TESLA BMWi3 und andere schnelle Irrtümer zur #Mobilitätswende

7. Februar 2014 · Keine Kommentare

Anlässlich der neuen Erkenntnisse über den Allgemeinen Deutschen Verein der Autosüchtigen  – ADAC -, regte der Sprecher des VCD  Gerd Lottsiepen in einem Rundfunkinterview an, endlich Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuführen. Dies ist auch unsere Forderung. Was sollen highspeed Batterietransporter bringen? Energieeffizient sind sie allein wegen des hohen Gewichts kaum mehr als herkömmliche Fahrzeuge. Nur, sie benötigen eine komplett neue Infrastruktur. Hinzu kommt die ulkige Diskusion über Schnellladeverfahren. Diese Art des Strom- tankens ist sehr Energieaufwendig. Ein grosser Teil des Ladestroms wird dabei in Wärme umgewandelt. Hinzu kommt, dass durch Rekuperation bei hohen Geschwindigkeiten auch deutlich stärkere Komponenten in den Fahrzeugen notwendig sind . Beginnt bei der Kabeldicke und hört bei der sogen. passiven Sicherheit (Kinetik) auf . Alles in allem hat die Aufregung um z.B. Schaufenster Elektromobilität etc. bis heute keine erkennbare Strategie hervorgebracht die endlich andere Verhältnisse im Strassenverkehr ermöglicht.
Die Propagandisten der Elektromobilität sind im Rausch der Beschleunigung gefangen. TESLA in 4 Sek auf 100 km usw. Die Mobilitätswende kommt derweil eher über die Veränderung des Nutzerverhaltens. In Berlin wollen immer mehr junge Menschen lieber Car Sharing Angebote nutzen, als sich selbst mit einem Fahrzeug zu belasten.
Zunehmend sind auch Pedelec´s eine Alternative. Dieses Thema bearbeiten wir derzeit in Form einer Studie.

Im übrigen distanzieren wir uns von der thematisch völlig losgelösten Werbung auf dieser Seite .

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Solarfähren für Berlin aus Stralsund http://t.co/2WCPqAcrc9

9. Dezember 2013 · Keine Kommentare

Ab Sommerfahrplan 2014 setzt die BVG Solarfähren ein.

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Autowahn nun Elektrisch!

