Seife sanft und sauber

24. April 2013 · Kommentare deaktiviert

Seifen gibt es in allen möglichen Farben, Formen und Düften. Seit einigen Jahren wird das Sortiment noch um Flüssigseifen aus dem Spender erweitert. Entscheidend für die Qualität einer Seife sei, „dass sie sowohl reinigt als auch pflegt”, erklärt Verband der Deutschen Dermatologen. „Entsprechend sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Seife rückfettende Substanzen wie pflanzliche Öle enthält”, rät der Hautarzt aus Bad Homburg.

Eine desinfizierende Wirkung hätten prinzipiell sowohl feste als auch flüssige Seifen. Letztere seien leicht im Vorteil, weil sie besser vor Keimen geschützt seien. „Aus Hygienegründen sollten feste Seifen zwischen der Benutzung immer gut abtrocknen können, das Wasser darf also nicht in der Seifenschale stehen”, empfiehlt der Dermatologe.

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Frischer Atem

20. April 2013 · Kommentare deaktiviert

Bei Mundgeruch hilft oft schon bessere Zahnpflege

Mundgeruch ist für viele Menschen ein peinliches Thema. Manch einer beschränkt das Sprechen aufs Nötigste, aus Angst, schlechten Atem zu verbreiten. Andere dagegen wundern sich, dass sich Gesprächspartner von ihnen abwenden, sobald sie zu reden beginnen. Mit einem sogenannten Hali-meter kann der Zahnarzt denjenigen, die nur fürchten, schlechten Atem zu haben, beweisen, dass das nicht der Fall ist. Mit dem Gerät werden die Schwefelgase im Atem gemessen, auf denen Mundgeruch in der Regel beruht.

Bei der Gruppe Menschen, die wirklich Mundgeruch haben, ohne das selbst zu merken, sind die Schwefelgase, die sie ausströmen, ein Warnsignal, dass mit dem Körper etwas nicht in Ordnung ist. Als Soforthilfe empfehlen Experten Kaugummi. Das Kauen regt den Speichelfluss an, und Speichel ist die beste natürliche Abwehr gegen Bakterien. Mundwasser hilft nur kurz gegen den üblen Geruch. Betroffene sollten baldmöglichst zum Zahnarzt gehen. Denn entgegen landläufiger Meinungen hat Mundgeruch meistens nichts mit Problemen im Magen-Darm-Bereich zu tun. In den allermeisten Fällen lägen die Ursachen in der Mundhöhle, erläutert die Zahnärztin Sigrid Weigel, die in ihrer Praxis in Berlin eigens eine Mundgeruch-Sprechstunde anbietet. Zweithäufigste Ursache sind Probleme im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

Dies ist bei etwa jedem zwölften Patienten der Fall. Möglich sind eine eitrige Bronchitis, Lungen- oder Mandelentzündungen. Die Schleimhäute oder das Zahnfleisch können entzündet sein, ein Zahn kann vor sich hin faulen, schlecht gepflegte Prothesen können stinken oder Abszesse sich gebildet haben. Bei gut gepflegten Zähnen ist Mundgeruch unwahrscheinlich.

Fachleute empfehlen Zähneputzen zweimal täglich. Der Einsatz von Zahnseide ist ebenso empfehlenswert wie eine professionelle Zahnreinigung in der Praxis. Außerdem sollte einmal täglich etwa 10 bis 15 Sekunden lang auch die Zunge gereinigt werden, rät Prof. Christoph Benz, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer.

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Wie funktionieren Träume (Teil 2)

1. April 2013 · Kommentare deaktiviert

Warum träumen wir ?

Um es gleich vorwegzunehmen – die offensichtlichste Frage der Traumforschung ist bis heute nicht abschließend beantwortet. Es gibt eine Vielzahl von Theorien, warum der Mensch träumt. Sie haben aber einen gemeinsamen Kerngedanken: Träumen hilft uns, die Wirklichkeit zu bewältigen.

