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Wenn man nicht mehr vierzig ist

Archiv für Juli, 2011

Forever young?

Sonntag
Jul 31,2011

“Mit fünfundfünfzig sollte man sich entscheiden,
ob man seine Jugend oder sein Alter verlängern will.”
Bill Mockridge

Darüber muss ich einmal nachdenken …

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  • Graue Haare

    Mittwoch
    Jul 27,2011

    Ich kaufe meine Garderobe immer allein und verteidige manche Entscheidung gegen die Einwände meiner Frau. Aber am liebsten trage ich doch das, was auch ihr an mir gefällt.

    Besonders gern dieses graugrüne Viskose-Hemd. Der schwer fallende Stoff betont die Schultern, und der weite Schnitt ist schmeichelhaft für die Hüften. “Du kannst das nicht mehr tragen”, sagt sie jetzt. Aber es sitzt doch so gut! “Es ist wegen der Farbe. Es macht dich grau.” “Grau ist bunt!” will ich mit Henning Scherf einwenden* und studiere mich im Spiegel. Ja, die Haare sind noch grauer geworden. Dünner übrigens auch.

    Soll ich mir jetzt die Haare färben?!

    Kommt gar nicht in Frage! Das Hemd bringe ich in den Kleiderladen der Diakonie. Wenn Abschiede doch immer so einfach wären …

    * einwenden oder einwänden?

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  • Samstag
    Jul 16,2011

    Elisabeth Niejahr (geb. 1965) hat sich auf den Weg in ihre Zukunft gemacht: Wie werde ich im Alter leben? Wenn sie selbst in Rente geht, bestimmen bereits die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge das Bild vom älteren Menschen – eine Generation die fortgesetzt neue Lebensformen erkundet.

    Die Pioniere des neuen Alterns haben sich schon eingerichtet: In einer Pflege-WG in Berlin-Friedenau, in der altersgemischten Sozialsiedlung Mobile in Köln, in Henning Scherfs Gemeinschaftshaus in Bremen. Von mobilen Pensionären wird berichtet, die sich nach einem Berufsleben in Bayern eine Wohnung in der Goethe-Stadt Weimar suchen.

    Die Autorin recherchiert zu Altersarmut und Pflegenotstand, sieht sich im altersmäßig “jungen” Vietnam und den “gealterten” USA um, vergleicht die Lage älterer Beschäftigter bei uns mit der in den Niederlanden und Großbritannien. Dabei gewinnt sie dem Thema demographischer Wandel immer wieder interessante Perspektiven ab.

    Dies ist kein Fachbuch sondern eine Reportage: Subjektiv, informativ, neugierig. Wer Antworten auf die großen sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sucht, wird es unbefriedigt aus der Hand legen. Man kann sich allerdings auch auf den Tenor der Autorin einlassen: Werden sich tatsächlich alle düsteren Prognosen der Demographen und Versicherungs-Mathematiker erfüllen? Oder deuten sich in der gesellschaftlichen Praxis vielfach andere, ermutigende Tendenzen an?

    “Amazon”? Kaufen Sie lieber im Buchhandel!

    Elisabeth Niejahr: Alt sind nur die anderen. So werden wir leben, lieben und arbeiten. Fischer Taschenbuch, ISBN: 978-3-596-15941-3 Preis: 8,95 EUR

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  • Abnehmen

    Freitag
    Jul 8,2011

    In unserem gemeinsamen Familien-Urlaub vor zwei Jahren hat St. das Rauchen aufgegeben. Zwei Wochen Nikotinpflaster, und dann ging’s auch ohne. Was ich ihm hoch anrechne: Er hat mir weiterhin abends im Garten beim Pfeiferauchen Gesellschaft geleistet.

    Neues Projekt in diesem Jahr – Abnehmen.  Vielleicht mache ich diesmal mit. Mal sehen, worauf wir uns gemeinsam verständigen können.  Es gibt da verschiedene Methoden.

    Keine Süssigkeiten (mit Ausnahme vielleicht von bitterer Schokolade?!)
    Abends keine Kohlehydrate (z.Z. angesagt aber auch umstritten)
    Die Hälfte Essen
    Mehr Sport treiben
    Wieder mit Rauchen anfangen …

    Letztens in der Umkleide habe ich von einer weiteren Möglichkeit erfahren, die verblüffend beiläufig besprochen wurde. Ein Arzt zu einem Sportsfreund: “Männer haben das meiste Körperfett im Bauchraum. Das abzusaugen ist ein kleiner Eingriff. Wenn du willst, kann ich dir das an einem Wochenende machen …”

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  • Montag
    Jul 4,2011

    Musik: The Vibrettes – Humpty Dump
    Location: Tierpark Lange Erlen, Basel

    Was wird von Älteren erwartet, was ist erlaubt, was gilt als erstrebenswert? Die Kommentare der meist jungen YouTube-Nutzer zu diesem Video sind in dieser Hinsicht aufschlussreich …

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  • Rente mit 62

    Freitag
    Jul 1,2011

    Aus einem Gratulationsbrief zu meinem Geburtstag aus Yorkshire: “… vor zwei Monaten habe ich aufgehört, zu arbeiten. Die Gemeinde hat mir eine Abfindung gezahlt, damit ich nicht mehr komme. Nun bin ich offiziell Rentner! Ich habe die Zeit bisher für die Fertigstellung einiger heimatgeschichtlicher Arbeiten genutzt und organisiere Tagungen für lokale Gruppen – das macht mir viel Spaß! Außerdem hatten wir einige Konzerte mit unserem Männerchor …”

    D. ist der erste meiner langjährigen Freunde, der sich aus der Erwerbsarbeit verabschiedet. Das kam für ihn nicht überraschend. Er hatte Zeit, sich darauf einzustimmen. Seine neue Autonomie nutzt er also für seine angestammten Interessengebiete Lokalgeschichte und Musizieren.

    Was einen als Pensionär tätig erfüllen kann, das hat man zumeist schon im dritten Lebensjahrzehnt begonnen, haben übrigens auch die Alternsforscher herausgefunden.

    In diesem vielversprechenden Sinne: “Good luck, my dear friend!”

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