1. August 2013 · Keine Kommentare

2015 wird es eine Formel E auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof geben. Grosse Sorge bereitet den Berliner Motorsport Fans allerdings nur, die relative Geräuschlosigkeit der “Rennwagen”, die nach einem Reglement der FIA starten. Der Tagesspiegel brachte die Nachricht in übergroßer Aufmachung, als sei es ein Sieg für Berlin. Derweil wächst der Gigantismus im Bereich elektrischer Antriebe wie ein Krebsgeschwür. Der engagierte CleanTech newsletter brachte soeben die Meldung, dass eine australische Firma einen Misubishi mit 600kW (peak) Leistung gebaut hat. Mit Radnabenmotor natürlich.
Unser Unwille betrifft die Selbstverständlichkeit mit der Konzepte wie TESLA 170 kW und der BMWi3 120 kW selbst bei Pionieren aus der Welt der erneuerbaren Energien hingenommen, ja sogar propagiert werden. Mit nachhaltiger Mobilität hat das wenig zu tun. Bis heute fehlt uns hingegen in den meisten Medien ein Fahrbericht über das TWIKE (“Mädchenmobil”) welches – nach stetiger Weiterentwicklung – seit 24 Jahren auf dem Markt ist. Wahrscheinlich ist es nicht machomässig Motorisiert. “Endlich, elektrisch fahren, macht Spaß”.  Mit Anschaffungskosten ab 40.000 Euro nicht eben billige Fahrzeuge, die Beschleunigungswerte aufweisen ( 5 sek. 100km), die in der Stadt extrem gefährlich werden können. Man hört nicht, wenn er beschleunigt. Auch in der sonst lobenswerten Filmproduktion aus dem Hause Fechner, die 4Revolution, wird TESLA am Ende ziemlich unkritisch vorgeführt. Dort fährt der JUWI Gründer Willenbacher (“unmoralisches Angebot an diese Kanzlerin”) – mit dem leider mitlerweile verstorbenen Eurosolar Präsidenten Herrmann Scheer – im TESLA vor der untergehenden Sonne in die weite Welt . Endlich ein Fahrzeug welches auch in Autoaffinen Wahlkreisen ankommt?
Niemand ist offenbar bereit zu akzeptieren, dass die Mobilität von Morgen ohne Geschwindigkeit auskommen muss. Nicht nur damit sie effizient sein kann, sondern weil eine breit angelegte Entschleunigung im Verkehr notwendig ist. TWIKE benötigte für den Transport von 2 Personen 0,4 Ltr Benzinäquivalent 100/km bei 80 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Fahrenergie kann man mit einer 1 kW Solaranlage umwandeln und mit der Ernte bis zu 4000 km p.A. zurücklegen . Genaue Messungen hat der Verein zur Förderung der Solarenergie e.V. zuletzt allerdings 1993 für die Stiftung Warentest durchgeführt.  Derweil haben wir begriffen, dass mit dem Klima etwas passiert, an dem wir Menschen mit unserem Geschwindigkeitswahn stark beteiligt sind.
Selbst die nun seit 1985 stattfindende WorldSolar Challenge in Australien im Oktober 2013, wechselt nun in das Geschwindigkeitslager der weltweit gut vernetzten Automobilrennclubs. Allerdings dürfen die nunmehr vierrädrigen Solarmobile mit 6 qm PV auf dem Stuart Highway – von Darwin nach Adelaide – laut dortiger Strassenverkehrsordnung – auch nur max 100km/h fahren. Weshalb also die Aufrüstung? Wahrscheinlich ist, dass dies alles nur für den Prolog auf einem Rennkurs in Darwin veranstaltet wurde. Dort ist Höchstgechwindigkeit gefordert, um auf einen der ersten Startplätze am 13.10.2013 auf der Strandpromende in Darwin dabei zu sein. Die Chance als Hauptkriterium für denWettbewerb lediglich die Energieeffizienz allem voran zu stellen, ist wohl endgültig vertan. Denn auch die sonst so wachen Verbände wie Greenpeace, WWF,BUND  und der deutsche VCD haben die Tragweite ihrer nunmehr fast 30 Jahre andauernden Ignoranz gegenüber dieser Art Wettbewerb nicht abgelegt. Nun geht es elektrisch “mit Vollsaft (gas) gegen die Wand”, frei nach dem Buchtitel von Frederik Vester.

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Herr Fücks, Herr Wissmann und die “Zukunft der Autoindustrie”.

31. Januar 2013 · Keine Kommentare

 

Unter dem Titel  “Die Zukunft der Autoindustrie”  begann am 31.01.2013 bei der Heinrich Böll Stiftung eine zweitägige Konferenz. Als Einführung musste sich die interessierte Fachwelt anhören, was Herr Fücks und Herr Wissmann immer reden. Natürlich muss die Autoindustrie eine Zukunft haben.  Aber, wenn diese Zukunft mit Argumenten von 1995 präsentiert wird, sollte man als sachkundiger Zuhörer schnellsten den Ort verlassen.  Seit 18 Jahren keine neuen Argumente?  Immerhin hatte jemand bereits 1992 die Idee in den Motorenwerken in Kassel Blockheizkraftwerke zu produzieren. Was ihm damals einiges Kopfschütteln bescherte. Allerdings dauerte dieses Kopfschütteln nur 10 Jahre.  Dann kam die Firma Lichtblick auf die Idee mit Volkswagen zusammen ein Blockheizkraftwerk zu bauen und dieses an die Kunden von Lichtblick zu vermieten. Lediglich 5000 Euro kostet es .  Dannach kann der Kunde den Strom zu einem langfristig festgeschriebenen Tarif kaufen.
Nun kann nicht die gesamte Autoindustrie BHKW`s produzieren.  Aber warum sollte man nicht andere Produkte herstellen.

