Weizenkeime

26. Januar 2011 · Keine Kommentare

Die Weizenkeime, diese kleinen, gelben Flöcklein, werden noch zu wenig beachtet und verwendet. Wenn alle Hausfrauen und Mütter wüssten, welch wunderbaren Nähr- und Heilwert die unscheinbaren Flöcklein besitzen, dann würden sie täglich Weizenkeime auf den Tisch ihrer Lieben bringen und fürs Müesli regelmäßig Weizenkeime verwenden. Auch die Mädchen und jungen Frauen würden Weizenkeime essen, wenn sie erfahren, welche Wunderkräfte in ihnen enthalten sind.

Die Weizenkeime besitzen ein hochwertiges Eiweiß und viel Fett. Wichtiger sind jedoch die feinen Phosphate, die darin enthalten sind, was für die Nerven eine Rolle spielt, denn gewisse Phosphatverbindungen sind für unsere Nervenzellen lebensnotwendig. Noch wichtiger als das soeben Erwähnte ist jedoch der hohe Gehalt an Vitamin E. Was nun dieses Vitamin für unseren Körper zu bedeuten hat, das wollen wir kurz betrachten.

Vitamin E wird nicht umsonst das Fortpflanzungsvitamin genannt, spielt es doch in der Funktion und Entwicklung unserer Fortpflanzungsorgane eine wesentliche Rolle. Da jedoch weder die Eierstöcke bei der Frau noch die Keimzellen beim Manne lediglich Fortpflanzungsorgane sind, sondern auch für den Gesamtstoffwechsel, d. h. für die Funktion aller Drüsen mit innerer Sekretion eine große Rolle spielen, hat auch Vitamin E noch eine weitere Bedeutung für den gesamten Stoffwechsel.

unfruchtbarkeit der Frauen, bei denen eine anatomische Ursache nicht nachweisbar ist, kann vielfach durch den Genuss von Nahrungsmitteln, die Vitamin E enthalten, behoben werden. Da Weizenkeime unter allen Nahrungsmitteln am meisten Vitamin E aufweisen, eignen sie sich für eine solche Therapie. In 100 g Weizenkeimen sind etwa 30 mg reines Vitamin E enthalten.

Bei einer Neigung zu Frühgeburten sind Weizenkeime eines der allerbesten Heilmittel, und man könnte manchen Schmerz über den Verlust eines zu früh geborenen Kindes verhindern, wenn werdende Mütter genügend Weizenkeime essen würden.

Gegen die Bangsche Krankheit gibt es kein besseres spezifisch wirkendes Mittel unter den Vitaminpräparaten als Weizenkeime und das daraus gewonnene Weizenkeimöl. Bauern haben schon beobachtet, dass das Verfüttern von Kleie (Chrüsch) das seuchenhafte Verkalben weniger stark auftreten lässt. In guter Futterkleie sind die Keimlinge noch enthalten. Versuche mit dem Füttern von Futterkeimlingen bei Bangscher Krankheit haben ergeben, dass man mit der Zeit dem Bazillus Herr werden kann, denn bei einer genügenden Zufuhr von Vitamin E wird der Körper mit der Zeit befähigt, den Bazillus zu vernichten.

Frauen und Mädchen, die dick werden, weil die Eierstöcke nicht recht arbeiten, sollten viel Weizenkeime essen und dazu noch Kräutersitzbäder nehmen. Wenn die Fettleibigkeit nur von den Eierstöcken herrührt, wird die erwünschte schlanke, wenigstens doch die vollschlanke Linie bald wieder erreicht sein. Wird dazu noch Kelpasan, ein Meerpflanzenpräparat, genommen, ist ein Erfolg noch rascher zu erreichen.

Manch drohende Verschüttung könnte wieder in Ordnung gebracht werden, wenn genügend Vitamin E, also Weizenkeime eingenommen würden.

Außer den Weizenkeimen sind Kopfsalat, Brunnenkresse und Sojabohnen reich an Vitamin E, so dass bei den erwähnten Leiden auch diese Naturprodukte gegessen werden sollten.

