Bundesnetzagentur warnt vor möglichen Stromausfällen

Der neue Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat in Bonn vor möglichen Stromausfällen gewarnt. Ach für den Winter 2012/2013 ist laut seiner Ansicht eine Kaltreserve von einem GW notwendig. Dies entspricht auch der Größenordnung aus diesem Winter (2011/2012). Im letzten Winter haben die deutschen Netzbetreiber bereits auf diese Reserve zurückgegriffen. Bei dieser sogenannten Kaltreserve handelt es sich meist um alte Kraftwerke, die bei einer geringen Stromproduktion, angefahren werden. Diese geringe Stromproduktion kommt eher in den Wintermonaten vor.

Außerdem sollten Kraftwerksbetreiber alte Kraftwerke länger bereithalten. Außerdem muss die Gasversorgung der Gaskraftwerke in den Wintermonaten sichergestellt werden. Im letzten Winter gab es hier zeitweise Engpässe. Wesentliches Hemmnis der Energiewende sei laut der Bundesnetzagentur aber weiterhin der zögerliche Netzausbau. Gerade beim Bau und Ausbau des Stromnetzes gebe es große Schwierigkeiten. Der Netzausbau hat sehr lange Planungszeiten. Teilweise sind die Pläne, die jetzt realisiert werden, bereits mehrere Jahre, teilweise sogar über zehn Jahre, alt. An diesen Zeitangaben erkennt man bereits die sehr langwierigen Vorgänge. Bei den Leitungen, die lange vor der Energiewende geplant wurden, gibt es nur sehr geringe Fortschritte. Hier fordert Homann besondere Anstrengungen.

Für den Netzausbau wird in Kürze ein neuer Netzentwicklungsplan veröffentlicht. Hier sollen alle notwendigen Netzausbauten erfasst werden. Anfang Juni soll dieser Plan vorgestellt werden. Im Anschluss daran müssen natürlich die Auswirkungen dieses Plans untersucht werden. Dies ist aber generell bei jedem Netzausbau notwendig. Insbesondere die Umweltauswirkungen werden genau betrachtet werden. Homann machte aber auch deutlich, dass der Netzausbau Geld kosten wird. Diese Kosten wird natürlich der Stromkunde zahlen müssen. Bereits jetzt wird von der Bundesnetzagentur von steigenden Netzentgelten ausgegangen.

Diese höheren Netzentgelte werden sich natürlich auch beim Strompreis bemerkbar machen, da die Netzentgelte bereits jetzt ein großer Bestandteil der Strompreise sind. Zukünftig wird also der Vergleich der Stromanbieter (z.B. hier) wichtiger werden.

Keine neuen Kernkraftwerke in GB

Eigentlich wollten EON und RWE in Großbritannien neue Kernkraftwerke bauen. Hierfür wurde extra eine neue Gesellschaft unter der Beteiligung der beiden deutschen Stromanbieter gegründet. Diese Gesellschaft, Horizon Nuclear Power, soll nun verkauft werden. Jetzt könnte man vermuten, dass diese Erkenntnis bei den beiden Stromanbieter gereift ist, dass Atomkraft eine Technologie ist, die nicht wirklich beherrschbar ist und deshalb ein Bau nicht mehr erstrebenswert ist. Aber anscheinend waren auch, zumindest für RWE, die Kosten für die Abkehr von dem Projekt verantwortlich. Etwa 17 Mrd. sollten bis zum Jahr 2025 in Großbritannien verbaut werden. Dadurch sollten eigentlich etwa fünf neue AKWs entstehen. Man kann vermuten, dass auch die geschwächte finanzielle Situation durch die deutsche Energiewende einen Einfluss auf diese Abkehr von der Atomkraft hat. Wenn man die letzten Quartalszahlen der beiden Stromanbieter genauer betrachtet, erkennt man recht deutlich die Spuren der Energiewende in den Zahlen. Dabei sind es schon keine kleinen Spuren mehr, sondern richtig große Fußabdrücke, die hier hinterlassen wurden.

Dabei muss man bei der Entscheidung von EON und RWE natürlich beachten, dass die Grundstücke, die für die neuen Atomkraftwerke geplant waren, jetzt einfach verkauft werden. Es ist zu befürchten, dass dann einfach ein anderer Energieversorger an der gleichen Stelle die Atomkraftwerke baut. Aber soweit ist es noch nicht. Für einen Wimpernschlag in der Geschichte ist kurze Freude angesagt.

Einstieg in die persönliche Nutzung von Solarenergie

Den eigenen Strom erzeugen und auch selbst verbrauchen, wie funktioniert das eigentlich?
Hier sind vorab einige Vorüberlegungen anzustellen.

