Wer als Frau bestimmte Medikamente gegen Magengeschwüre einnimmt, hat später ein erhöhtes Risiko für eine Hüftfraktur. Laut einer Studie sind jedoch Raucherinnen am meisten betroffen. Die Ergebnisse die im British Medical Journal veröffentlicht wurden, weisen einen Zusammenhang zwischen speziellen Medikamenten und Knochenbrüchen bei Rauchern auf.

Protonenpumpeninhibitoren sind Medikamente die gegen Sodbrennen, Magengeschwüre und Reflux eingenommen werden. Das Risiko von Knochenbrüchen ist zwar nur leicht erhöht, sollte jedoch ein Grund mehr sein nicht mehr zu rauchen. Man hat für die Studie die Daten von 80.000 Krankenschwestern zwischen 30 und 55 Jahren zur Grundlage genommen.

Man hat sie auch ins höhere Alter begleitet, weil man herausfinden wollte, wie viele Frauen eine Hüftfraktur nach der Menopause erleiden. Raucherinnen die solche Medikamente einnahmen hatten ein bis zu 50 Prozent höheres Risiko eine Hüftfraktur zu erleiden. Schon seit einigen Jahren vermutete man einen Zusammenhang zwischen Protonenpumpeninhibitoren und Hüftfrakturen.

Insgesamt bleibt das Risiko jedoch gering. Bei je 10.000 Frauen erwartet man pro Jahr 5 zusätzliche Frakturen. Die Informationen bestätigen damit auch die Empfehlung, dass solche Medikamente nur ein bis zwei Monate eingenommen werden sollten. Bei einer erneuten Einnahme sollte auf eine möglichst geringe Dosierung geachtet werden.