Bei mangelhafter Spannkraft, nach Überarbeitung, ja sogar bei neurasthenischen Zuständen, als Folge von Masturbation und ähnlichen Verirrungen, wirken die Nahrungsmittel, die Vitamin E enthalten, bei längerer Einnahme besser als teure Medikamente. Impotente sollen, bevor sie die Hoffnung aufgeben, eine längere Kur mit Weizenkeimlingen oder Weizenkeim öl durchführen und gleichzeitig Kuhnebäder machen. Sicherlich wird dadurch eine Abhilfe, eventuell sogar eine Heilung erzielt werden können. Die wissenschaftlichen Versuche mit Vitamin E, dem Tokopherol, haben befriedigende Resultate erbracht. Interessant ist, dass keine Schädigungen bei Überdosierung festgestellt worden sind.

Um der genannten Vorzüge wegen sollten alle Frauen und Mütter regelmäßig Weizenkeime auf den Tisch bringen, denn sie sind bei den Kindern für die normale Entwicklung der wichtigsten Drüsen von großem Vorteil. Geschmacklich sind sie ausgezeichnet, und zwar nicht nur auf Müesli gestreut, auch auf dem Honigbrot schmecken sie besser als ein Stückli vom Konditor.

Die Weizenkeime als konzentriertes Nahrungsmittel sind in erster Linie für den zivilisierten Menschen notwendig, da er viel unterwertige, denaturierte Nahrung einnimmt und deshalb immer mehr an Mangelerscheinungen leidet. Naturmenschen und neuzeitlich Lebende, die nur von Vollnahrung leben, haben die regelmäßige Einnahme von einer konzentrierten Nahrung, wie Weizenkeime, meist nicht mehr nötig. Wer immer das ganze Korn, also Vollkornnahrung verwendet, hat die wichtigsten Stoffe, die in den Weizenkeimen angereichert sind, im richtigen Verhältnis.

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Weizen und andere Getreidearten

26. Januar 2011 · Keine Kommentare

Mag man auch noch soviel auf das gesundheitliche Unheil hinweisen, das Weißmehlprodukte und andere, verfeinerte Nahrungsmittel anzurichten vermögen, immer noch achtet man viel zu wenig auf diese Tatsache. Fehlen Kleie und Keimling, dann hat man der Nahrung wertvolle Bestandteile geraubt. Vitamine, Nährsalze, feine Fette und anderes mehr gehen verloren, und man muss sich nicht wundern, dass unsere Ernährung mit der Zeit immer wertloser wird, trotz anderweitiger, vielseitiger Üppigkeit. Die gesundheitliche Widerstandsfähigkeit eines Volkes wird, wie wenig einleuchtend dies auch für viele sein mag, gerade durch den Genuss von Weißmehl, von weißem Zucker und anderen raffinierten Produkten stark reduziert. Wenn schon neuzeitliche Forscher darauf hinweisen, wie wichtig die Mineralbestandteile und Vitamine zur Gesunderhaltung unseres Organismus sind, gleichwohl berücksichtigen wir die Ergebnisse solcher Forschungsarbeiten viel zu wenig. Unsere Großväter könnten uns erzählen, wie man früher viel natürlicher gelebt hat, und dass die Einfachheit des damaligen Speisezettels keineswegs einen Mangel aufwies und dies nur, weil eben den einzelnen Nahrungsmitteln nicht die wichtigsten Bestandteile fehlten. Auf dem Lande hat man das Brot noch selbst gebacken, und das gute Bauernbrot bildete eine kräftige Grundlage in der Ernährung. Die Unsitte raffinierter Ernährung, vor allem auch die Büchsennahrung, die eine gesundheitsschädigende Errungenschaft unserer zivilisierten Zeit ist, sollten wir ganz einfach wieder beheben. Der einzelne kann sich heute schon behelfen, indem er sich ganzen Weizen beschafft. Da der ganze Weizen ein wunderbares Rezept in bezug auf die richtige Zusammenstellung und Verteilung der darin enthaltenen Werte darstellt, sollte man unbedingt die ganzen Körner verwenden. Ein Gericht aus ganzem Weizen ist schmackhaft und kräftig. Nachdem man den Weizen eingeweicht hat, dämpft man ihn in Butter oder Öl mit Zwiebeln und schmackhaften Küchenkräutern. Wer die Zugabe von Zwiebeln nicht liebt, kann sie weglassen. Man kann dieses Gericht im Ofen gratinieren, kann einer Suppe einige ganze Weizenkörner beifügen und sie so geschmacklich und gehaltlich verbessern. Weizen, zubereitet wie Risotto, gibt ein herrliches “Weizotto”. Warum soll man ihn nicht auf alle möglichen Arten verwerten können? Wem es zusagt, der kann ihn sogar süßen und Mandeln, Rosinen und Weinbeeren beifügen.