1. Auswahl der Komponenten und des Installateurs
Eine Photovoltaikanlage besteht im Normalfall aus PV-Modulen, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Kabel und Stecker, Überwachung und Einspeisemanagement. Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre garantiert, daher sollten Sie bei der Auswahl auf hohe Qualität achten, da die Anlage dann mindestens 20 Jahre Jahre Energie liefern soll.
Lassen Sie die Anlage von einem erfahrenen Installateur planen und montieren. Die Verwendung von europäischen Komponenten ist, in Hinblick auf Garantie und Qualität, sowie auf die Ökobilanz zu empfehlen. Achten Sie insbesondere auf hohe Leistungsgarantien der Modulhersteller.
10 Jahre Garantie und eine Garantie, dass nach 25 Jahren noch 80% der Leistung erreicht wird, sind am Markt üblich. Die Unterkonstruktion sollte 10 Jahre Garantie bieten. Wechselrichter haben bis zu 7 Jahre Garantie. Hier kann aber beim Hersteller eine Garantiezeitverlängerung vereinbart werden.

2. Energie vom Dach in meine Steckdose
Der von der Anlage erzeugte Wechselstrom kann nun in dem Moment der Erzeugung verbraucht werden. Dieser Eigenverbrauch funktioniert natürlich nur, wenn die PV-Anlage Energie liefert. Moderne Überwachungssysteme können hier Verbraucher einschalten, wenn die eigene Anlage Energie liefert. So können beispielsweise Waschmaschinen, Trockner oder auch Wärmepumpen gezielt tagsüber automatisiert eingeschaltet werden. Überschüssige Energie kann an den Energieversorger verkauft werden. Die Vergütung erfolgt im Normalfall monatlich.
Neu am Markt sind Lithium-Ionen Batteriesysteme, welche die saubere Sonnenenergie speichern und bei Bedarf verwenden. Hier können derzeit bis zu 20kWh in Akkus gespeichert werden. Diese Anlagen trennen bei aufgeladenen Akkus den Haushalt vom Netz und nutzen dann den eigenen Speicher zur Energieversorgung. Bei einem solchen System wird der normale Energieversorger nur noch als Backup benötigt. Eigenverbrauchsquoten von 60-70% sind hier erreichbar.

Die Verwendung einer PV-Anlage ist, gerade in Hinblick auf steigende Strompreise eine lohnende Investition für die Zukunft. Hier gilt: Je höher der Eigenverbrauch, desto höher ist auch die Rendite. Man kann jetzt schon mit Sicherheit sagen, dass die Technik Photovoltaik den zukünftigen Energiemarkt beherrschen wird.

Mehr Ökostrom für Energiewende

Seit gut einem Jahr erlebt der so genannte Ökostrom einen regelrechten Boom. Die Atomkatastrophe von Fukushima hat nicht nur die deutsche Regierung dazu bewegt, einige AKW konsequent vom Netz zu nehmen, sondern auch das Umdenken der Endverbraucher angeregt. Immer mehr Haushalte setzten auf Strom aus nachhaltigen Energien und sind teilweise sogar bereit auf den absolut günstigsten Stromtarif zu verzichten, bei dem es sich allerdings nicht um Ökostrom handelt. Da die Nachfrage an “grünem Strom” stetig steigt, gibt es natürlich immer mehr Stromanbieter mit Ökostrom.

Leider kann der komplette Umstieg auf alternative Energiequellen nicht sofort erfolgen, da die benötigte Infrastruktur einfach noch nicht stark genug ist. Um auf Strom aus Kohle, Gas und Reaktoren verzichten zu können, wird ein zügiger Netzausbau und die Investition in Stromspeicher vorausgesetzt. Noch können die großen Energiekonzerne sich nicht mit den hohen Investitionskosten anfreunden, allerdings kann eine noch höhere Nachfrage an Ökostrom dieses beschleunigen.

Wer heute ausschließlich Strom aus alternativen Quellen beziehen möchte, sollte auf die Zertifikate und Prüfsiegel der einzelnen Tarife achten. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Anbieter gewählt werden, die ausschließlich auf eine nachhaltige Energiegewinnung setzten und parallel keinen “normalen” Strom vermarkten. Ökostrom muss aber nicht immer teurer sein als der übliche Strommix. Mit einem kostenlosen Ökostrom Preisvergleich findet man innerhalb weniger Augenblicke die günstigsten Anbieter und kann deren Zertifikate einsehen. Oftmals ist der hier ermittelte Tarif für Ökostrom um einiges günstiger als der aktuelle Anbieter. Besonders viel lässt sich einsparen, wenn man noch nie verglichen hat und noch vom Grundversorger beliefert wird. Man erkennt also, dass Ökostrom sich wahrscheinlich schon in naher Zukunft durchsetzten wird. Wenn noch einige Millionen Haushalte Ökostrom anfordern, wird die Energiewende nicht mehr aufzuhalten sein.

