Seit gestern kann man sich nun auch für die Harzquerung am 28.04.2012 anmelden. Die Planung läuft bei mir bereits sein einiger Zeit, die Unterkünfte im Ort Elend (warum auch immer ich mir den Ort für den Lauf ausgesucht habe) sind bereits gebucht.

Der Lauf findet bereits zum 33. Mal statt. Erstmalig wurde er in den Siebzigern durchgeführt. Dann wurde der Lauf zwischenzeitlich durch die DDR verboten.

Harzquerung in der Distanz 51km

Harzquerung in der Distanz 51km

Seit 1988 erfolgt die Harzquerung nun aber jährlich in Distanzen von 25km, 28m und in der Ultramarathon-Distanz 51km.

Die Startunterlagen sind überlicherweise in dem wunderschönen Harzer Ort Wernigerode erhältlich. Dort kann man diese bereits am Freitag ab 17.00 Uhr im Organisationsbüro “Unter den Zindeln” abholen. In Wernigerode befindet sich eine Sporthalle, vorn an der Straße ist eine alte Baracke, die dei Unterlagen austeilt. Dahinter wäre dann auch die Sporthalle, die für 4 EUR Übernachtung anbietet. In der Regel paßt es perfekt, wenn ich an dem Freitag gegen 15.00 Uhr in Berlin aufbreche, um somit noch die Unterlagen am Freitag holen zu können. Alternativ gäbe es die dann am Samstag ab 4.45 Uhr…

Gestartet wird zu humanen Zeiten um 8.30 Uhr. Verglichen mit dem Rennsteiglauf, der um 6.00 Uhr in Eisenach die Massen versammelt, heißt es hier nahezu – ausschlafen.

Die Harzquerung führt durch wundervolle Wälder, teils Blick auf den Brocken, moosbewachsene Böden und regelmäßig herzliche Rufe der Bevölkerung. Vergessen werden darf hier auch nicht die Verpflegung, die   in regelmäßigen Abständen genug zu Essen und zu Trinken anbietet.

Wer den Schleim noch nicht kennt, wird diesen auch hier kennen lernen. Meines Wissens stammt der Schleim ursprünglich vom Rennsteiglauf. Der Überlieferung her wurde dieser vor knapp 40 Jahren von einem Sportmediziner aus Jena Jochen Scheibe erstellt. Wichtig war hierbei die Zuführung von Kohlenhydraten, Mineralsalzen und Wasser.

Schleim Rezepte kursieren viele, jedoch wird der Schleim nie so gut schmecken, wie bei einem Lauf durch den Harz oder am Rennsteig. Am Ende handelt es sich hier lediglich um einen zusammengerührte Pampe aus Haferflocken, Süßstoffen aus Zucker, Sirup, Honig, Marmelade o.ä. , wichtig natürlich Salz und Aromen aus verschiedenen Obstsorten, wie z.B. Heidelbeeren. Das alles in heißem Wasser verrührt und beim Laufen trinkend zu sich nehmen.

Das eigentliche Schleim Rezept bleibt jedoch ein Geheimnis.

In Nordhausen, am Ende der 51km wird man dann herzlich auf dem Sportplatz empfangen. Die Fotografen haben mittlerweile die ersten Fotos verfügbar, was heutzutage kein Problem mehr darstellt. Auf dem Rückweg nach Elend gibt es dann inzwischen obligatorisch ein Stück Torte, mit so viel Schokolade und Sahne, wie möglich. Das habe ich mir dann auch verdient.

Um es kurz zu machen und an dieser Stelle – der Lauf lohnt sich. Die Distanz kling lang, aber ist auch mit – aus meiner Sicht – normalem Training machbar. Ich laufe durch den Winter 2x die Woche und steigere mich im Frühjahr auf 3 Läufe. Im Sommer kommen dann hin und wieder ein 4. Lauf im Stadion dazu, wenn ich den “Großen” vom Leichtathletik abhole und mir die Zeit zu lang wird. Dadurch habe ich dann auch jährlich wiederkehrend ein wenig Tempotraining.