Hände waschen und unterwegs nicht lesen

24. August 2013 · Kommentare deaktiviert

In den schönsten Wochen des Jahres spielt die Gesundheit nicht immer mit. Ein paar Grundregeln und eine gut sortierte Reiseapotheke helfen aber, um die häufigsten Wehwehchen im Urlaub zu lindern oder sogar zu vermeiden.

Um Insektenstichen vorzubeugen, gehören immer abwehrende Mittel, Repellents genannt, ins Reisegepäck. “Neben dem Textilschutz, also Kleidung, sind sie die wirksamsten Mittel gegen Insektenstiche”, versichert Ulrich Klein vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen aus Witten. Anders als bei vielen Sonnenschutzmitteln halte der Schutz aber nur einige Stunden und müsse dann neu aufgetragen werden. Wer dennoch gestochen wird, sollte nicht am Stich kratzen. Am besten gibt man schnell einen Eiswürfel auf den Stich – Kälte unterdrückt das Jucken.

Magen-Darm-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Spaßverderbern im Urlaub. Meist sind verunreinigte Nahrungsmittel der Auslöser. “Oft sind es einfache Coli-Bakterien, die in anderen Ländern sehr viel häufiger vorkommen als bei uns”, sagt Klaus Schäfer, Reisemediziner beim ADAC in München. Als bestes und einfachstes Gegenmittel nennt er sorgfältige Hygiene. Deshalb sollten immer wieder die Hände gereinigt werden. Wichtig sei, die Hände nach dem Waschen nicht an einem viel benutzten Stoffhandtuch zu trocknen, sondern mit Papiertüchern.

Reisedurchfälle sind meist harmlos und nicht sehr heftig. Das wichtigste sei, dass man Flüssigkeit zu sich nimmt und den Salzverlust ausgleicht, erläutert Helmut Jäger vom Reisemedizinischen Zentrum der Bernhard-Nocht-Klinik in Hamburg. Dafür bieten sich Cola und Bananen oder Salzstangen an. Erst wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält oder Fieber auftritt, rät er, einen Arzt aufzusuchen.

Vielen Reisenden macht auch eine kurvenreiche und holprige Autofahrt oder schwerer Seegang beim Schiffsausflug zu schaffen. Schweißausbrüche, Schwindelgefühl und Übelkeit sind die Folgen. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr spürt die Bewegung, die Augen merken aber nichts.

Wer die Verwirrung der Sinnesorgane mindern will, sollte dafür sorgen, dass die Augen die Bewegung wahrnehmen. “Im Auto also nicht im Buch lesen, sondern nach vorne aus dem Fenster schauen”, rät Schäfer. Auf einem Schiff sollten Betroffene am besten an Deck gehen und der Bewegung des Schiffs zusehen. Im Flugzeug seien empfindliche Passagiere am besten auf Plätzen zwischen den Tragflächen aufgehoben.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Zecken lauern im Unterholz oder auf Wiesen

16. August 2013 · Kommentare deaktiviert

Milder Winter, warmer Sommer. Experten erwarten in dieser Saison eine Zeckenplage in Berlin und Brandenburg. Die kleinen Biester tummeln sich im Grünen, mit ihrem Stich können sie gefährliche Krankheiten übertragen.
Gegen die eine, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), kann man sich mit einer Impfung schützen. Gegen die andere, die Lyme-Borreliose, hilft nur, Zeckenstiche zu vermeiden – oder nachher bei bestimmten Anzeichen umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg rät jedem, der campt, wandert, Beeren sammelt oder sonst wie im Grünen aktiv ist, sich zu erkundigen, ob die Gegend zu einem Risikogebiet gehört und sich gegebenenfalls impfen zu lassen. Einfache Verhaltensregeln bieten einen gewissen Schutz. Dazu zählt zum Beispiel, im Wald auf den Wegen zu bleiben und nicht durch dichtes Unterholz zu gehen, weil sich Zecken dort gern aufhalten. Die Kleidung sollte lange Ärmel und lange Hosenbeine haben und an den Enden so anliegen, das Zecken nicht reinkriechen können. Die Schuhe sollten geschlossen sein.

Auch das Einreiben mit Mitteln, die Insekten abwehren, empfiehlt sich. Je nachdem, wie lange diese Repellents wirken, könne es sinnvoll sein, sie unterwegs wiederholt aufzutragen. In der Apotheke gebe es auch spezielle Zeckenschutzmittel. Und spätestens nach dem Aufenthalt im Freien sollte man Kleidung und Körper systematisch absuchen. Wer einen kleinen Blutsauger am Körper entdeckt, sollte ihn sofort entfernen. Die Zecke darf aber nicht einfach mit den Fingern herausgezogen werden. Denn dabei besteht die Gefahr, dass man ihren Hinterleib quetscht und dadurch mehr Krankheitserreger übertragen werden. “Bitte deshalb auch nicht versuchen, die Zecke mit Klebstoff, einem Feuerzeug oder sonst einem Hausmittel zu erledigen”, sagt Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin (CRM). Geeignet sind spezielle Zeckenzangen und -karten, die auch in Apotheken erhältlich sind.