Erneuerbare Energien in der Diskussion

Inzwischen ist es beschlossen, dass die Atomkraft langsam abgedankt hat in Deutschland. Über Jahrzehnte gab es unzählige Protestaktionen, die nahezu null Erfolg hatten. Viele Demonstrationen der verschiedenen Organisationen haben außer viel Presse leider nicht viel zur Abschaffung der Atomkraft in Deutschland beitragen können. Nur die Tragödie in Japan hat zu einem Umdenken der Politiker geführt. Dies wiederum fand in einer Geschwindigkeit statt, die man schon als sehr zügig bezeichnen kann. Genauer gesagt betraf das nur den Beschluss zur Energiewende. In diesem Beschluss ist zwar eine schrittweise Abschaltung vorgesehen, die aber auch relativ kurfristig erfolgen wird.

Dieser Beschluss ist nun schon einige Monate alt und Fukushima ist schon wieder mehr als ein Jahr her. Gerade nach diesen schlimmen Ereignissen wurde das Land von einer breiten Diskussion erfasst. Gerade diese Beteiligung breiter Massen der Bevölkerung hat wohl dann auch zum schnellen Umdenken der Politik geführt. Denn Politik lebt, wie wir alle wissen, von Mehrheiten und die Mehrheit der Bevölkerung hat sich gegen Atomkraft ausgesprochen. Dies ist schon eine entscheidende Wende, da Energiepolitik recht präsent in der Öffentlichkeit und in den Medien ist. Ihr Stellenwert aber erreicht nicht den der politische Wende, die Deutschland vor mehr als zwanzig Jahren erfahren hat. Trotzdem ist die Energiewende sehr bedeutend, da Energie, insbesondere die sichere und auch bezahlbare Energieversorgung, zentrales Anliegen nahezu aller Gesellschaftsformen ist. Die weitere Diskussion wird sicherlich noch spannend. Spannender als die Diskussion wird die reale Umsetzung der Energiewende sein. Diese wird uns die kommenden Jahre begleiten. Hier gibt es gerade beim Netzausbau und auch bei der Speicherung der Energie noch viele offene Punkte. Aber dadurch ist auch die weitere Berichterstattung gesichert.

Strom sparen – Wie geht das?

Die Energiepreise gelten bundesweit auch als erhebliches Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Es leiden also nicht nur Privathaushalte unter den hohen Energie- und besonders Strompreisen. Die Wirtschaft hat bereits erkannt, dass die Energiepreise einen hohen Einfluss auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands haben. Dies ist besonders vor dem Hintergrund interessant, dass Deutschland keine großen eigenen Energiequellen hat, die fossile Energieträger nutzen. Fossile Energieträger können Öl oder auch Gas sein. Die Vorkommen beim Öl sind gering und auch beim Gas hat Deutschland keine herausragenden Vorkommen. Hier gibt es aber Vorkommen, die besonders im Norden Deutschlands angesiedelt sind. Unter dem Strich sind die Vorkommen aber nicht zur Deckung des großen deutschen Energiebedarfs geeignet. Deshalb sind Importe aus verschiedenen Ländern notwendig. Beim Gas haben hier besonders Russland und Norwegen eine große Bedeutung. Damit befindet sich Deutschland in einer Abhängigkeit von ausländischen Energien bzw. Energielieferungen. Gerade vor einigen Wintern kam es hier schon zu Diskussionen um die Gasimporte aus Russland. Im Winter bei minus zehn Grad möchte man solche Diskussionen aber nicht unbedingt hören. Da wird einem schon anders. Deshalb sollten die Abhängigkeiten von ausländischen Energielieferungen reduziert werden. Dies betrifft die Gebäudewärme und auch den Strom. Aber wie kann man diese Abhängigkeiten jetzt reduzieren?

Die Abhängigkeiten kann man prinzipiell auf zwei Arten mildern. Man kann die eigene Energieproduktion, die nicht auf ausländische Rohstoffe angewiesen ist, weiter ausbauen oder man kann weniger Energie verbrauchen. Gerade der zweite Punkt ist momentan noch nicht wirklich in das Rampenlicht gerückt worden. Privathaushalte können hier besonders schnell beim Strom sparen. Energetische Sanierungen sind meist etwas aufwendigen und kosten meist erhebliche Beträge. Strom sparen kann man dagegen meist ohne die ganz großen Investitione.