Gleicherweise können natürlich auch ganze Körner von Roggen und Gerste verwendet werden, nur wird letztere etwas weniger schmackhaft sein. Man kann den mit Küchenkräutern feingewürzten Körnerbrei auch durch die Hackmaschine drehen und daraus schmackhafte Bratlinge backen. Es gibt vielerlei Verarbeitungsmethoden, und manche findige Hausfrau wird damit den Tisch angenehm bereichern können. Für die heranwachsende Jugend, für heißhungrige Kinder und vor allem auch für Schwerarbeiter bildet ein Gericht aus ganzen Weizenkörnern eine Kraftnahrung. Fehlen zudem nicht gute Gemüse und frische Salate, dann hat man eine vorzügliche Zusammenstellung, die als gute, gesunde Grundlage in der Ernährungsfrage gelten kann. Da in der Zusammenstellung der Menüs manchmal eigenartige Unsitten herrschen, möchte noch besonders erwähnt werden, dass zu einem süßen Körnerbrei nie Salate oder Gemüse gegessen werden sollten, sondern eher ein Früchtekompott oder ein rohgeriebenes Apfelmüesli mit Rahm. Vorteilhaft ist es, wenn man unter gekochtes Früchtekompott einige rohe Früchte raffelt. Als Beigabe zum süßen Körnergericht kann auch ein Hagebuttentee ansprechend sein.

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Unser Brot

2. Januar 2011 · Keine Kommentare

Von jeher hat das Brot in der Ernährung der Menschen eine nicht geringe Rolle gespielt. Auch heute noch steht es täglich auf unserem Tisch, und es ist zum Grundbegriff geworden, oder was verstehen wir denn unter jener wichtigen Bitte: “Gib uns heute unser tägliches Brot” anders, als täglich mit dem für unseren Körper Notwendigen gespeist zu werden. Wie schwer war es in Kriegszeiten, sein Brot nur in rationierten Mengen zugeteilt zu erhalten. Das Brot gehört zur Grundlage unserer Ernährung, wenn wir auch noch vielerlei andere wichtige und notwendige Nahrungsmittel besitzen. Kein Wunder, dass es da darauf ankommt, ein wirklich gutes, wertvolles Brot zu erhalten.

Vollwertige Brote

Ich habe mich immer gefreut, wenn ich auf meinen Reisen feststellen konnte, dass da und dort noch das wertvolle Brot aus dem ganzen Getreidekorn hergestellt wird. So beobachtete ich, wie die Indianerfrauen aus dem Getreide ihr Brot zubereiten, indem sie noch ihre Steinmühlen betätigen. Auch bei den Arabern. Berbern und anderen afrikanischen Völkern herrscht noch die Sitte, das Brot aus dem ganzen Korn herzustellen. Die einen verwenden mehr Weizen, die anderen mehr Roggen und wieder andere mehr Gerste. Ein jedes dieser Vollkornbrote schmeckt gut und gibt dem Körper das, was das Getreide in seiner Vielgestaltigkeit an Werten zu bieten vermag. Das Getreide enthält einen Großteil all dessen, was für den Aufbau und die Gesunderhaltung unseres Körpers notwendig ist: Nährsalze, also Mineralbestandteile, Fermente, Vitamine und wie diese Faktoren heißen mögen.