Anschließend ist es ratsam, die Stichstelle zu desinfizieren und noch etwa acht Wochen lang zu beobachten. Zeigt sich eine flächige Hautrötung, die sich später ringförmig ausbreitet – eine sogenannte Wanderrötung -, ist dies ein Anzeichen für eine Borreliose. Behandelt wird mit Antibiotika. Oft heile sie dann folgenlos ab, so das CRM.

FSME macht sich dem CRM zufolge nach ein bis zwei Wochen mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar. Es kann nach einer kurzen Phase ohne Beschwerden auch noch zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung kommen. Sie zeigt sich durch starke Kopfschmerzen, einen steifen Nacken, Verwirrtheit und gelegentlich Koma.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Leben mit dem Wetterwechsel

10. August 2013 · Kommentare deaktiviert

Plötzliche Wetterumschwünge von sommerlicher Wärme auf Kühle oder umgekehrt können dem Kreislauf zu schaffen machen.

Insbesondere Menschen mit angeschlagener Gesundheit und empfindliche Gemüter reagieren darauf oft mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Schweißausbrüchen. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten, rät in solchen Fällen, sich zurückzunehmen und auf Aktivitäten zu verzichten, die körperlich und geistig herausfordern.

Das bedeutet konkret: Stress reduzieren, genug schlafen und viel trinken – mindestens zwei Liter am Tag. Menschen mit krankhaft erhöhtem Blutdruck, der medikamentös behandelt wird, sollten bei Wechselwetter unbedingt einen Gang runterschalten.

Anders verhält es sich bei chronisch niedrigem Blutdruck: Den müsse man laut Wesiack auf Trab bringen, egal wie das Wetter ist. Wer sonst keine weiteren gesundheitlichen Probleme hat, darf dem Internisten zufolge dann auch zu einem Schluck Sekt greifen, um seinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Viel Bewegung gehört ebenfalls dazu.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Salzwasserspülung reinigt Schleimhäute

5. August 2013 · Kommentare deaktiviert

Heuschnupfengeplagte nutzen am besten Nasenspülungen mit Salzwasser, um ihre Atemwege auf natürliche Weise frei zu bekommen.

Von Nasensprays mit abschwellender Wirkung lassen sie dagegen möglichst die Finger. Denn dadurch könnten die Schleimhäute auf Dauer anschwellen, erläutert die Verbraucher Initiative. Je häufiger Betroffene das Spray benutzen, desto stärker gewöhne sich der Körper daran und schaffe es nicht mehr, selbst dagegen anzukämpfen.

Grundsätzlich sollten Pollenallergiker versuchen, den Kontakt mit Blütenstaub möglichst zu reduzieren. Ratsam ist es laut der Initiative, den Fußboden zu Hause häufig feucht zu wischen und nur selten zu lüften – wenn möglich, nur nach einem Regenguss, denn dann ist nicht so viel Pollenstaub in der Luft.

Sinnvoll sei es zudem, das Lüften nach der jeweiligen Tageszeit zu richten: Auf dem Land sei die Pollenkonzentration morgens am höchsten, in Innenstädten steigt sie erst im Laufe des Tages an. Auch aufs Rauchen sollten Pollenallergiker verzichten. Es schwäche das Immunsystem noch mehr, als es die Allergie ohnehin schon tut.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Schutz vor Zecken

31. Juli 2013 · Kommentare deaktiviert

Spaziergänger in Wald und Wiesen stecken sich am besten die Hose in die Socken, um sich vor Zecken zu schützen. So können die Tiere nicht in die Hosenbeine hineinkrabbeln, erklären die Niedersächsischen Landesforsten in Braunschweig. Nach dem Ausflug in die Natur ist es ratsam, vor allem die Achselhöhlen, den Kopfbereich sowie die Arme, Beine, Kniebeugen und die Leistengegend auf Zecken zu untersuchen. Die Tiere sollten nur mit einer Zeckenzange entfernt werden.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Nach dem Zahnarzt nichts essen

27. Juli 2013 · Kommentare deaktiviert

Wer unmittelbar nach der Betäubung vom Zahnarzt etwas isst oder trinkt, kann sich schnell verletzen.

Es besteht die Gefahr, dass man sich zum Beispiel auf die noch betäubte Lippe beißt. Auch kann es sein, dass Betroffene sich an heißen Getränken verbrühen. Darauf weist die Initiative proDente in Köln hin. Erst wenn die Betäubung komplett verschwunden ist, dürfe wieder etwas gegessen oder Heißes getrunken werden. Wie lange die Wirkung der Betäubungsspritze anhält, hängt von der Art und Schwere der Zahnbehandlung ab – eine halbe bis mehrere Stunden sind möglich.

Es gibt verschiedene Betäubungsverfahren. Entweder werden zum Beispiel nur die Nerven von ein bis zwei Zähnen betäubt oder aber die gesamte Leitungsbahn auf einer Kieferhälfte. Das Taubheitsgefühl erstreckt sich dann bis in die Unterlippe und eventuell eine Zungenhälfte. So können ein oder mehrere Backenzähne im Unterkiefer behandelt werden.

