Aktuelles

18.10. 2013
Einwanderungspolitik: Berliner Landesbischof Dröge fordert Aufnahme von Flüchtlingen
Wie epd meldet, hat sich der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge für die Aufnahme von Flüchtlingen in der Bundeshauptstadt ausgesprochen. “Es ist Bürgerpflicht, in Wort und Tat dazu beizutragen, dass unser Land seine humanitäre Verantwortung wahrnehmen kann”, erklärte Dröge am Sonntag in seiner Predigt im Berliner Dom.
Bei einem Besuch der Flüchtlinge am Brandenburger Tor, so berichtet der Regionalsender rbb, appellierte Dröge am Donnerstag, 17.10.2013, an die verantwortlichen Politiker, den Hilferuf der verzweifelten Flüchtlinge ernst zu nehmen. Die Hungerstreikenden forderte er auf, wenigstens etwas zu trinken. In einem Brief wird die Evangelische Kirche die Politiker bitten, über die Asylanträge fair und zügig zu entscheiden.

10.10. 2013
Strukturdebatte: Ein Ministerium für Globale Entwicklung und Nachhaltigkeit
Weder im Bundestagswahlkampf noch bei den laufenden Sondierungsgesprächen über die Bildung einer neuen Bundesregierung sprechen die Parteien über internationale Kooperation oder über Entwicklungspolitik. Aus Sicht des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) steht die nächste Bundesregierung vor der Aufgabe, das gesamte Feld der internationalen Zusammenarbeit neu zu denken. Ihr Vorschlag: Die Neuerfindung der Entwicklungspolitik: Wir brauchen ein Ministerium für Globale Entwicklung
Zuvor hatten bereits die Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe ein Ministerium für internationale Zusammenarbeit und globale Nachhaltigkeit gefordert. Von der Heinrich-Böll-Stiftung kommt der Vorschlag einer Enquete-Kommission des Bundestages, um “intensiv über deutsche Politik in internationaler Verantwortung nachzudenken”.

30. 09. 2013
Rätselraten: Wer leitet künftig das BMZ?
Berlin. – Eine Woche nach der Bundestagswahl, die die Parteienlandschaft durcheinander gewirbelt hat, zeichnet sich noch keine künftige Bundesregierung ab. Im Falle einer Großen Koalition hätte die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, gute Chancen auf den Posten der Entwicklungsministerin. Häufig hat ein kleinerer Partner des CDU in Koalitionsregierungen das “Neben-Außenministerium” erhalten. Möglich wäre aber auch eine Fortsetzung der Tradition aus der Kohl-Ära, dass die CSU das Ministerium übernimmt. Eine schwarz-grüne Koalition sähe vielleicht erstmals die Grünen im Amt – doch die profiliertesten Entwicklungspolitiker der Grünen sind nicht mehr im Parlament.
Weiter bei epo.de: Wer leitet künftig…

23. 04. 2013
Entwicklungszusammenarbeit – Helfer kritisieren Manager Niebel
Frühere Entwicklungshelfer/innen bliesen im Frühjahr 2013 zum Angriff auf Minister Niebel. Sie sehen in dessen neuer Organisation GIZ ein “Unternehmen”, in dessen Wachstumsstrategie ziviles, uneigennütziges Engagement keinen Platz mehr hat.
Der DED-Freundeskreis, dem ehemalige Mitarbeiter/innen des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), der GTZ und des BMZ angehören, kritisiert bereits seit längerem, dass die Entwicklungspolitik der Bundesregierung, exekutiert durch die GIZ, immer stärker zur Außenwirtschaftsförderung verkommt.

In einer Erklärung anlässlich des 50. Jahrestages der DED-Gründung, dem “Werbelliner Appell”, rief der DED-Freundeskreis deshalb zur Gründung eines neuen, von Staat und Zivilgesellschaft getragenen Entwicklungsdienstes auf.
Näheres zum “Werbelliner Appell” in der Berliner Zeitung: Helfer kritisieren…

20.03. 2013
Rückkehrer sind keine Veteranen
Der Verteidigungsminister und Militärs wollen aus Auslandseinsätzen zurückkehrenden Soldaten besondere Anerkennung zuteil werden lassen. Dort sind auch tausende zivile Helfer im Einsatz. Sie wollen von solcher Ehrbezeugung nichts wissen.
Weiter in der Zeitschrift Welt-Sichten 4/2013