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Wenn man nicht mehr vierzig ist

Ostersonnabend

Samstag
Apr 7,2012

Die Karfreitage meiner Kindheit waren grässlich.

Befreiend damals wie heute der Ostersonnabend. Zwar ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt, aber es ist gewiss, dass sie gut ausgehen wird. In den Straßen und Geschäften frohe Gesichter. Es werden Besorgungen für das Festessen gemacht und kleine Geschenke gekauft. Jetzt zählt, was bleibt, und es kann wieder gelacht werden.

Die deutsche Version ist im Vortrag und mit den eingespielten Lachern nicht ganz so lustig.

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  • Eine Weihnachtsgeschichte

    Dienstag
    Dez 20,2011

    Ein erfolgreicher Geschäftsmann verbringt notgedrungen den Nachmittag des 23. Dezember in einer Kleinstadt. Er durchstreift gelangweilt die Gassen und stöbert in einem Antiquariat. Ihm fällt ein Aquarell auf, das er erwirbt, weil die Verkäuferin einen überaus günstigen Preis nennt.

    Der Handel ist gerade abgeschlossen, da erscheint der Antiquar in Begleitung eines alten Herrn im Ladengeschäft. Das soeben verkaufte Bild war für jenen Kunden zurück gelegt, einen einsamen Sammler, dem der Inhaber eine Festtagsfreude machen wollte. Der Alte erhält die Gelegenheit, sich das Bild zu besehen, und er mag es kaum wieder aus der Hand geben. Aber der Käufer beharrt unwillig auf seinem Recht. Seinen vorteilhaften Handel will er sich durch Sentimentalitäten keinesfalls verderben lassen.

    Anderentags führt der Geschäftsmann die Vertragsverhandlungen, die ihn in jene kleine Stadt geführt haben. Überaus zufrieden mit dem Ergebnis lässt er sich vom Hoteldiener mit dem Gepäck zum Bahnhof bringen. Dort bemerkt er aber, dass das tags zuvor gekaufte Bild noch im Hotelzimmer liegt.

    Da fasst er einen unvermuteten Entschluss. Erinnert er sich an das Gesicht des alten Mannes? Ist er beschämt über sein Verhalten? Jedenfalls verfügt er spontan, dass das gekaufte Bild in der Stadt bleiben soll. Der Hoteldiener erhält den Auftrag, es zum Antiquar zurück zu bringen, damit dieser es dem alten Sammler aushändige. Nunmehr dankbar und erlöst macht sich der Reisende auf den Heimweg. Dabei freut ihn die Vorstellung, wie er seiner Frau von dieser Begebenheit erzählen wird.

    Soweit der Inhalt von Eugen Roth: “Das Weihnachtsbild”. Diese Geschichte aus Fulbert Steffenskys literarischem Adventskalender hat mir bisher am besten gefallen. Warum eigentlich?

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