Kommentare deaktiviertTags: Zähne

Miniurlaub

17. Juli 2013 · Kommentare deaktiviert

Sein Wohlbefinden kann jeder ganz einfach steigern: zum Beispiel mit dem Miniurlaub. Jeden Tag plant man für den kommenden Tag eine mindestens 20 Minuten lange Auszeit. Das kann ein Spaziergang sein oder ein Bad. „Versuchen Sie, die entstehenden positiven Gefühle gut wahrzunehmen”, so Psychotherapeutin Renate Frank. Dann sollte man versuchen, sich bei geschlossenen Augen zu erinnern und ihnen Ausdruck zu geben: etwa durch lächeln oder singen.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Kartoffeln nicht zu dunkel braten

14. Juli 2013 · Kommentare deaktiviert

Bratkartoffeln oder Pommes sollten nur vergoldet, nie verkohlt werden. Je höher die Temperatur ist, mit der stärkehaltige Lebensmittel erhitzt werden, desto mehr Acryl-amid entsteht. Der Stoff steht im Verdacht, Krebs zu erregen, wie das Bundesinstituts für Risikobewertung erläutert. Um das Krebsrisiko so gering wie möglich zu halten, soll die Acrylamidmenge möglichst gering sein. Das kann jeder in der Küche selbst steuern. Das gilt auch für andere Lebensmittel, die kohlenhydratreich und eiweißhaltig sind. So kommt zum Beispiel eine Scheibe Toast lieber in den Müll als auf den Teller, wenn sie mehr schwarz als goldgelb ist.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Duftstoffe machen Probleme

11. Juli 2013 · Kommentare deaktiviert

Düfte begegnen einem im Alltag überall. Duftstoffe künstlichen oder natürlichen Ursprungs werden etwa in Geschäften eingesetzt. Wenn Verkaufsstrategen den Geruchssinn ins Visier nehmen, heißt das Neuromarketing.

„Grundsätzlich sollen Düfte einen für die Marke charakteristischen Geruchseindruck vermitteln und die positiven Eigenschaften eines Produktes verstärken”, heißt es bei Vertretern der Herstellerfirmen. Doch nicht jeder Mensch kommt damit gut klar. „Duftstoffe stehen im Allergieranking nach den Metallen auf Platz zwei. Sie spielen für uns eine große Rolle”, erläutert Prof. Thomas Fuchs von der Uniklinik Göttingen und Vorstandsmitglied im Ärzteverband Deutscher Allergologen (ADA). Wer zum Beispiel in einem Geschäft beduftete Luft einatme, habe damit einen sogenannten aerogenen Hautkontakt: Die Duftmoleküle berühren nicht nur die Haut, sondern beim Einatmen auch die Schleimhäute der Atemwege. Und das macht dem Allergologen Sorgen: „Je früher und öfter man mit potenziell allergieauslösenden Stoffen in Kontakt kommt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, eine Allergie zu bekommen”, sagt er.

Auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) kritisiert die Beduf-tung von Innenräumen. „Wir bekommen verstärkt Rückmeldung von Betroffenen, dass Duftstoffeinsatz negativ auffällt”, erläutert die Chemikerin Sylvia Pleschka vom DAAB. Das reicht von Beschwerden über Unwohlsein bei den oft sensibel reagierenden Allergikern bis hin zu Berichten über echte Atemprobleme bei Asthmatikern.

Wer an Asthma leidet oder aufgrund von Allergien erfahrungsgemäß empfindlich auf belastete Luft reagiert, dem bleibt nicht viel übrig, als in die saubere Außenluft zu flüchten. Unwohlsein, Husten, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme sind laut Pleschka Anzeichen für einen drohenden Asthmaanfall. Auch bei Allergien muss als
erstes saubere Luft her. „Ein handelsüblicher Mundschutz hilft Allergikern nicht”, sagt Fuchs.

Sensible Menschen müssen Geschäfte mit besonders dicker Luft zur Not meiden und auf deren Onlineshops ausweichen. Denn rechtlich ist dem Duftstoffeinsatz in Geschäften kaum eine Grenze gesetzt. Während es für Lebensmittel, Kosmetika und auch für die Beduftung von Spielzeug Richtlinien gibt, kann in Innenräumen unkontrolliert versprüht werden, was nicht giftig ist.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein

Vollkornbrot für die Pausendose

28. April 2013 · Kommentare deaktiviert

Kinder essen gerne Süßes. In die Brotdose legen Eltern Naschereien aber besser nicht.

Stattdessen sollte das Pausenbrot appetitlich zubereitet sein. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen empfiehlt, ein Vollkornbrot mit Käse, Wurst oder Frischkäse zu belegen. Obenauf kommen Gurken, Radieschen oder Paprikascheiben – so schmecke die kleine Mahlzeit knackig-frisch. Zum Knabbern werden Obst oder Gemüse am besten mundgerecht zubereitet und bunt gemixt.

Kommentare deaktiviertTags: Allgemein