„Im Traum werden Probleme verarbeitet und neu Erlerntes wird geübt und verfestigt”, weiß Brigitte Boothe. So machten Teilnehmer einer Studie, die sich in einem Computerspiel durch ein virtuelles Labyrinth kämpfen mussten, einen großen Leistungssprung gegenüber den übrigen Probanden, wenn sie in Pausen schliefen und von dem Spiel träumten. Am sprichwörtlichen „Lernen im Schlaf” scheint also etwas dran zu sein. Da „Lernträume” allerdings meist im Tiefschlaf stattfinden, erinnert man sich am nächsten Morgen nicht unbedingt an sie.

Einige Forscher halten Träume außerdem für eine Form des kreativen Denkens, die neue Einsichten bringt. Tatsächlich gibt es prominente Beispiele genialer Ideen, die im Traum erschaffen wurden: Paul Mc-Cartney etwa soll die Melodie von „Yesterday” geträumt haben und von Albert Einstein wird berichtet, dass sich seine wichtigste Theorie auf einen Traum begründet habe, in dem er mit Lichtgeschwindigkeit reiste. Aber auch ganz „normale” Menschen profitieren einer Studie zufolge von ihren Träumen – so zogen Schlafende daraus zum Beispiel Anregungen zu Urlaubsreisen oder wurden auf Denkfehler in Diplomarbeiten aufmerksam.
Auch gehen Forscher davon aus, dass Träume eine therapeutische Funktion haben. So hilft Träumen beim Verarbeiten negativer Erlebnisse. Zum Beispiel machen Menschen, die ein traumatisches Erlebnis überstanden haben, dieses Ereignis im Traum oft immer wieder durch – bis sich die Trauminhalte allmählich verändern und der Schrecken überwunden ist. Im Traum geht das, weil während des Schlafs weniger Stresshormone ausgeschüttet werden. Durchlebt man die traumatischen Erfahrungen in diesem weniger aufgewühlten Zustand noch einmal, scheinen sie am nächsten Tag etwas von ihrer Wirkung verloren zu haben.

Wieso haben wir Albträume ?

Viele Forscher glauben, dass wir beim Träumen zudem auf die Krisen und Herausforderungen des Lebens vorbereitet werden – was wir im Traum geschafft haben, bewältigen wir auch in der Realität leichter. So können sich Angstträume, sogenannte Albträume, ganz konkret auf eine bevorstehende Aufgabe wie eine Prüfung oder auf ein ungelöstes Problem beziehen.

„Aber auch unbewusste Schuldgefühle oder Kindheitsängste können ein Auslöser sein”, sagt Psychoanalytikerin Boothe, „vor allem, wenn der Traum immer wieder auftaucht.” Die beste Strategie gegen wiederkehrende Albträume ist es, sich mit dem Traum zu konfrontieren. Ein erprobtes Verfahren ist die relativ leicht zu erlernende „Imagery Rehearsal Therapy” (IRT). Dabei schreiben die Betroffenen das „Drehbuch” ihrer Träume um, indem sie sich im Wachzustand ein neues, gutes Ende vorstellen. Wer beispielsweise Angst hat, verfolgt zu werden, kann sich vorstellen, den Verfolger anzusprechen oder ihn wegzujagen. Diesen positiven Traumausgang stellt man sich dann täglich vor – so oft, bis er sich nach und nach auch im Schlaf verfestigt.

Wie sieht die Zukunft der Forschung aus ?

Aus wissenschaftlicher Sicht sind Träume längst nicht mehr so geheimnisvoll wie einst. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich mittels Hirnstrommessungen schon „auslesen”, ob ein Schlafender gerade davon träumt, die linke oder die rechte Hand zu ballen. Auch an der Messung komplexerer Inhalte wie bildhaften Traumszenen wird bereits gearbeitet. Manche Forscher glauben sogar, dass man über kurz oder lang die Inhalte eines Traumes wird manipulieren können.
Doch auch wenn Träume immer zugänglicher werden: Ihren Zauber müssen sie für den Einzelnen nicht verlieren. Und ob man nun versucht, sich bewusst mi ihnen auseinanderzusetzen oder darauf verzichtet -es spricht vieles dafür, dass sie ihre positive Wirkung so oder so entfalten. Sogar unabhängig davon, ob man sich an sie erinnert

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Wie funktionieren Träume (Teil 1)

28. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Seit Langem versuchen Forscher herauszufinden, warum wir träumen und was dabei genau im Gehirn passiert. Doch noch immer sind nicht alle Rätsel gelöst. Ein Ausflug in unser nächtliches Kopfkino.