Wohnungsmodule (auch teilmobil)  in Grossserie, die modular auf Stahlrahmen mit allen Installationen versehen, Stapelbar zu einem Festpreis in der Größenordnung eines Klein bzw. Mittelklassewagens verkauft oder langfristig geleast werden können.  Kommt die Mercedes Stadt ?
Natürlich kann die Autoindustrie auch Windkrafträder und Solarschiffe bauen. Immerhin steht der “gute Stern” für Land Wasser und Luftfahrzeuge.

Wie wäre es,   Autos zu bauen die man  nicht kaufen kann, weil sie zu gut sind .  Weil die Ressourcen die in dem Produkt stecken, zu wertvoll sind um sie nach 20 Jahren einfach einzuschmelzen?

Und tatsächlich fiel in der Schumannstrasse auch der Begriff  Mobilitätsdienstleistung. Mobil ohne eigenes Auto.  Während einer Konferenz des Verein zur Förderung der Solarenergie in Verkehr und Sport e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest am 28.02.1995 mit dem Titel: “Ökomobil was ist das”?     wurden genau diese Thesen von mir erstmals vorgestellt und thematisiert.  Frederic Vester schrieb sein wegweisendes Buch “Ausfahrt Zukunft” schon 1990.  Auch als Ford Studie bekannt. Daniel Goedevert (später VW) war einer der Auftraggeber.

Bei der Konferenz 1995 im Haus der Kulturen der Welt war übrigens auch ein Geschäftsführer der AVIS Autovermietung Europa. Vor wenigen Wochen kaufte AVIS (18 Jahre später) in den USA das größte Carsharing Unternehmen am Markt für 500 Mio. Dollar.

Ich will kein Auto kaufen, es wäre mir lästig. Es ist Ballast für den bewußt mobilen Menschen der die Verkehrsmittel ständig wechselt, dem das Autoimage zu gewöhnlich ist. Optimale Nutzung, kein Stau, keine Parkplatzsuche, keine Reparaturen, keine hohe Investition in ein Stehzeug.

Die “Zukunft der Autoindustrie”  findet nicht in der Schumannstrasse  statt. Eher in  China wird der Leidensdruck an  einem Tag wie heute, nach 25 Tagen Dauersmog, drastische Richtungswechsel hervorbringen.

Am 20 Februar erhielt ich folgende Meldung über twitter von stephan leacey China is preparing to set a carbon tax: http://bit.ly/1345mgN

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Kleine Reise zur Entdeckung der Langsamkeit im Sommer 2012. Als Vorschau für SolarTour2013

5. Dezember 2012 · Keine Kommentare

Die Taufe eines Solarschiff`s ist etwas besonderes. Um dabei sein zu können könnte man sich auf das Fahrrad schwingen und die 80 km von Berlin Kreuzberg zum Werbellinsee radeln. Ein gut trainierter Radfahrer benötigt etwa 4-5 Stunden. Mit dem Auto braucht man ca. 50 Minuten. Mit Eisenbahn und Bus über Eberswalde und dann mit dem Bus (mit Fahradtransport) dauert es ca 80 Minuten.
Die Schiffstaufe des Solar Explorer begann am Sonntag gegen 14 Uhr,. Laut den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes war mit einem sonnigen Wochenende zu rechnen, die Nachttemperaturen würden kaum unter 20 Grad sinken. Also entschloss ich mich den zeitlich längeren Weg über das Wasser zu nehmen. Dazu stellte mit die SolarWaterWorld AG ein Suncat21 der neuesten Baureihe zur Verfügung.

Bis zu 8 Personen haben Platz auf diesem Boot.

Das pinkfarbene Solarboot verursachte schon am Landwehrkanal die ersten „Cool“ Rufe von ganzen Mädchenschulklassen.

Meine Freundin entschloss sich, bei der Hinfahrt dabei zu sein. Als Proviant für den ersten Abend, unter dem Solardach, leisteten wir uns neben Brot und Käse, Obst und anderen Leckereien eine Flasche Rotwein dessen Name:”Entdeckung der Langsamkeit.com” uns auf die ca. 6 km/h Geschwindigkeit einstellen half. Immerhin hatten wir eine Fahrt von ca.24 Stunden (Hinfahrt) mit zwei Abenden auf dem Boot, allerdings unter sternenklarem Himmel, vor uns.