Auch bei den griechischen Bergbauern bildet ein gutes Vollkornbrot die Grundlage der Ernährung. Überall, wo ein gutes Brot gefunden wird, ist auch der Gesundheitszustand und die Widerstandsfähigkeit des Volkes verhältnismäßig gut. Wo man aber Weißbrot und Weggli isst, da habe ich immer auch schlechte gesundheitliche Voraussetzungen gefunden. Bestimmt ist das Brot nicht allein daran schuld, gehört aber zu den Mitursachen.

Bestimmt hat auch Ruth, die auf Boas Feldern Nachlese hielt, aus dem kostbaren Korn, das ihren Lebensunterhalt decken musste, kein Weißmehl hergestellt. Das Buch der Bücher berichtet, wie das ganze auf einer Steinmühle gemalene Korn mit Honig zu einem Kuchen gebacken wurde.

Richtiges Backverfahren

Auch von den alten Römern wissen wir, dass sie ihren Legionären täglich ein gewisses Quantum an Getreide zuteilten, denn Getreide ist bei guter Lagerung unbegrenzt haltbar, ohne irgendwelchen Wert einzubüßen, während dies beim Mehl nicht mehr der Fall ist. Sobald die äußere Zellulosehülle verletzt und das Getreide gemahlen wird, beginnt der Lufteinfluss, vor allem der Sauerstoff, tätig zu werden. Die Oxydation fängt an und mit der Dauer der Lagerung wird ein Teil der wertvollen Stoffe des Mehles verlorengehen. Am empfindlichsten sind hierbei die Fermente. Das Getreide enthält ja bekanntlich aktive Fermente wie z. B. Diastase, dieses eine bekannte Ferment, das beim Keimen in Erscheinung tritt und die Stärke in Zucker umzuwandeln vermag. Eine interessante Beobachtung wird uns dies veranschaulichen. Wenn wir frischgemahlenes Getreide sogleich verteigen und den Teig mit den Armen kneten, dann werden diese gerötet. Diese sogenannte Hyperämie entsteht durch die aktiven Fermente, die im Getreide, vor allem im “Chrüsch” (Kleie) und im Keimling vorhanden sind. Wenn wir das gleiche Getreide als Mehl erst nach 5-6 Wochen verteigen, dann wird diese starke Hautreaktion kaum mehr beobachtet werden. Das zeigt, dass die aktiven Fermente durch die Lagerung reduziert werden und mit der Zeit verlorengehen. Darum wäre es gut, wenn auch wir in der Brotbereitung die Methoden unserer Vorfahren beachten würden, die noch die Steinmühlen zum Mahlen verwendeten, und die, wie die heutigen Naturvölker, nach dem Mahlprozess sofort verteigt und gebacken werden. Auf diese Art würden wir alle Fermente mit ihren vollen Werten ausnützen können. Wir hätten nicht nur die Nährstoffe, die gegen Erektionsprobleme helfen, sondern auch die heil wirkenden Stoffe des Rohgetreides voll zur Verfügung. Jedes Vollkornbrot sollte so zubereitet werden, und jenen, die so zubereitet werden, sollte man in seinem täglichen Gebrauch den Vorzug geben, denn bei den großen Anforderungen der heutigen Zeit ist das Wertvollste bestimmt dem weniger Wertvollen vorzuziehen.

Das Mahlverfahren

Auch das Mahlverfahren selbst ist wichtig. Kürzlich besuchte ich einen alten Müller, der mir nebst seinen neuen Maschinen auch noch eine alte Steinmühle zeigte, die aber in seinem Betrieb nicht mehr verwendet wird. Ganz von sich aus begann er mir zu erklären, dass diese alte Mühle gute und gesunde Produkte gemahlen habe, während die beiden anderen das Getreide totmahlen würden. Ich habe zuerst diesen Hinweis als etwas übertrieben betrachtet, nach längerem Nachdenken aber musste ich dem Müller doch recht geben. Die alten Römer wären bestimmt in der Lage gewesen, eine Metallmühle zu konstruieren, wenn sie nicht davon überzeugt gewesen wären, dass der Gebrauch von Steinmühlen vorteilhafter ist, denn diese mahlen am schonendsten. Jede Metallmühle, die sich erhitzen kann, ist ein Risiko, da sie verschiedene Stoffe zu beeinflussen vermag.