Was haben Sie letzte Nacht geträumt? Sie wissen nur noch, dass es sehr verworren war? Dann geht es Ihnen wie den meisten: Träume sind oft bizarr und seltsam. Dennoch oder gerade deswegen versuchen viele einen Sinn in ihnen zu finden.

Sahen frühe Kulturen in Träumen noch göttliche Ratschläge und Vorboten künftiger Ereignisse, vermutete der Psychoanalytiker Sigmund Freud um 1900, dass Träume unbewusste (erotische) Wünsche sind, die wir unterdrücken, wenn wir wach sind. Später geriet die Traumdeutung bei Forschern in Verruf – unter anderem, weil sie einseitig erschien und man wissenschaftliche Begründungen vermisste. Träume galten dann lange Zeit als Zufallsprodukt nächtlicher Himaktivitäten, als sinnloses „Neuronengeflimmer”.

2001 jedoch lieferte eine Studie des US-Neurowissenschaftlers Matthew Wilson einen klaren Hinweis darauf, dass die Wahrheit über Träume so einfach nicht sein kann: Mit Elektroden verkabelte Ratten, die sich im Wachzustand in einem Labyrinth orientieren mussten, zeigten im Schlaf dieselben Hirnaktivitäten wie im Labyrinth – sie liefen im Traum wieder durch ihren „Irrgarten”. Diese Beobachtung – wir träumen vornehmlich von dem, was uns tagsüber beschäftigt hat – ließ sich auch für den Menschen bestätigen.

Was passiert beim Träumen?

Wenn wir träumen, ist unser Gehirn hoch aktiv, ähnlich wie im Wachzustand. Das lässt sich an den Hirnstromkurven erkennen. Früher nahm man an, dass Träume nur in den sogenannten REM-Phasen (REM = rapid eye movement, deutsch: schnelle Augenbewegung) auftreten, die sich mit den Tiefschlafphasen abwechseln. Tatsächlich kommen sie in jeder Schlafphase vor. Nur: Wer aus einer REM-Phase geweckt wird, erinnert sich eher an seinen Traum, als jemand, der aus dem Tiefschlaf aufwacht. Zudem sind die Träume in den REM-Phasen am lebhaftesten.

Auch wenn der Stoff, aus dem die Träume sind, überwiegend aus unserem Alltag stammt – wie sie aufbereitet sind, ist alles andere als alltäglich. „Die Tageserinnerungen werden im Traum kreativ verarbeitet”, erklärt Psychoanalytikerin und Traumforscherin Professor Brigitte Boothe von der Universität Zürich. So kreativ, dass es in Träumen oft recht bizarr zugeht. Das liegt daran, dass das Logikzentrum des Gehirns beim Schlafen abgestellt ist. In dem Teil, der die Gefühle verarbeitet, ist dafür umso mehr los: Angst, Aggression, Freude, Lust -alles, was uns im Wachzustand emotional beschäftigt, wird im Traum um ein Vielfaches verstärkt.

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Stottern erkennen

24. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Kinder beginnen meist in einer entwicklungsintensiven Zeit zwischen zwei und fünf Jahren zu stottern. In diesem Alter muss man es von normalen Sprachunebenheiten wie „Ich will – ich will den Ball” unterscheiden. Stottern dagegen könnte sich äußern als: „l-i-ich will den Ball.” Typisch sind auch Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Blockaden („B——Block”), Wiederholungen von Wortteilen („wa-wa-wa-was ist das?”) oder Dehnungen („wwwwarm”). Wenn sich das Kind deutlich anstrengt, um Wörter herauszubekommen, sein Atem stockt, es Wörter oder Laute vermeidet oder sogar Angst vor dem Sprechen zeigt, sind das weitere typische Anzeichen.

Eltern sollten mit ihrem Kind darüber reden und es trösten, wenn es darunter leidet. Grundsätzlich gilt: Blickkontakt halten, Geduld zeigen, nicht ins Wort fallen oder Sätze ergänzen. Es gibt bereits Therapien für Kinder ab zwei Jahren, aber nicht alle Kinder müssen behandelt werden. Manchmal reicht eine logopädische Beratung der Eltern aus: So erhalten sie Informationen, wie sie ihrem Kind flüssiges Sprechen erleichtern können und wie sie Veränderungen erkennen können, die eine Therapie tatsächlich erforderlich machen. Denn die meisten Kinder verlieren das Stottern wieder bis zur Pubertät. Wer behält es ?

