Enttäuschung in der Arbeitswelt

Mit großen Hoffnungen begann ich am 01. Januar 2009 einen neuen Job als Reiseverkehrskaufmann. Doch die Enttäuschung ließ nicht lange auf sich warten. Am 31. März 2009 erhielt ich meine Kündigung innerhalb der Probezeit zum 15. April 2009 und das obwohl ich nach Kräften dazu beigetragen hatte, das Arbeitsverhältnis zu erhalten. Jetzt musste ich sogar einen Anwalt einschalten um mein Arbeitszeugnis zu verbessern.

Es fing alles traumhaft an: Ich hatte endlich einen Job gefunden, der meinen Vorstellung entsprach und in den ich mich mit Begeisterung reinhängen konnte. Aufgrund meiner beruflichen Unerfahrenheit war ich zunächst bereit, viel zu arbeiten und mich auch mit einem unterdurchschnittlichen Gehalt zufrieden zu geben. Mir ging es zunächst einmal darum, mich auszuprobieren, die ersten beruflichen Erfahrungen in einem Reisebüro zu sammeln und Gelerntes in die Praxis umzusetzen. Meiner Ansicht nach hat meine Arbeitgeberin diese Unerfahrenheit ausgenutzt um mein mittelmäßiges Gehalt zu rechtfertigen.

Seit Anfang März verlief dann das Arbeitsverhältnis zwischen der Arbeitgeberin und mir in sehr angespannter Atmosphäre und ich hatte das Gefühl dass meine Arbeitgeberin sich von mir trennen wollte. Von diesem Zeitpunkt an fühlte ich mich enorm unter Druck gesetzt und durfte nicht mehr im Haupttätigkeitsbereich des Reisebüros arbeiten.

Um mich unter Druck zu setzen wurden negative Aussagen von Kollegen, Fehler (Natürlich passieren mir Fehler und ich übernehme die Verantwortung dafür. Denn Fehler machen ist für mich kein Versagen.) und unzureichender Umsatz als Argumente gesammelt. Wenn nicht genügend Argumente vorgelegen haben, wurden mir auch Fehler untergeschoben, die ich gar nicht zu verantworten hatte. Immer dreister wurde mir, mit der Zeit von Seiten der Arbeitgeberin erklärt, wie unfähig und geschäftsschädigend ich doch in meiner Arbeit bin. In diesem Zusammenhang sei auch der respektlose Umgangston der Arbeitgeberin erwähnt, der in keiner Weise zu einem loyalisierendem Arbeitsverhältnis beigetragen hat, sondern eher an den Umgangston in einer Bundeswehrkaserne erinnert hat.

Nach der Kündigung verlangte ich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis von meiner Arbeitgeberin. Doch das Arbeitszeugnis was ich erhielt, machte den Eindruck, als ob ein kleines, zickiges Schulmädchen ihr Gedicht aufsagen muss und war knapp, lieblos und oberflächlich. Ich kann nicht ernsthaft davon ausgehen, dass meine Arbeitgeberin das, was sie in meinem Arbeitszeugnis schreibt, auch wirklich meint. Mit dem Prinzip der wohlwollenden Beurteilung hat dieses Arbeitszeugnis, besonders die mangelhafte Leistungsbeschreibung und die Leistungs- und Verhaltensbeurteilung, bedauerlicherweise nichts zu tun. Es macht eher den Eindruck, dass die Arbeitgeberin damit versucht, mein berufliches Fortkommen zu erschweren. Deshalb versuche ich gerade, mit Hilfe eines Rechtsanwalts, eine Verbesserung meines Arbeitszeugnisses zu erreichen.

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