Silage – Wie aus Pflanzen Tierfutter wird

August 29th, 2012 · Keine Kommentare

Vor allem als Futtermittel für Nutztiere, in erster Linie Rinder, verwenden Landwirte häufig Silage. Dabei gibt es drei Arten von Silage: Grassilage, Maissilage und Ganzpflanzensilage. Da Rinder Wiederkäuer sind und ihre Nahrung im Pansen fermentieren können, können sie dieses hochwertige und Strukturkohlenhydrate enthaltende Futter auch gut verdauen. Doch was genau ist Silage und wie wird sie hergestellt?

Foto: Erika Hartmann / pixelio.de

Kurz gesagt ist Silage ein Gärfutter, welches durch Milchsäuregärung konserviert, also haltbar gemacht wird. So bekommen die Rinder auch in den Wintermonaten alle Nährstoffe, die sie sonst nur in den Sommermonaten auf der Weide erhalten würden. Besonders viel Stärke und damit am meisten Energie enthält die Maissilage, die aus der ganzen Maispflanze hergestellt wird. Diese wird meistens im September mit einem Maishäcksler geerntet und anschließend in Stücke zerkleinert, die zwischen 5 und 50 mm groß sind. War die Witterung durchweg trocken, sodass auch der Mais sehr trocken ist, so werden die meist sehr harten Maiskörner zusätzlich noch mit einem Kornzertrümmerer zerquetscht. Damit keine Bakterien und Pilze die Silage verderben können, wird das Erntegut verdichtet, also die Luft herausgepresst und anschließend mit einer speziellen Silofolie luftdicht abgedeckt. Nun beginnt der eigentliche Prozess, denn wegen des Sauerstoffmangels, beginnt der in der Masse enthaltene Restzucker an zu gären. Diese Milchsäuregärung säuert die Silage an und macht sie so für mehrere Monate haltbar.

Auch viel Energie für das Vieh bringt die Grassilage mit, die entweder aus bewirtschafteten Wiesen oder kultiviertem Ackergras erzeugt wird. Gemäht wird dieses Gras schon vor der Blüte, bleibt dann aber auf der beernteten Fläche so lange liegen, bis es zwischen 35 und 40% trocken ist. Danach ist der Ablauf derselbe, wie beim Mais, also häckseln, verdichten und luftdicht abdecken.

Bei der Ganzpflanzensilage wird die komplette oberirdische Pflanze, in der Regel verschiedene Getreidearten oder großsamige Hülsenfrüchtler (Leguminosen), zur Herstellung verwendet. Geerntet wird hier, wenn bei der Pflanze die sogenannte Teigreife beginnt, sie also zwischen 35 und 40% getrocknet ist. Bei der Ernte wird auch gleichzeitig gehäckselt, dann verdichtet und luftdicht abgedeckt. Da diese Silageart aber vergleichsweise wenig Nitrat enthält, wird hier häufig ein Siliermittel verwendet, um das Auftreten einer nachteiligen Buttergärung zu verhindern.

Tags: Futtermittel

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