Der Weg zur Erhöhung der Fahrscheinpreise im Nahverkehr ist weitgehend frei. Nach Informationen haben sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Berliner S-Bahn und die Bahntochter DB Regio über die Grundzüge der umstrittenen Aufteilung der Ticketeinnahmen geeinigt. S-Bahn-Chef Peter Buchner bestätigte am Dienstag, dass es ein entsprechendes Eckpunktepapier gibt, das nun zum endgültigen Vertrag ausformuliert werden muss.

Nach dem Antrag der 40 Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg sollen die Ticketpreise im Sommer um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen. Der Einzelfahrschein für das Berliner Stadtgebiet (Tarifzone AB) soll künftig beispielsweise 2,60 Euro statt bisher 2,40 Euro kosten. Der Preis für die Berliner Monatskarte soll dann von 77 auf 78 Euro steigen. Die Fahrgastverbände lehnen die geplante Erhöhungen als „unbegründet und überzogen” ab.