Der Screening Test der derzeit gängig ist um Darmkrebs früh zu erkennen liefert nach neuesten Studien nur ungenaue Ergebnisse. An der National Taiwan University haben Wissenschaftler nun erstmals auch nach einem negativen Test vorhersagen können, ob eine Person an Darmkrebs erkrankt oder nicht. Nun will das Team mit dem Test der Blut im Stuhl sucht, feststellen welches Risiko für den Patienten besteht.

In England wurde 2006 ein Screening-Programm für Darmkrebs entwickelt, um bei Menschen über 60 Tumore frühzeitig erkennen zu können. Der Test wird mit der Post zugestellt, gemacht und an das Labor zurückgeschickt. Nach wenigen Wochen gibt es ein Ergebnis. Von 100 getesteten Personen müssen in der Regel 2 zu weiterführenden Tests. Bei allen auffälligen Befunden wird der Test aller zwei Jahre wiederholt.

Die neuen Studienergebnisse zeigen jedoch, dass auch die normalen Ergebnisse noch genauer untersucht werden müssen. In den Ergebnissen der japanischen Forscher zeigte sich dass auch in normalen Ergebnissen frühe Warnzeichen enthalten sein können.

In jedem Testergebnis findet sich ein Wert, über Blut im Stuhl, dieser Grenzwert liegt derzeit bei 100ng pro Milliliter. Erst wenn der Wert höher ist, sei das ein Alarmzeichen. Die Forscher haben nun aber auch unter den Grenzwerten Warnzeichen erkannt. Dies gelte gerade für Ergebnisse die nur knapp unter dem Grenzwert liegen.

Daher sehen es die Wissenschaftler für sinnvoll an, dass man auch bei normalen Ergebnissen das Risiko in gering, mittel und hoch einstuft. So könnten die betroffenen Personen ein individuelleres Screening bekommen.