„Nur etwa eines von fünf Kindern, die gestottert haben, behält es sein Leben lang”, weiß Prof. Dr. Martin Sommer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Stotterer Selbsthilfe (BVSS), selbst Betroffener und im Hauptberuf Neurologe. Leider kann die Medizin noch nicht feststellen, wer das Sprechproblem wieder verliert oder wer zu dem einen Prozent Erwachsenen gehört, die ein Leben lang stottern.

Die Ursache des Stotterns ist noch nicht vollständig geklärt. Es ist zum Teil genetisch bedingt und geht auf einen Fehler im Sprechzentrum des Gehirns zurück. Das hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun. Stotterer sind auch nicht besonders nervös, ängstlich oder gehemmt.

Allerdings kann Stottern im Lauf der Entwicklung zu einem psychischen Problem werden. Etwa wenn das Kind versucht, Stottern zu vermeiden und die Anstrengung beim Sprechen wächst.

Erfolgreiche Therapien

Es liegt in der Natur der lebenslangen Sprechbehinderung, dass selbst derjenige als Erwachsener noch den Durchbruch schaffen kann, der schon mehrere Ansätze ausprobiert hat. Eine Befragung durch Wissenschaftler der Universitäten Kassel, Bochum und Göttingen ergab, dass Stotterer die Intensivtherapie “Stottermodifikation” als genauso wirksam empfinden wie die Kasseler Stottertherapie. Dass die Kasseler in 81 Prozent der Fälle die letzte Therapie war, belegt deren Effizienz.

Weil Betroffene ein Leben lang an ihrem Sprechen arbeiten müssen, ist es gut, wenn sie damit nicht allein bleiben.

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Alle müssen über Demenz sprechen (Teil 3)

20. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Wo sind Demenzkranke besser aufgehoben: zu Hause oder im Pflegeheim ?

Ich glaube, diese Frage muss sich jeder selber stellen. Wo würden Sie gerne später aufgehoben sein? Ich habe die sehr romantische Vorstellung, dass ich später mit ein paar Parteien in so einem wunderschönen Bauernhof lebe und wir vielleicht eine Art Demenz-WG aufmachen und wir dort gepflegt werden. Ich halte es für schön, wenn es Familien gibt, die es möglich machen, zu Hause zu pflegen. Aber auch da darf man nicht an seine psychischen und körperlichen Grenzen gehen. Es gibt genügend Hilfe, die man sich in den Pflegealltag holen kann. Aber ich habe auch wunderschöne Pflegeeinrichtungen gesehen. Deshalb halte ich das auch für eine richtig gute Alternative.

Wenn es mehr Wissen über Demenz und mehr Verständnis geben muss, müsste es dann nicht in erster Linie mehr Aufklärung geben ?

Da, Demenz muss in der Gesellschaft ankommen. Es ist ja kein Tabuthema mehr, denn es wird viel darüber geredet. Bloß wird es meistens nur von der Schreckensseite beleuchtet. Natürlich müssen Weichen gestellt werden von der Politik, es muss aber auch bei jedem Einzelnen angefangen werden. Wir selber, wir Gesunden müssen uns jetzt informieren. Es muss im Kindergarten, es muss in der Schule einen Platz haben. Es muss in der Gesellschaft auf Veranstaltungen sichtbar gemacht werden. Da, überall.

Kann es sein, dass Outings wie das von Rudi Assauer, der ja selbst betroffen ist, helfen, das Thema in den gesellschaftlichen Fokus zu stellen ?