Vom Urbanhafen in Berlin Kreuzberg starteten wir über den Landwehrkanal, die Spree und den Hohenzollernkanal vorbei am Flughafen Tegel zum Niederneuendorfer-See im Norden Berlins. Bei einem Anglerverein konnten wir anlegen und die völlig entleerten Batterien über das Stromnetz laden. Zugegeben, nicht üppig diese Reichweite, aber das lag wohl am ursprünglichen Ladezustand der Batterien durch den Vormieter. Denn schon am Samstagabend erreichten wir nach der Fahrt über den Oder Havel Kanal – vorbei an Oranienburg – und der dort im Notbetrieb laufenden Schleuse ( Wartezeit bis zu 2 Stunden) den wunderschönen Werbellinsee. Dessen klares, türkis farbenes Wasser lud uns sofort zu einem erfrischenden Bad ein. Der See ist an bestimmten Stellen bis zu 60 Meter tief. Die Badestellen an den Ufern sind gut besucht und die Gaststätten locken zum Teil mit fangfrischem Fisch ihre Gäste.

Mit einem Suncat21 fährt man von Berlin Kreuzberg zum Werbellinsee und zurück 170 km auf dem Wasserweg mit 4 ltr. Benzinäquivalent.

Auffallend viele Solar und Elektroboote sind schon auf diesem See unterwegs. In Altenhof kann man Elektroboote mieten und in Joachimsthal stehen 12 Einrumpf Solarboote zur Vermietung. Im Juni 2013 ist dort die 4 Solarbootregatta geplant. Hochmotivierte Solarbootteams von Schulen und Universitäten aus ganz Europa kommen dann zum Werbellinsee um sich und ihre Konstruktionen zu vergleichen. Nur strömungsoptimierte Rümpfe mit energieeffizienten und leistungsfähigen Komponenten (Solarzellen/Batterien/Elektromotoren) können diese Regatta gewinnen.

Seit 3 Jahren gibt es am Werbellinsee , im schönen Brandenburg, die www.Solarboot-Regatta.de ,die als Lauf zur Europameisterschaft der Solarboote gewertet wird. Siehe auch www.dongsolarchallenge.nl
Die Taufe des Solar Explorer fand am Sonntag den 19.08.2012 um 14 Uhr in der Europäischen Jugenderholungs und Begegnungsstätte Joachimsthal statt. Mit 98.000 Übernachtungen (2012) von Schülern und meist umweltorientierten Jugendlichen aus ganz Europa, ein hervorragender Platz für ein solares Forschungsschiff . Das Biosphären Reservat Schorfheide Chorin mit dem Weltkulturerbe Gumsiner Forst ist ein Magnet für Umweltbewegte.

Der Trägerverein Kultur Landschaft Uckermark e.V. lud zur Taufe ein. Etwa 200 Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, bei schönstem Solarwetter eine erste Probefahrt zu machen. Der Umweltstaatssekretär des Landes Brandenburg Daniel Rühmkorf betonte: “Die Finanzierung der Solar Explorer aus dem Konjunkturprogramm 2 der Bundesregierung, hat eine Investition in die Zukunft ermöglicht”. Neben den staatlichen Förderungen haben sich auch einige Firmen und Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie LV. Berlin Brandenburg e.V. beteiligt. Über sechs Jahre hat das Projekt, von den ersten Skizzen, bis zur ersten Fahrt, in Anspruch genommen.

Projekte wie Solar Explorer sind neben der staatlichen Förderung nur mit der Unterstützung von Sponsoren zu verwirklichen.

