inbetriebnahme der Einrichtung zu verweigern.
Die Petition kann hier bis zum 21. Juli 2012 gezeichnet werden: http://openpetition.de/petition/online/k…
Die gesammelten Unterschriften werden an Ministerpräsident Platzeck übergeben.

Im Juli planen verschiedene antirassistische Organisationen weitere Protestaktionen gegen die Inbetriebnahme der Internierungseinrichtung und das Flughafenverfahren. Die Flüchtlingsräte rufen ausserdem dazu auf, am Tag X nach Inbetriebnahme den „Asylknast“ vor Ort in Augenschein zu nehmen und lautstark dessen Schließung zu fordern.

Weitere Informationen: http://keinasylknastbbi.blogsport.de/

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Postkoloniale Erinnerungskultur in Berlin

19. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert

Mit einer Informationstafel wird seit kurzem in Berlins Mitte an die koloniale Vergangenheit Deutschlands erinnert. Das Afrikanische Viertel der Hauptstadt, dessen Straßen nach deutschen Kolonien und nach Kolonialisten wie Adolf Lüderitz, Gustav Nachtigal und Carl Peters benannt wurden, ist hierzulande das größte Flächendenkmal mit kolonialpolitischem Bezug.

Enthüllung der Stele im Afrikanischen Viertel Berlins

Es entstand auf Anregung des Berliner Magistrats ab Ende des 19. Jahrhunderts als “Kolonialviertel” am Rand des ehemaligen Arbeiterbezirks Wedding. Die Idee wurde auch andernorts aufgegriffen. Inzwischen ist die mit den Straßennamen verbundene Geschichte von Betrug, Gewalt, Kriegen und Völkermord jedoch weitgehend verdrängt und vergessen. Das Wohngebiet erscheint als ein Quartier wie jedes andere.

Einem Bündnis von Organisationen der afrikanischen Diaspora und anderen Gruppen ist es zu verdanken, dass das Erinnern hier nun einen Ort bekommen hat. Anfang Juni versammelten sich gut 150 Menschen im Afrikanischen Viertel, um gemeinsam mit lokaler Polit-Prominenz und AkteurInnen aus der Zivilgesellschaft eine Stele einzuweihen. Dem war eine jahrelange Kontroverse vorausgegangen. Das Ringen zwischen dem zuständigen Bezirksparlament in Berlin-Mitte und Nichtregierungsorganisationen um Inhalte und Darstellungen mündete schließlich in einen Kompromiss. Die Tafel trägt nun zwei verschiedene Texte mit den jeweiligen Sichtweisen auf die deutsche Kolonialgeschichte. Die Stele soll ein erster Schritt sein zu einem postkolonialen Lern- und Gedenkort, dessen Realisierung der Bezirk im Mai 2011 beschlossen hatte. Für die NGO-Seite geht es dabei auch um die Geschichte der Opfer. Die Umbenennung jener Straßen, mit denen einst die Täter gewürdigt wurden, steht deshalb nach wie vor auf ihrer Agenda.

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Obstbaumblütenfest – in Abbendorf und nicht in Werder

5. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert

Bevor es langweilig werden sollte am Sonntag in Berlin: Abbendorf lädt ein zum 6. Obstbaumblütenfest am 6. Mai 2012. Abbendorf??? Die AbbendorferInnen laden nach einem Jahr der Abstinenz wieder ein zu einem Augen-, Ohren- und Gaumenschmauß der besonderen Art. Am ersten Sonntagnachmittag im Mai gibts dort ländliche Lebensfreude, Natur pur und Kultur. Und zwar auf dem schönen Hof der Familie Liese in Haverland an der Elbe, mit Ausstellung, Musik, Theater, Interessantem über und von Bienen, Honig sowie Obst. Zudem kulinarische Verführungen und exklusive Stände mit Kunst.Hand.Werk. aus der Prignitz – kulturvoll, artenreich und gentechnikfrei.
13 Uhr: Andacht in Haverland 11 mit Pfarrer Mertens
14 Uhr: Ent-Führung ins Paradies mit Frank Schlünz (Imker) zu Bienen und Honig
15 Uhr: In den Obstgarten von und mit Herrn Wulf
16 Uhr: Hochkarätige Gäste mit Prignitzer Platt Die Bendeliner Landfrauen …
und natürlich lokale Erzeugnisse, Kaffee und Kuchen, rund um die Uhr …

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Forum ÜberLebenReden vom 27. bis 29. Januar 2012, Maxim Gorki Theater, Berlin

9. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert

Zwischen 2007 und 2011 haben Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen, Theaterautoren und PerformerInnen in einem Feldforschungsprojekt unter dem Titel „Über Leben im Umbruch“ den rapiden sozialen Wandel in der Stadt Wittenberge (Prignitz) beforscht.

