Der Begriff Mehrgenerationenhaus wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Vielleicht seid Ihr in Berlin auch schon mal an einem Mehrgenerationenhaus vorbeigelaufen. Zum einen versteht man darunter ein offenes Haus in dem sich die verschiedenen Generationen begegnen können. Es soll dort ein generationsübergreifender Austausch stattfinden, zum Beispiel durch gemeinsame Veranstaltungen. Außerdem kann dort gegenseitige Hilfe ausgetauscht werden. Zum Beispiel passen Senioren auf die Kleinkinder auf, deren Eltern die Senioren dafür bei Behördengängen begleiten. So übernehmen offene Mehrgenerationenhäuser mancherorts die Aufgaben von Kindertagesstätten, Seniorentreffpunkten und Familienzentren unter einem Dach. In den vergangenen Jahren gab es dafür verschiedenen Förderprogramme des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Nach einer anderen Definition versteht man unter dem Begriff Mehrgenerationenhaus eine Wohnform, bei der mehrere Generationen unter einem Dach leben. Die Bewohner eines Mehrgenerationenhauses sind dabei jedoch nicht einer Familie angehörig sondern einfach Menschen die in einer Wohnform bei der viele Menschen unterschiedlichen Alters zusammen leben viele Vorteile sehen. Vor allem für Berliner Senioren ist dies eine Alternative zu Betreutes Wohnen Berlin oder Senioren WG Berlin. Grundgerüst dieser Wohnform ist die gegenseitige Unterstützung, die man sich gegenseitig in einem solchen Haus geben kann. Sei es Kinderbetreuung durch die älteren Bewohner oder Alltagsunterstützung für die Senioren. Mehrgenerationenhäuser verfügen meist über verschiedene Bereiche in denen die Bewohner ihren Rückzugsraum und ihre Privatsphäre haben. Manchmal bestehen die Häuser auch aus mehreren komplett abgetrennten Wohnungen und einem Gemeinschaftsraum. In anderen Häusern werden auch Bäder und Küche geteilt. Das Mehrgenerationenhaus kann ein Ersatz sein für die heute nicht mehr existenten Großfamilien.