Lernort Biosphärenreservat ist das ambitionierte Motto für die Nutzung des Zweirumpfbootes Solar Explorer. Mit 5,10 m Breite und 18 m Länge bietet es Platz für bis zu 48 Passagiere. Für Schulgruppen bis zu 30 Schülern ist es ausgestattet mit vollwertigen Computer- und Laborarbeitsplätzen.
Zwei wassergekühlte Synchronmotoren mit einer Leistung von je 7,5 kW werden durch den Solargenerator mit 9,02 kWp Leistung mit Strom versorgt.
Das Schiff verfügt über einen Glasboden, der es ermöglicht, das Geschehen unter der nahen Wasseroberfläche zu betrachten. Wem das nicht reicht, der kann die an Bord befindliche Unterwasserkamera bis zu 55 m in die Tiefe des glasklaren Sees tauchen lassen. Auf einem großen Bildschirm sind dann nicht nur die historischen Kaffenkähne zu bestaunen, die seit 200 Jahren dort auf Grund liegen. Auch Wasser und Bodenproben aus der Tiefe können mit dem Davit gehoben werden und sofort im Bordlabor untersucht werden.
Während der Jungfernfahrt nutzte ich das kleine Boot für die Pressefotografen. Ein bärtiger älterer Herr stieg in mein kleines Boot und schwärmte von den Möglichkeiten die solche Projekte böten, wenn es mit ähnlichen Aktivitäten in der Region vernetzt arbeiten würde . Ein Jugend „Schulschiff“ solle nach seiner Vorstellung auch von jungen Menschen aus verschiedenen Ländern betrieben werden. Man müsse jungen Menschen – selbst ohne Schulabschluss und mit anderen Muttersprachen , einen Einstieg in das Wissen um die neuen Technologien ermöglichen. Das müsse vor allem spielerisch und mit Lust und Leidenschaft in einer Art Übungsfirma geschehen.

Die Kleine Reise wird im Sommer 2013 für kleine Gruppen bis jeweils 6 Personen angeboten. Die Solarexplorer ist (wie die SOLON in Berlin) für bis zu 40 Personen ebenfalls bei  info at solarpolis.de oder 0151 54 22 80 44 zu chartern.

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Schaufenstergestalter und Plattformen aller Art

28. August 2012 · Keine Kommentare

Die Diskussion über die Elektromobilität ist überall präsent. Es gibt eine “Nationale Plattform Elektromobilität” und das – mit viel Aufmerksamkeit der Medien - von der Bundesregierung ausgeschriebene ”Schaufenster Elektromobilität”, an dem nunmehr vier Regionen in der  Bundesrepublik Deutschland teilnehmen.

 

Die Autohersteller drängeln sich am Subventionstrog der Bundesregierung. Insgesamt stehen 180 Mio. Euro für das Programm zur Verfügung.

Mittlerweile gibt es neben dem rührigen Bundesverband Solare Mobilität (seit 1990), einen Bundesverband Elektromobilität, für den offenbar  die Art der verwendeten Energie keine besondere Rolle spielt.   Sucht man bei dem für die Schifffahrt zuständigen Ministerium www.bmvbs.de  nach dem Wort Solarschifffahrt oder Solarboot findet man keinen einzigen Eintrag.

Wen wundert es, dass die Schwierigkeiten für diese Schiffskategorie  nicht auf hoher See, sondern in den zuständigen Verwaltungen beginnen. Dort wo der Konstrukteur auf überkommene Bauvorschriften aus den letzten hundert Jahren stößt, die zumeist aus der fossilen Schifffahrt stammen.

Kommerzielle Solarmobilität auf den Binnengewässern.

Seit Mitte der 1990 er Jahre gibt es einige  professionelle Angebote. Die ehemalige  Kopf AG (heute Kopf GmbH) mit ihren schön designten Edelstahlbooten, wie die Gaienhofen  von 1998, der ersten vollwertigen und gewerblichen Solarfähre der Welt mit 12 Plätzen (heute als  Spree-Shuttle in Berlin unterwegs), bis hin zur Alstersonne in Hamburg mit 125 Plätzen und weiteren Schiffen am  Bodensee, Thuner See, Hydepark Lake und am Neckar zu Ulm.