Wir wissen heute, dass ein großer Teil von Vitaminen C zerstört wird, wenn es mit Kupfer in Berührung kommt. Auch bei anderen Metallen können wir solche Wirkungen feststellen. Inwiefern Eisen dies beim Getreide verursachen kann, konnte man noch nicht nachweisen, aber die Möglichkeit darf nicht außer acht gelassen werden.

Zur Lösung der Brotfrage

Alle diese Erwägungen gaben mir Veranlassung, auch in der Brotfrage eine Lösung zu finden, die den erwähnten Anforderungen entspricht. Vor längerer Zeit habe ich mit einem Bäcker-Fachmann diesbezügliche Versuche vorgenommen. Was die Wahl des Getreides anbetrifft, wurde nicht nur der Weizen, sondern auch der Roggen in Betracht gezogen wegen seines reichen Gehaltes an Fluor. In der Regel essen wir meist nur Weizenbrot. Der Roggen aber ist für die Zähne und die Knochen sehr wichtig. So finden wir in jenen Gegenden, in denen man noch Roggenbrot isst, gesunde und starke Zähne und einen guten Knochenbau. Wo noch Roggenbrot, vor allem Knäckebrot gegessen wird, ist eine gute Voraussetzung vorhanden. In allen Gegenden, in denen sich das Weißbrot einbürgern konnte, haben die bekannten Mängel begonnen, manchmal schon in der ersten Generation. Nach kurzer Zeit, also in der zweiten Generation, sind sie so stark zum Ausdruck gekommen, dass bereits Zahnkaries und andere Erkrankungen der Zähne und des Knochensystems beobachtet werden konnten. Diese Schädigungen stehen in engem Zusammenhang mit dem Genuss von Weißmehlprodukten. Aus diesen Überlegungen und Beobachtungen heraus habe ich unter der Bezeichnung “Risopan” ein Naturbrot herausgebracht, das gehaltlich genau dem Brot der Naturvölker entspricht. Dieses besteht aus Roggen, Weizen. Gerste und einem Zusatz von Reiskleie sowie den Keimlingen des Naturreises. “Risopan” enthält viele wichtige Mineralien dieser vier Getreidearten. Leider sind wir gewohnt, den Reis meist raffiniert zu genießen, statt ihn mit der Kleie zu essen, weshalb es vorteilhaft ist, diesen Mangel im Brot einigermaßen zu beheben. Dieses Brot nun wird nach den erwähnten Prinzipien hergestellt. Es wird auf der Steinmühle gemahlen, dann sofort verteigt und gebacken! Dieses Brot ist auch auf Vorrat zu halten und bei Wanderungen als Proviant geeignet. Ähnlich wie Risopan wird auch das neue “Vogel-Vollwertbrot” hergestellt.

Es wäre wünschenswert, wenn auch die anderen Vollkornbrote dieser Methode angepasst würden. Wer jahrelang ein solches Brot isst und eine natürliche Nahrung zu sich nimmt, dem wird der Körper den Dank in gesundheitlicher Hinsicht nicht vorenthalten, denn die Natur richtet sich nicht nach unserem Gaumen, unseren Launen und Liebhabereien, sondern nach urewigen Gesetzen. Halten wir uns daran, dann haben wir den Nutzen davon, halten wir uns aber nicht daran, dann werden wir den Schaden zu verspüren bekommen oder zum mindesten doch unsere Nachkommen. Darum gehört zu jeder Zeit ein gutes Brot auf den Tisch, denn es ist die Grundlage einer natürlichen, gesunden Ernährung.

