Weizen und andere Getreidearten

Januar 26th, 2011 · Keine Kommentare

Mag man auch noch soviel auf das gesundheitliche Unheil hinweisen, das Weißmehlprodukte und andere, verfeinerte Nahrungsmittel anzurichten vermögen, immer noch achtet man viel zu wenig auf diese Tatsache. Fehlen Kleie und Keimling, dann hat man der Nahrung wertvolle Bestandteile geraubt. Vitamine, Nährsalze, feine Fette und anderes mehr gehen verloren, und man muss sich nicht wundern, dass unsere Ernährung mit der Zeit immer wertloser wird, trotz anderweitiger, vielseitiger Üppigkeit. Die gesundheitliche Widerstandsfähigkeit eines Volkes wird, wie wenig einleuchtend dies auch für viele sein mag, gerade durch den Genuss von Weißmehl, von weißem Zucker und anderen raffinierten Produkten stark reduziert. Wenn schon neuzeitliche Forscher darauf hinweisen, wie wichtig die Mineralbestandteile und Vitamine zur Gesunderhaltung unseres Organismus sind, gleichwohl berücksichtigen wir die Ergebnisse solcher Forschungsarbeiten viel zu wenig. Unsere Großväter könnten uns erzählen, wie man früher viel natürlicher gelebt hat, und dass die Einfachheit des damaligen Speisezettels keineswegs einen Mangel aufwies und dies nur, weil eben den einzelnen Nahrungsmitteln nicht die wichtigsten Bestandteile fehlten. Auf dem Lande hat man das Brot noch selbst gebacken, und das gute Bauernbrot bildete eine kräftige Grundlage in der Ernährung. Die Unsitte raffinierter Ernährung, vor allem auch die Büchsennahrung, die eine gesundheitsschädigende Errungenschaft unserer zivilisierten Zeit ist, sollten wir ganz einfach wieder beheben. Der einzelne kann sich heute schon behelfen, indem er sich ganzen Weizen beschafft. Da der ganze Weizen ein wunderbares Rezept in bezug auf die richtige Zusammenstellung und Verteilung der darin enthaltenen Werte darstellt, sollte man unbedingt die ganzen Körner verwenden. Ein Gericht aus ganzem Weizen ist schmackhaft und kräftig. Nachdem man den Weizen eingeweicht hat, dämpft man ihn in Butter oder Öl mit Zwiebeln und schmackhaften Küchenkräutern. Wer die Zugabe von Zwiebeln nicht liebt, kann sie weglassen. Man kann dieses Gericht im Ofen gratinieren, kann einer Suppe einige ganze Weizenkörner beifügen und sie so geschmacklich und gehaltlich verbessern. Weizen, zubereitet wie Risotto, gibt ein herrliches “Weizotto”. Warum soll man ihn nicht auf alle möglichen Arten verwerten können? Wem es zusagt, der kann ihn sogar süßen und Mandeln, Rosinen und Weinbeeren beifügen.

Gleicherweise können natürlich auch ganze Körner von Roggen und Gerste verwendet werden, nur wird letztere etwas weniger schmackhaft sein. Man kann den mit Küchenkräutern feingewürzten Körnerbrei auch durch die Hackmaschine drehen und daraus schmackhafte Bratlinge backen. Es gibt vielerlei Verarbeitungsmethoden, und manche findige Hausfrau wird damit den Tisch angenehm bereichern können. Für die heranwachsende Jugend, für heißhungrige Kinder und vor allem auch für Schwerarbeiter bildet ein Gericht aus ganzen Weizenkörnern eine Kraftnahrung. Fehlen zudem nicht gute Gemüse und frische Salate, dann hat man eine vorzügliche Zusammenstellung, die als gute, gesunde Grundlage in der Ernährungsfrage gelten kann. Da in der Zusammenstellung der Menüs manchmal eigenartige Unsitten herrschen, möchte noch besonders erwähnt werden, dass zu einem süßen Körnerbrei nie Salate oder Gemüse gegessen werden sollten, sondern eher ein Früchtekompott oder ein rohgeriebenes Apfelmüesli mit Rahm. Vorteilhaft ist es, wenn man unter gekochtes Früchtekompott einige rohe Früchte raffelt. Als Beigabe zum süßen Körnergericht kann auch ein Hagebuttentee ansprechend sein.

Tags: Allgemein

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