Seit 2004 sinken die Todesfälle infolge Malaria. Vor wenigen Jahren starb noch aller 30 Sekunden ein Kind an Malaria. 2009 waren es nur noch aller 45 Sekunden. Heute liegt der Wert ca. bei 60 Sekunden laut Richard Cibulskis, dem Hauptautor des World Malaria Report.

Der Rückgang kann teilweise auf die Senkung der weltweiten Kindersterblichkeit zurückgeführt werden. Auch die Datenerhebung ist schwierig, da die Schätzung der Todesfälle sehr schwer ist. Das kommt daher, weil es in vielen afrikanischen Ländern keine genauen Überwachungssysteme gibt. Dadurch erfolgt keine Dokumentation der Todesursache, wenn jemand stirbt. So muss man sich auf Erhebungen verlassen. Trotz allem gibt es einen Rückgang bei der Sterblichkeit an Malaria. Man hat allein 2010 145 Mio. Moskitonetze die mit Insektiziden behandelt sind in Ländern südlich der Sahara verteilt. Auch das Behandeln von Wänden mit Insektiziden ist wirksam.

Nach einer Infektion ist eine schnelle Behandlung das Wichtigste. Heute geschieht dies mit schnellen Testverfahren. Eine grundlegende Veränderung der Krankheit gibt es auch durch die Kombinationstherapien. Problematisch ist jedoch, dass immer mehr Resistenzen gemeldet werden. 2009 wurden erste Fälle von Resistenzen zwischen Thailand und Kambodscha gemeldet. Nun gibt es auch in Vietnam und Burma Fälle. Durch die Kombination kann eine Resistenz jedoch deutlich vermieden werden. Trotzdem gibt es in mehreren afrikanischen Ländern noch Einzelpräparate zu kaufen. Auch die Finanzierung ist ein Problem im Kauf gegen Malaria. 2011 wird ein Höchststand von 2 Mrd. Dollar erwartet, dieser soll jedoch wieder auf 1,5 Mrd. Dollar zurückgehen.

Trotz guter Nachrichten bleibt Malaria eine tödliche Krankheit besonders für Kinder unter 5 Jahren. In Afrika sterben noch immer 9 von 10 Menschen die sich mit Malaria anstecken.