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Überlegungen beim Hausbau

22. Dezember 2010 · Keine Kommentare

Vor Tausenden von Jahren gaben die chinesischen Fürsten ihren Fachleuten den Auftrag, vor Errichten eines Baues den Boden genau zu prüfen, denn er hatte den Voraussetzungen für gesundes Wohnen zu entsprechen. Wie sie bei dieser Prüfung vorgingen, ist heute nicht mehr bekannt, doch ist aus alten Schriften ersichtlich, dass sie diese Vorsichtsmaßnahmen jeweils durchführten. Ob ein Haus auf felsigem oder kiesigen Boden zu stehen kommt, ob seine Unterlage Lehm- oder Moorboden ist, ob die Fundamente feuchter Erde mit hohem Grundwasserspiegel anvertraut werden, oder ob es sich um trockenes Erdreich handelt, ist sehr wichtig, um den Voraussetzungen für gesundes Wohnen entsprechen zu können. Sehr oft ist man bei der Wahl des Platzes an gewisse Orte, die keine guten Voraussetzungen bieten, gebunden. In solchem Falle müssen die Bauleute die vorhandenen Mängel und Nachteile durch technische Vorkehrungen, durch Drainagen und Isolationen, soweit es möglich ist, zu vermindern suchen.

Vielleicht haben wir noch nie darüber nachgedacht, dass es wichtig sein könnte, die Wahl eines Bauplatzes nach gesundheitlichen Richtlinien zu überprüfen. Um dies begreifen zu lernen, wird es gut sein, zu beobachten, wie sorgfältig die Tiere den Platz aussuchen, auf dem sie schlafen wollen, wo sie ihre Höhlen einzurichten suchen oder wo die Vögel ihr Nest bauen möchten. Wir werden nie feststellen können, dass Rotwild seine Schlafstätte auf nassem, sumpfigen Boden aussucht. Weder ein Fuchs noch ein Murmeltier wird den Bau in nassem Moorboden einrichten. Sogar der Hund und die Katze sind oft sehr wählerisch im Aussuchen des Platzes, wo sie schlafen möchten, wenn man ihnen die freie Wahl lässt. Niemals wird sich ein Hund auf Zementboden legen, auch dann nicht, wenn ihm zur heißen Sommerszeit dadurch ein kühles Plätzchen zur Verfügung stünde. Genaue, wissenschaftliche Arbeiten und Entdeckungen haben in bezug auf Bioklimatik, elektromagnetische Strahlen, Spannungsfelder und dergleichen manches zu Tage gefördert, was sicherlich sensible Menschen immer empfunden haben, ohne dass man ihnen dafür eine Erklärung hätte abgeben können. Unsere Vorfahren haben auf Grund von Erfahrungen und Beobachtung bereits schon vieles festgestellt und berücksichtigt, wenn auch sehr wahrscheinlich ohne die genaueren Zusammenhänge zu kennen. Ob schon wir auch heute noch nicht alles erklären können, hat uns die moderene Technik inzwischen doch schon manches offenbart, was wir früher nur intuitiv wahrgenommen oder vermutet haben.

Die Lage eines Hauses

Wollen wir uns also ein Haus erstellen, dann müssen wir seine Lage bioklimatisch abtesten, es wird sogar gut sein, zu prüfen, ob uns die Gegend entspricht, indem sie zu uns passt. Aus diesem Grunde wäre es vorteilhaft, wir könnten zuerst in jenem Gebiet für eine Weile wohnen, bevor wir uns entschließen, darin zu bauen. Verschiedene Umstände können für uns je nach Konstitution und Sensibilität eine große Rolle spielen, so die Luftfeuchtigkeit, die Höhenlage, Föhn- oder Bisengegend. Dabei ist maßgebend, ob jemand ein Kälte- oder Wärmetyp ist, ob er sich zum Ernährungs- oder Bewegungsnaturell zählen kann, oder ob er irgendeiner anderen Art entspricht. In Anbetracht der verschiedenen Veranlagungen, denen wir Menschen unterworfen sind, ist es keineswegs belanglos, wo und unter welchen Voraussetzungen wir wohnen. Oft sind in einer Familie die einzelnen Familienmitglieder sehr verschieden voneinander. In solchem Falle sollte man nicht zögern, sondern sich den empfindlicheren Naturen anpassen, indem man ihnen in der Wahl den Vorrang einräumt.

