Zunehmend Pestizide in Brandenburgs Gewässern

März 2nd, 2014 · Keine Kommentare

Brandenburgs Gewässer und Böden sind zunehmend von Pestizid-Wirkstoffen bedroht. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag des Naturschutzverbands NABU erstellten Kurzstudie, für die zehn Oberflächengewässer in drei nordwestlichen Landkreisen untersucht wurden. Hintergrund ist die Expansion des Maisanbaus für Biogasanlagen und als Viehfutter. Als Begleiterscheinung nimmt der Pestizideinsatz zu.

Die Agrarlandschaften Brandenburgs haben sich im vergangenen Jahrzehnt rasant verändert. In vielen Regionen dominieren gegenwärtig die Anbaukulturen Mais und Raps. Wanderte Theodor Fontane heutzutage durch die Mark Brandenburg, so würden endlose Felder mit heranreifendem Mais seine Spaziergänge begleiten und vielerorts blickte er von den Türmen der Backsteingotik herab auf die riesigen, graugrün glänzenden Foliendächer von Biogasanlagen.

Laut der Ende Januar 2014 vorgestellten Studie aus der Projektbüro Sprenger wurden in zahlreichen Gewässern Herbizide und deren Abbauprodukte identifiziert. Die Wirkstoffe gefährden akut und langfristig Amphibien, die aquatischen Ökosysteme und die Böden.

Hier zeigt sich ein dringender Handlungsbedarf bei der Überwachung und Kontrolle des Pestizidhandels und von Agrarbetrieben, die diese anwenden sowie bei der Bewertung und Neu-Zulassung von Pestizidwirkstoffen durch die zuständigen Behörden.

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