Erster Schritt: Stromverbrauch senken

Da an der beschlossenen Energienwende vermutlich keine gravierenden Änderungen mehr vorgenommen werden, müssen jetzt praxistaugliche Änderungen vorgenommen
werden. Die Diskussion um die praktische Realisierung der Energiewende hat breite Schichten der Bevölkerung erreicht. Dies ist sicherlich auf die anhaltende politische Diskussion und die mediale Berichterstattung zurückzuführen. Auch die einzelnen Energieversorger beteiligen sich maßgeblich an der Diskussion. Je nach Historie der einzelnen Energieversorger gibt es sehr unterschiedliche Äußerungen. Ein Teil der jetzigen Konzerne, die ihre Atomkraftwerke abschalten müssen, haben diese Entscheidung offenbar akzeptiert. Diese kommunizieren in breit angelegten Spots auch ihre neue Ausrichtung. Es gibt aber immer noch vereinzelte Äußerungen, die die Realisierung der Energiewende durchaus kritisch sehen. So ist die Belastung durch die Umlage für erneuerbare Energien mit über 13 Mrd. in Summe recht hoch. Diese Zahl steht zunächst im Raum. Vermutlich wird sich dieser Wert in den kommenden Jahren auch noch deutlich erhöhen. Dies wird sich natürlich auf die Strompreise auswirken und das Ziel einer bezahlbaren Energieversorgung erschweren.

Bevor man jetzt aber die einzelnen Energien untersucht, die die Atomkraft ersetzen könnten, sollte man zunächst den genauen Stromverbrauch Deutschlands betrachten. Es gibt verschiedene Stellen, die den Stromverbrauch Deutschlands untersuchen und auch veröffentlichen. Hier wären das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie oder auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. nennenswert. Hier findet man den jeweils aktuellen Stand. Dieser deutsche Stromverbrauch wird momentan kaum diskutiert. Dabei wird die Stromrechnung, vereinfacht dargestellt, aus dem Produkt von Stromverbrauch und Strompreis gebildet. Auch vor diesem Hintergrund wird Energiesparen zukünftig also immer wichtiger. Wenn der Strompreis schon mittelfristig steigend wird, sollte der Energieverbrauch gesenkt werden. So kann man die finanziellen Folgen der Energiewende deutlich mildern.

Die deutsche Energiewende

Mit einer sehr schnellen Aktion wurde in Deutschland die Energiewende beschlossen. Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass die Politik getrieben war von der vorherrschenden Meinung in Deutschland, dass die Atomkraft ausgedient haben. Was auch immer die genauen Beweggründe für den schnellen Atomausstieg waren ist jetzt nicht mehr relevant. Jetzt gilt es die Gesetzte und Beschlüsse in die Praxis zu überführen. Das natürlich unter der Maßgabe, dass eine sichere und bezahlbare Energieversorgung erhalten bleibt.

Aber bei genau der Bezahlbarkeit scheiden sich die Geister. Was ist bezahlbar? Der Begriff bezahlbar ist natürlich stark von den persönlichen Verhältnissen abhängig. Wenn der Strom für einen Gutverdiener noch ohne Probleme bezahlbar ist, kann der Strompreis für einen Minijobber bereits zu hoch sein. Klar ist, dass ausgehend vom jetzigen Niveau der Strompreise keine deutliche Steigerungen mehr kommen dürfen. Doch ist diese Forderung überhaupt realistisch? Deutschland setzt bzw. will in Zukunft vermehrt auf die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien setzen. Doch diese erneuerbaren Energien sind oftmals von den Wetterverhältnissen abhängig. Wichtige Einflussfaktoren sind Wind und Sonneneinstrahlung. Gerade im Winter ist die Sonneneinstrahlung gering. Dadurch wird auch weniger Strom produziert. Die Leistungsangaben bei Solarmodulen beziehen sich immer auf bestimmte sehr gute Bedingungen, die im Winter bei Weitem nicht erreicht werden. Durch Solarmodule wird also im Winter und bei schlechten Wetterlagen wesentlich weniger Strom produziert als an einem schönen Sommertag. Hier kann man also nicht von einer konstanten Stromversorgung sprechen. Ähnlich verhält es sich mit der Abhängigkeit der Windkraftanlagen von den Wetterverhältnissen. Also kann man bei Windkraftanlagen auch nicht von einer stabilen Stromversorgung sprechen. Welche Ansatzpunkte gibt es also für eine erfolgreiche Realisierung der Energiewende? Die folgenden Beiträge sollen einige Ansatzpunkte vermitteln.