Allgemein gültige Grundregeln

Was zuerst in Betracht kommt, ist ein trockenes Wohngelände. Das Fundament muss gut sein, ebenso müssen wir für eine entsprechende Isolierung Vorsorge treffen. Vom gesundheitlichen Standpunkt aus ist das Baumaterial von großer Bedeutung. Am gesündesten ist Holz, besonders in trockenem Klima. Backsteine, also gebrannter Lehm, steht als gesundes Material an zweiter Stelle, worauf die Natursteine folgen. Beton, vor allem Eisenbeton, können wir mit großem Abstand als das ungesündeste Baumaterial bezeichnen.

Das elektrische Spannungsfeld

Jeder Mensch, ja selbst jeder Stoff besitzt eine gewisse Beziehung zur Elektrizität. Sicher haben wir schon bemerkt, dass abends beim Ausziehen unser Hemd oft zu knistern beginnt. In der Dunkelheit können wir manchmal sogar einen Lichtschimmer wahrnehmen. Die elektrische Spannung, die solches verursacht, ist beim einen Menschen größer, beim anderen kleiner, und heute ist man sogar technisch soweit, dass man diese messen kann. Nicht nur jeder Mensch, sondern auch das Tier, ja sogar die tote Materie hat eine elektrische Spannung. Jede Energiespannung kann noch weiter aufgeladen werden. Da wir im Verlauf der Lebensvorgänge Energie verbrauchen, besteht die Notwendigkeit, diese immer wieder zu ersetzen. Dies geschieht durch Nahrung, Stärkungsmittel und zusätzliche Naturmittel wie auch durch gründliche Atmung. Je nachdem wir unsere Wohnverhältnisse wählen, wird dieses elektrische Spannungsfeld beeinflusst und kann aus dem natürlichen Gleichgewicht kommen.

Die Folge dieser Gleichgewichtsstörung kann allerlei Unannehmlichkeiten mit sich bringen. So kann uns eine bleierne, unnatürliche Müdigkeit befallen, oder wir können quälendes Kopfweh, eine lästige Migräne und Depressionen haben. Sehr oft stellen wir einen Mangel an Schwung und Tatkraft fest. Bei der Überkomprimierung kann sich eine beunruhigende Nervosität einstellen, so dass man kaum mehr weiß, wohin man seine zappeligen Glieder legen soll. Man kann einem ungemütlichen Nervenzustand zum Opfer fallen, der ohne eigentlichen Grund mit innerer Unzufriedenheit gepaart ist. Da man diese elektromagnetische Spannung messen kann, weiß man, dass beispielsweise Zement, vor allem Eisenbeton, den Bewohnern von Betonbauten je nach deren Sensibilität viel Energie zu rauben vermag. Wer daher die Möglichkeit besitzt, sollte deshalb beim Bau seines Wohnhauses Naturstein, Backstein oder noch besser Holz als vorwiegendes Baumaterial bevorzugen.

Gerade heute spielt gesundes Wohnen eine wichtige Rolle, weil dies noch unserem eigenen Entschluss unterstellt ist, während wir an anderen schwerwiegenden Mängeln nichts zu ändern vermögen, denn mehr oder weniger sind wir ohne entsprechende Gegenmittel der Verschlechterung der Luft, der Verschmutzung des Wassers und der beängstigenden Zunahme von Radioaktivität preisgegeben. Wir müssen das, was dadurch verdorben wurde, essen und einatmen, und die damit verbundenen Nachteile können uns immer mehr beeinflussen und schwächen. Es entspringt daher einer begründeten Überlegung, dafür Sorge zu tragen, dass wir möglichst gesund wohnen können.

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