Bundesnetzagentur warnt vor möglichen Stromausfällen

Mai 9th, 2012 · 1 Kommentar

Der neue Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat in Bonn vor möglichen Stromausfällen gewarnt. Ach für den Winter 2012/2013 ist laut seiner Ansicht eine Kaltreserve von einem GW notwendig. Dies entspricht auch der Größenordnung aus diesem Winter (2011/2012). Im letzten Winter haben die deutschen Netzbetreiber bereits auf diese Reserve zurückgegriffen. Bei dieser sogenannten Kaltreserve handelt es sich meist um alte Kraftwerke, die bei einer geringen Stromproduktion, angefahren werden. Diese geringe Stromproduktion kommt eher in den Wintermonaten vor.

Außerdem sollten Kraftwerksbetreiber alte Kraftwerke länger bereithalten. Außerdem muss die Gasversorgung der Gaskraftwerke in den Wintermonaten sichergestellt werden. Im letzten Winter gab es hier zeitweise Engpässe. Wesentliches Hemmnis der Energiewende sei laut der Bundesnetzagentur aber weiterhin der zögerliche Netzausbau. Gerade beim Bau und Ausbau des Stromnetzes gebe es große Schwierigkeiten. Der Netzausbau hat sehr lange Planungszeiten. Teilweise sind die Pläne, die jetzt realisiert werden, bereits mehrere Jahre, teilweise sogar über zehn Jahre, alt. An diesen Zeitangaben erkennt man bereits die sehr langwierigen Vorgänge. Bei den Leitungen, die lange vor der Energiewende geplant wurden, gibt es nur sehr geringe Fortschritte. Hier fordert Homann besondere Anstrengungen.

Für den Netzausbau wird in Kürze ein neuer Netzentwicklungsplan veröffentlicht. Hier sollen alle notwendigen Netzausbauten erfasst werden. Anfang Juni soll dieser Plan vorgestellt werden. Im Anschluss daran müssen natürlich die Auswirkungen dieses Plans untersucht werden. Dies ist aber generell bei jedem Netzausbau notwendig. Insbesondere die Umweltauswirkungen werden genau betrachtet werden. Homann machte aber auch deutlich, dass der Netzausbau Geld kosten wird. Diese Kosten wird natürlich der Stromkunde zahlen müssen. Bereits jetzt wird von der Bundesnetzagentur von steigenden Netzentgelten ausgegangen.

Diese höheren Netzentgelte werden sich natürlich auch beim Strompreis bemerkbar machen, da die Netzentgelte bereits jetzt ein großer Bestandteil der Strompreise sind. Zukünftig wird also der Vergleich der Stromanbieter (z.B. hier) wichtiger werden.

Tags: Allgemein

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Jochen (Yellostrom) // Jun 21, 2012 at 09:10

    Gab es eigentlich schon irgendwelche nennenswerten Stromausfälle? Ich finde es immer interessant, wenn man nach einiger Zeit den Aussagen solcher Entscheider noch einmal nachgeht. Ok, das war ein Konjunktiv: “warnt vor MÖGLICHEN Stromausfällen”. Aber vielleicht ist das eine Anregung für einen zweiten Artikel oder eine Leserumfrage: Wer hatte schon solche Stromausfälle?

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