Zu Rudi Assauer wurde ich natürlich auch schon gefragt, ob das gut oder schlecht ist und was ich davon halte. Generell funktionieren wir Menschen so: Wir brauchen Vorbilder. Und ich finde es gut, dass Rudi Assauer mit seinem Schicksal nach draußen gegangen ist, sich sichtbar gemacht hat und gesagt hat: ,Es ist eine Krankheit. Ich habe sie. Es ist nicht schön. Aber ich nehme mir nicht das Leben, ich möchte weiterleben.’ Ich glaube, dass das ein gutes Vorbild für Menschen ist, um sich auch sichtbar zu machen. Ich halte das für ganz, ganz wichtig, dass die Menschen nach draußen kommen und sagen: ,Hallo, hier bin ich mit meiner Familie und wir haben ein Problem. Woher kriegen wir die Hilfe?’ Denn keiner hat uns gelehrt, wie man damit umgehen soll. Deshalb:
Es gibt genügend Organisationen da draußen, die uns helfen können, genuc Wissen da draußen. Insofern: Lassen S es uns sichtbar machen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätter auf das Thema Demenz bezogen, welcher wäre das ?

Tja, wenn eine gute Fee vorbeikommt würde, was würde ich mir wünschen? Wahrscheinlich, dass die Menschen n ein bisschen ihr Herz aufmachen und weg von dem Ego rücken hin zu dem was wirklich wichtig ist, und lernen, nr wieder mit dem Herzen zu gucken. D klingt so romantisch, aber ich glaube, ist das einzig Wichtige im Leben: zu ? Gefühlen hinzugucken und zu sehen, macht mich reich innen – nicht was macht mich reich außen. Es ist nicht Bankkonto und es sind nicht das Aut und die Visitenkarte. Ich wünsche mii Wachrütteln der Gesellschaft und da: man sieht, worauf es wirklich ankomi im Leben.

Ein Interview mit Sophie Rosentreter. Geboren 1975 in Hamburg … mit 16 Schulabbruch und Start ihrer Model-Karriere … mit 23 Abitur nachgeholt … mit 24 Moderatorin bei M … mit 26 Intermezzo als Film Schauspielerin … mit 29 Wechsel hinter die Kamera: Fernsehproduktionen unter anderem für stern TV, SAT.I-Frühstücksfernsehen, Brisant, Leute heute … mit 35, ausgelöst durch die Krankheit und den Tod ihrer Oma Ilse, Firmengründung von „Ilses weite Welt GmbH” Produziert heute erfolgreich Filme und andere Hilfsmittel für Angehörige und Betreuer von demenzkranken Menschen.

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Alle müssen über Demenz Sprechen (Teil 2)

16. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Alte Menschen und speziell die mit Demenz in den Mittelpunkt zu rücken, wie kann das funktionieren, in einer Gesellschaft, in der sich alles immer schneller und nur um sich selbst dreht?

Zum Glück ist nichts so stetig wie der Wandel. Alles wird sich verändern. Und ich glaube auch, dass gerade in unserer Gesellschaft wirklich so eine Sehnsucht nach innerer Befriedigung da ist und laut wird. Immer mehr Menschen sagen, sie möchten gerne helfen, sie möchten gerne ehrenamtlich etwas tun, weil sie sich innerlich irgendwie leer fühlen. Es gibt eine Reihe Studien, die belegen, dass es sogar unser Leben verlängert, wenn wir helfen. Am Todesbett meiner Großmutter wurde mir eines ganz bewusst: Es kommt nicht darauf an, was man im Leben erreicht, sondern wen man erreicht. Das ist das einzig Wichtige. Das ist das, was Liebe und Erfüllung gibt, und es ist das, was bleibt. Für mich sind die schönsten Momente, mit demenziell Veränderten zusammenzuarbeiten oder – was ich jetzt durch die Arbeit mit Demenzkranken auch gelernt habe – auf der Straße offener, bewusster durchs Leben zu gehen und stehen zu bleiben. Wenn ich eine ältere Dame an der Ampel sehe, die leicht verwirrt scheint, dann bleibe ich stehen und suche höflich das Gespräch. Meistens sind das die schönsten zehn Minuten meines Tages, weil sie mir auf einmal einen Schwank aus ihrem Leben erzählt, wir ein Lächeln austauschen, was ganz, ganz tief und ehrlich ist. Und dann gehe ich glücklich nach Hause und weiß, ich habe etwas Gutes getan und die Frau hat mir sogar auch noch was Gutes getan (lacht). Das sind die magischen Momente, auf die es eigentlich ankommt. Da, glaube ich, lernen wir gerade wieder dazu.