Über den gesellschaftlichen Umbruch in dieser Stadt seit der politischen Wende ist viel geschrieben worden. Das federführende Thünen-Institut lädt zum Abschluss des Vorhabens nun zu einem Forum unter dem Titel “ÜberLebenReden” ein, das vom 27. bis 29. Januar 2012 in Berlin im Maxim Gorki Theater stattfindet.

In der Einladung heisst es: “Eine Stadt ist zu einem öffentlichen Thema geworden. Wer schreibt daran mit? Was kann die Stadt selbst, was kann Theater, was kann Wissenschaft über diesen Umbruch erzählen? Welches sind die Bilder des Wandels? Wer spricht mit welchen Interessen für welche Öffentlichkeit? Wie kann eine Stadt sich behaupten, die viel verloren hat, aber um die Zukunft ringt?

In einem abschließenden Forum mit Autoren, Wissenschaftlern, Theaterleuten, Journalisten und Politikern, für die das Wittenberge-Projekt zum Thema geworden ist, soll dieser Diskurs über den Umbruch einer Stadt aufgearbeitet werden. Welche Rolle kann eine künstlerisch-wissenschaftliche Intervention in Zeiten des Überlebens spielen? Worüber ist zu viel geredet und geschrieben worden? Was fehlt?”

Das Programm des Forums gibts auf der Website www.ueberlebenimumbruch.de
Um Anmeldung bis zum 23. Januar 2012 wird gebeten.

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Veranstaltung: Prignitzer Frauenforum

28. November 2011 · Kommentare deaktiviert

“Frauennetzwerke – zwischen Verantwortung und Selbsthilfe”
ein Vortrag von Andreas Willisch, Thünen-Institut (Soziologe & Regionalforscher)
Moderation: Ute Sprenger, Frauenforum Prignitz (Soziologin & Publizistin)

Mittwoch 30.11. 2011, 19 – 21 Uhr
Hotel Deutscher Kaiser, Perleberg, Bäckerstr. 18

In einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft müssen auch die Strukturen sozialen Kapitals – Vertrauen und Netzwerke – neu erfunden werden. Im Mittelpunkt gegenwärtiger gesellschaftlicher Umbrüche steht die Frage, inwieweit es gelingt integrative Netzwerke zu begünden, die es den Menschen erlauben aktiv in die Gestaltung der Gesellschaft einzugreifen.

Mit anschließender Diskussion zu den Potenzialen für die Regionalentwicklung aus der Perspektive von Frauen und ihrer Netzwerke.

Eine Initiative des Frauenforums Prignitz und des Fördervereins Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg e.V.

 

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Wertgutscheine statt Bargeld: Oberhavel diskriminiert Flüchtlinge

9. Juni 2011 · Kommentare deaktiviert

In Hennigsdorf bei Berlin (Landkreis OHV) werden Flüchtlinge mit Gutscheinen zum Einkaufen geschickt, wobei auch dies nur in einigen Geschäften möglich ist. Zudem verfallen die Gutscheine schon nach kurzer Zeit. Ein  unwürdiges System, das Menschen ausgrenzt, die in diesem Land Zuflucht gesucht haben.

Oberhavel gehört zu den letzten fünf Landkreisen in Brandenburg, die Flüchtlingen die Auszahlung der – ohnehin weit unter dem Hartz IV-Satz liegenden – Leistungen in Bargeld verweigert. Auf Grund eines faktischen Arbeits- und Ausbildungsverbotes für die meisten Flüchtlinge sind sie aber auf diese Leistungen  angewiesen. Zuletzt hatte der Nachbarlandkreis Barnim im Mai die diskriminierenden Gutscheine abgeschafft. Auch Brandenburgs Landesregierung befürwortet eine Umstellung auf Bargeld, hat aber keine Weisungsbefugnis. Der brandenburgische Landtag hatte am 14. April beschlossen, im Bundestag darauf hinzuwirken, Sachleistungen gänzlich abzuschaffen. Berlin und einige andere Bundesländer geben schon länger nur noch Bargeld aus.

Seit Anfang Juni boykottieren BewohnerInnen des Flüchtlingsheims in Hennigsdorf die Gutscheine. Ein Kreis von UnterstützerInnen steht ihnen zur Seite.

Die Versorgung der Flüchtlinge während des Boykotts erfolgt über Spenden. Dazu ist ein Konto eingerichtet: Förderverein des Brandenburgischen Flüchtlingsrats, Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam, Konto Nr. 350 1010 000, BLZ: 160 500 00. Für Nachfragen: 0176/44 56 77 67.

Artikel in der MAZ: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/b…

Flüchtlingsrat Brandenburg: http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.d…

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