Schon 1995 errichtete der Berliner Solarbootpionier Holger Kaselow anlässlich der UN Vorbereitungskonferenz zur Klimarahmenkonvention in Berlin die erste Solarbootmietstation der Welt in Berlin Köpenick. Die dort eingesetzten Boote, Suncat21 mit 8/12 Sitzplätzen, sind Boote, die im harten Mietbetrieb (mit bis zu 4000 Betriebsstunden ) auf Spree und Dahme seit 1995 unterwegs sind.

 

Die SOLON SOLON auf der Spree ( Namenssponsor des Schiffes ist die SOLON SE) der  SolarWaterWorld AG ist ein „Sportboot” mit 50 Plätzen, und seit  August 2009 erfolgreich auf der Spree im Charterbetrieb unterwegs. Erst vor kurzem beförderte die SOLON, im Rahmen der Woche der Umwelt (Deutsche Bundesumweltstiftung)  auf Einladung des Bundespräsidenten, 600 Fahrgäste in 2 Tagen.

 

Auch auf hoher See mit der Kraft der Sonne unterwegs

Das Solarschiff Turandor PlanetSolar (gebaut in Kiel) beendete 2012 eine Weltumrundung nach 584 Tagen 23 Stunden und 31 Minuten.  Zum Vergleich: Die schnellste Segeljacht „Banque Populaire V“ beendete die Strecke um den Globus in 74 Tagen und 22 Stunden  im Januar 2012.

Siehe http://www.spiegel.de/reise/aktuell/planetsolar-solarboot-kehrt-von-weltreise-zurueck-a-831418.html

Spektakulär ist  das Budget  des  Projekts MS Turandor, es  gehört mit 12,5 Mio. Euro  in die Superklasse der Solarschiffaktivitäten.

25 Jahre ehrenamtliches Engagement

Ein weiterer, ausgesprochen stiller Pionier der Solarbootszene ist ein – mittlerweile pensionierter – Lehrer an der Max Beckmann Oberschule in Berlin, Norbert Wilms

SolarBoot des Veranstalters Hartmut Ginnow Merkert

. Die Berliner Solarboot Regatta führt er seit  1988 durch. Zum  25 Jubiläum starteten am 4.08.2012  40 Teams in Berlin am Tegeler See.  Hier der Artikel vom 24.08.2012
 http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule…

Seit  3 Jahren gibt es am Werbellinsee , im schönen Brandenburg, die www.Solarboot-Regatta.de ,die als Lauf zur Europameisterschaft der Solarboote gewertet wird.

Es gibt Veranstaltungen wie die in  Koblenz www.solarboot-cup.de ,die den Schwerpunkt Solarboot Modellbau pflegen.

Auch die Meyer Werft in Papenburg, deren Geschäft der Bau großer Kreuzfahrschiffe ist, veranstaltet einen Solar Modellboot Wettbewerb www.meyerwerft.de/solarboot/page.asp?main=0&did=571  Ein kleiner, sonniger Streif am Horizont ist die Tatsache, dass die schwimmenden Ferienstädte – aus Gründen des Fahrkomforts – fast nur noch mit Hybridantrieben (Diesel/Elektrisch) gebaut werden. Die Art des Treibstoffs entscheidet offenbar allein der Reeder, der aus Kostengründen dann doch gerne zu Schweröl als Betriebsmittel greift.  So stiftet der NABU diesen Reedereien jährlich einen Preis für den schmutzigsten Antrieb.  Bei einer der größten Reedereien ist mittlerweile die Mitgründerin von Greenpeace Deutschland, Monika Griefahn , als Umweltberaterin tätig.

 

Holland fährt allen davon

 

Im friesischen Leeuwarden traf sich vom 8.07.bis zum 14.07.2012 die Formel Zero der Sonnenboote. Auf der Strecke des weltbekannten historischen Eislanglaufs “eleven cities”  (der im Winter über die zugefrorenen Kanäle Frieslands) mit einer Streckenlänge von 220 km führt, kämpfte die internationale Elite der Universitäten und einiger Privatteams um die schnellste Zeit  . Der Niederländische Astronaut und Solarpionier Wobbo Ockels (Universität Delft, siehe auch NUNA Solarcarteam bei der WSC in Australien) ist Botschafter dieses Events.  An 8 – leider oft verregneten Tagen – fuhren  38 Teams in 3 Klassen um den  Sieg.