Bei allem Verständnis, das man für Demenzkranke entwickeln kann: Sind sie nicht manchmal schwer zu ertragen ?

Natürlich. Wenn Alzheimer auf einmal Gast in der Familie ist, dann ist es für alle – für den Betroffenen als auch für die Angehörigen drumherum – wahnsinnig schwer. Ein geliebter Mensch verändert sich auf einmal, er tut Dinge, die man vorher niemals für möglich gehalten hat. Trotzdem gibt es immer zwei Seiten der Medaille -und es ist ganz wichtig, dass man die andere eben auch mal sieht: Es gibt schöne Momente, es gibt lustige Momente. Die Menschen trauen sich Dinge, die sie vorher nicht gemacht haben, weil sie zu stolz dafür waren zu singen oder zu stolz dafür waren zu tanzen. Dass auf einmal diese Barrieren aufbrechen und versteckte Talente hervorkommen, die sie seit Jahrzehnten nicht ausgelebt haben, und ein unglaublicher Humor, der für uns gesunde Menschen auch ganz schön bereichernd sein kann.

Gibt es denn ein Patentrezept für den Umgang mit Demenzkranken ?

Nein – und das ist auch gut so. Denn jeder Mensch ist unterschiedlich und somit auch unterschiedlich zu erreichen. Das macht uns Menschen aus. In der Pflege oder auch in der Beschäftigung muss man sich einfach zugestehen: Man darf Fehler machen. Wir sind nur Menschen. Aber wichtig ist – wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus -, dem Ganzen mit Freude gegenüberzutreten, sich zu informieren. Wissen ist ganz, ganz wichtig. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Menschen nicht mehr im Hier und Detzt leben. Sie leben in ihrer Vergangenheit. Sie leben im Alter zwischen 15 und 25. Und nur dort können wir sie erreichen. Es sind Grundregeln, die wir uns aneignen können – wir Gesunde -, damit wir es leichter haben, diese Menschen zu erreichen. Ich halte es für ganz wichtig im Pflegealltag, noch so viel Freude wie nur möglich zu haben.

Ein Interview mit Sophie Rosentreter. Geboren 1975 in Hamburg … mit 16 Schulabbruch und Start ihrer Model-Karriere … mit 23 Abitur nachgeholt … mit 24 Moderatorin bei M … mit 26 Intermezzo als Film Schauspielerin … mit 29 Wechsel hinter die Kamera: Fernsehproduktionen unter anderem für stern TV, SAT.I-Frühstücksfernsehen, Brisant, Leute heute … mit 35, ausgelöst durch die Krankheit und den Tod ihrer Oma Ilse, Firmengründung von „Ilses weite Welt GmbH” Produziert heute erfolgreich Filme und andere Hilfsmittel für Angehörige und Betreuer von demenzkranken Menschen.

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Alle müssen über Demenz sprechen (Teil 1)

12. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Frau Rosentreter, Ihre intensive Beschäftigung mit Demenz, macht Ihnen die eher Angst oder gibt sie Ihnen Zuversicht, wenn Sie an eine mögliche eigene Erkrankung denken?

Also erst mal: Keine Krankheit ist schön. Und auch Demenz ist keine schöne Krankheit. Aber in dieser Krankheit gibt es Möglichkeiten, noch schöne Momente zu erleben. De mehr ich mich mit diesen Themen auseinandersetze, das heißt mit Demenz, mit Krankheit, mit Tod, umso mehr verlieren sie eigentlich auch ihren Schrecken. Und deshalb halte ich das für gut und wichtig, darüber zu sprechen -alle, die gesamte Gesellschaft von Dung bis Alt muss darüber sprechen. Und wenn ich mal dement werden sollte, dann hoffe ich, dass ich von Menschen betreut werde, die genau wissen, wie es geht. Und dafür setze ich mich heute schon ein, dass die Angehörigen wissen, wie es geht, dass selbst der Hausmeister weiß, wie man im Altenheim mit demenziell Veränderten umzugehen hat. Ich wünsche mir, dass ich später, wenn ich verwirrt beim Bäcker stehe und der Meinung bin, das Croissant, das da liegt, das gehört mir,
dass der Bäcker dann weiß, wie er mit mir umzugehen hat und nicht die Polizei ruft.

