Zukünftige Strompreisentwicklung

Juli 6th, 2012 · Keine Kommentare

Inzwischen haben verschiedene Institute und auch diverse Stromanbieter ihre jeweiligen Glaskugeln bzgl. der zukünftigen Strompreisentwicklung befragt. Das Ergebnis? Es gibt kein einheitliches Ergebnis laut dieser Studien. Dies ist zumindest der Fall, wenn man nur jede Studie für sich betrachtet. Wenn man mehrere Studien betrachtet, ergibt sich jedoch ein gewisses Gesamtbild.

Mehrere Studien gehen zukünftig von leicht steigenden Strompreisen aus. Dabei muss man aber bei den Studien genau hinsehen. Über welchen Strompreis wird in der jeweiligen Studie gesprochen? Es gibt einmal die Variante des Strompreises an der EEX und die zweite Variante des sogenannten Endkunden-Strompreises.

Zwischen diesen beiden Varianten liegen Welten. Wenn man sich die Seite der EEX  http://www.eex.com/de/) ansieht, wird man zunächst mit einer Menge an Zahlen konfrontiert. Wenn man die Zahlen aber einmal überfliegt, stellt man fest, dass hier nicht der Haushaltskundenpreis bzw. der Endkundenpreis aufgeführt wird. Dieser wird typischerweise in Cent je kWh angegeben. Die Einheiten auf der EEX-Seite passen deshalb nicht. Hier wird von Euro je MWh gesprochen. Momentan liegt der Strompreis in Deutschland bei etwa 50 Euro je MWh. Erstaunlicherweise sind hier auch die Preise für Frankreich und die Schweiz auf etwa dem gleichen Niveau. Wobei auf der EEX-Seite generell pro Land zwei Preise angeben werden. Es werden hier jeweils die Base- und die Peak-Preise aufgeführt. Die Base-Preise sind die Preise für die Grundlast über den ganzen Tag. Dazu kommen noch die Peak-Preise für Strom, der zu Zeiten großer Nachfrage bereitgestellt wird.

Hier erkennt man schon, dass der Strommarkt recht kompliziert ist. Aber man erkennt auch, dass die Preise auf dem Großhandelsmarkt mit ca. 50 Euro je MWh (das entspricht ca. 5 Cent je kWh) deutlich unter den Preisen im Endkundenbereich liegen. Deshalb sollte man beim Lesen der jeweiligen Studien aufpassen, über welchen Strompreis gerade gesprochen wird. Der Knackpunkt sind deshalb die sonstigen Abgaben und Steuern, die den Endkundenpreis belasten. Hier spielen die Netzentgelte eine entscheidende Rolle. Auch die günstigen Stromanbieter sind hiervon betroffen. Voraussichtlich werden diese ihre Preise mittelfristig anspassen müssen.

Tags: Allgemein

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