TU DELFT

 

Siegerteam der A Klasse dieses Jahres ist das Team Gowing Continental BC mit der Startnummer T82  Sie legten die Strecke in 10 Stunden 40 Minuten und 28 Sekunden zurück. www.dongsolarchallenge.nl

Zum Vergleich: Der erst platzierte Eisschnellläufer von 1997 Henk Angement schaffte die Strecke in 6 Stunden 31 Minuten.

Also auch hier sollte man annehmen, dass die Geschwindigkeit  nicht das Hauptkriterium für ein solches Rennen sein kann.

Mit den bis zu 40 km/h schnellen Solarbooten darf man auf den friesischen Wasserstraßen auch nur 12 km/h fahren. Nur der Vorsitzende der Stifting Elektryks Farre Fryslan  Willco Waller http://www.seff.nu, vermerkt die mangelnde Sinnhaftigkeit  der Geschwindigkeit als Kriterium für einen Wettbewerb dieser Art. Bei den durchweg alltagstauglichen Elektrobooten  dieser Stiftung steht die Energieeffizienz im Vordergrund.

 

Von der Geschichte lernen

Vor wenigen Wochen ging ich an den Ufern der Spree entlang und entdeckte dort, am historischen Hafen, ein 40m langes Transportschiff aus Eisen.  Wolfram Appel vom Berliner Büro für solare Antriebe erzählte mir,  dass es sich dabei um einen historischen  Ziegelkahn handelt. Von diesen Elektrokähnen mit 7 PS (in Worten: Sieben) existierten um 1900 bereits 118 Stück.

Berlin ist vom Wasser her gebaut.  Mit diesen Kähnen wurden die zum Bau der Stadt benötigten ca. 1,8 Millionen Tonnen Ziegel (jährlich) von  Zehdenick nach Berlin transportiert. Dort im historischen Hafen von Berlin verrottet ein Stück Stadtgeschichte. So kann es gehen, während man einerseits ein  „Schaufenster Elektromobilität“ gestalten möchte,  ignoriert  man andererseits die Geschichte und vor allem die Zukunft der Elektroantriebe in der Schifffahrt völlig.

Der Senat von Berlin fördert Rußfilter für Dieselschiffe mit einem Zuschuss von  bis zu 20.000 Euro, bei den mehr als 1000 Fahrgastschiffen  auf den Berliner Gewässern ein teures Unterfangen.

Das Potential der  – wohlgemerkt – langsam fahrenden Solarelektroschiffe  für den Transportbereich ist leider bei denen die für die Schaffung geeigneter politischer Rahmenbedingungen zuständig sein sollten, noch nicht erkannt worden.

Am 19.08. 2012 wird am Werbellinsee in Brandenburg ein neues Solarschulschiff (nicht nur für die Jugend) auf den Namen Solar-Explorer getauft. Dieses Schiff mit bis zu 50 Plätzen, kann ab sofort wie die SOLON in Berlin, über  www.solarpolis.de  gechartert werden.

 

 

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100% Sonnenschein und immer einen Handbreit Wasser unter den Kielen

24. August 2012 · Keine Kommentare

Der Solar Explorer, das solare Forschungsschiff für Jung und Alt, ist am 19.8.2012 auf dem Werbellinsee nördlich von Berlin getauft worden.

 

Solar Explorer auf dem werbellinsee bei der Jungfernfahrt

 

Der Staatssekretär aus dem Umweltministerium Brandenburg Daniel Rühmkorf und Martin Krassuski vom Trägerverein Kultur Landschaft Uckermark sowie zweihundert Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, bei schönstem Solarwetter eine erste Probefahrt zu machen. Umweltstaatssekretär Daniel Rühmkorf betonte: “Die Finanzierung der Solar Explorer aus dem Konjunkturprogramm 2 der Bundesregierung, im Gegensatz zu dem Konjunkturprogramm 1 mit der Abwrackprämie für Altautos, hat nunmehr eine Investition in die Zukunft ermöglicht”. Neben den staatlichen Förderungen haben sich auch einige Firmen und Institutionen beteiligt. Allen Sponsoren und Förderern des Projekts sei hiermit auch seitens der DGS Berlin nochmals herzlich gedankt.