Haben Sie konkret für sich schon Vorkehrungen getroffen ?

Tatsächlich fange ich langsam an, Vorkehrungen zu treffen. Ich spreche mit meiner Familie darüber, mit meinem Freund, mit meinen Freunden, wie ich später leben möchte, wie ich später sterben möchte. Ich fange an aufzuschreiben, was mir heute wichtig ist, was mir in der Kindheit wichtig war, was mir in den Dahren zwischen 15 und 25 wichtig war. Denn das ist die Zeit, an die ich mich später in der Krankheit erinnern werde. Das heißt, über welche Musik kann man mich erreichen? Das wird eher Rock ‘n’ Roll sein (lacht). Über welche Gedichte, über welche Märchen. Was mochte ich gerne an Köstlichkeiten? Damit die Menschen später wissen, wie sie mich erreichen können.

Wann sollte man idealerweise anfangen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen ?

So früh wie möglich. Ich finde es ganz wichtig, dass das eigentlich auch schon im Kindergarten stattfindet. Und das gibt es schon, das ist das Schöne, dass Kindergärten und Schulen mit Altenheimen Patenschaften eingehen und dass die Kinder so spielerisch lernen, wie man mit Krankheit und mit demenziell Veränderten umgeht. Ich glaube, wir Gesunden denken immer: Oh, wir müssen unsere Kinder schützen. Nein, müssen wir nicht! Es gibt die Großfamilie ja nicht mehr, deshalb müssen die Kinder dahin rücken und sehen, wie das ist, mit Alten umzugehen. Und das ist wertvoll, nicht nur für demenziell Veränderte, sondern auch für Kinder ist es ganz wertvoll, Großeltern zu haben oder ältere Menschen, die einem etwas beibringen, die einem zuhören, die einem Wertschätzung wieder entgegenbringen.

Ein Interview mit Sophie Rosentreter. Geboren 1975 in Hamburg … mit 16 Schulabbruch und Start ihrer Model-Karriere … mit 23 Abitur nachgeholt … mit 24 Moderatorin bei M … mit 26 Intermezzo als Film Schauspielerin … mit 29 Wechsel hinter die Kamera: Fernsehproduktionen unter anderem für stern TV, SAT.I-Frühstücksfernsehen, Brisant, Leute heute … mit 35, ausgelöst durch die Krankheit und den Tod ihrer Oma Ilse, Firmengründung von „Ilses weite Welt GmbH” Produziert heute erfolgreich Filme und andere Hilfsmittel für Angehörige und Betreuer von demenzkranken Menschen.

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Vorhofflimmern

8. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Rund eine Million Menschen hierzulande sind davon betroffen. Manche bemerken nur, dass ihr Herz unregelmäßig und oft zu schnell schlägt. Andere haben Schlafstörungen, Atemnot oder ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Und einige Betroffene bekommen nichts davon mit.

Vorhofflimmern ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, doch es besteht ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln und damit für einen Schlaganfall. Risikofaktoren sind zum Beispiel hohes Alter, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Übergewicht.

Daher ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zum Hausarzt zu gehen, denn so können Risiken frühzeitig aufgedeckt und neben anderen chronischen Krankheiten auch Herzrhythmusstörungen erkannt werden.

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Streiten ohne Ende

3. März 2013 · Kommentare deaktiviert

Friede, Freude, Eierkuchen oder streiten auf Teufel komm raus? Wie oft und wie heftig in einer Beziehung die Fetzen fliegen, verändert sich über die Jahre hinweg kaum. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ohio State University, für die 1.000 Paare über einen Zeitraum von 20 Dahren mehrmals befragt wurden.

16 Prozent der Paare stritten sich selten, 60 Prozent in Maßen, 22 Prozent häufig. Lediglich bei Paaren, die sich besonders oft zofften, nahmen die AuseinanderSetzungen mit zunehmendem Alter leicht ab. Wenig Streit bedeutete jedoch nicht, dass die Partner auch glücklich waren. „Wer Furcht vor einem Konflikt hat, bringt sich oft wenig in eine Beziehung ein”, erklärt Studienleiterin. Streithähne sind engagierter und deshalb im Schnitt glücklicher als konfliktscheue Paare. Also, raus mit der Sprache.

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