 

Projekte wie SolarExplorer sind nur mit der Unterstützung von Sponsoren zu verwirklichen.

 

Lernort Biosphärenreservat ist das ambitionierte Motto für die Nutzung des Zweirumpfbootes Solar Explorer. Mit 5,10 m Breite und 18 m Länge bietet es Platz für bis zu 48 Passagiere. Für Schulgruppen bis zu 30 Schülern ist es ausgestattet mit vollwertigen Computer- und Laborarbeitsplätzen.

Zwei wassergekühlte Synchronmotoren mit einer Leistung von je 7,5 kW werden durch den Solargenerator mit 9,02 kWp Leistung mit Strom versorgt.

Das Schiff verfügt über einen Glasboden, der es ermöglicht, das Geschehen unter der nahen Wasseroberfläche zu betrachten. Wem das nicht reicht, der kann die an Bord befindliche Unterwasserkamera bis zu 55 m in die Tiefe des glasklaren Sees tauchen lassen. Auf einem großen Bildschirm sind dann nicht nur die historischen Kaffenkähne zu bestaunen, die seit 200 Jahren dort auf Grund liegen. Auch Wasser und Bodenproben aus der Tiefe können mit dem Davit gehoben werden und sofort im Bordlabor untersucht werden.

SolarPolis hat während der Planungs- und Bauphase verschieden Anregungen in das Projekt eingebracht und unterstützt das Projekt weiterhin mit Rat und Tat. Das Boot ist ab sofort über  info at solarpolis.de zu chartern

Mit einem Suncat21 der neuen Baureihe der SolarWaterWorld AG reiste der Autor Arno Paulus die Strecke von Berlin Kreuzberg zum Werbellinsee und zurück 170 km auf dem Wasserweg mit 4 ltr. Benzinäquivalent. Ab sofort ist das Boot auf dem Wannsee zu mieten. Info per Mail an  info at solarpolis.de

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slow sustainable moving

25. Januar 2012 · Keine Kommentare

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World Solar Challenge 2011

4. Juli 2011 · Keine Kommentare

Allmählich sind die ersten Fahrzeuge fertig.

Ein update findet man unter:
 http://www.solarwebsite.nl/en/2011/07/wo…

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Lithium Akkus mögen es auch im Winter lieber warm.

26. Juni 2011 · 1 Kommentar

Der erste Winter mit Minusgraden wird von den meisten Batterietypen noch ganz gut weggesteckt.  Aber schon nach dem  zweiten Winter sind auch bei den hochgelobten Lithium Akkus die ersten Schwächen zu erkennen. Es droht ein Leistungsverlust von bis zu 80%.

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Das bedeutet eigentlich nur, dass man darauf achten sollte, die Batteriespeicher gut zu isolieren, oder besser, diese dauernd bei ca. 15 Grad Wärme zu lagern, bis der Frühling wieder kommt.   Nach unserer Erfahrung sind  die Blei Gel Akkus,  Dank ihres relativ niedrigen Preises, heute tatsächlich immer noch günstiger, als alle anderen Batterietypen.  Eine elektrische Batterieheizung erhöht leider den Energiebedarf drastisch.

Leider glauben viele Elektroautoenthusiasten, dass die Größe des Akkupakets auf Dauer auch eine  größere Reichweite gewährleistet.  Dabei ist jedoch wichtig, dass , wenn man sich einmal entschieden hat,  jeden Tag 150 km zu fahren , man dies Entfernung auch wirklich fahren sollte.  Nur durch die genaue Kalibrierung des Batteriepakets, orientiert an der tatsächlich täglich zurückgelegten  Fahrstrecke, kann man verhindern, dass sich die Leistung des Batteriepakets immer weiter reduziert.

Wir sind übrigens dankbar für jede weitere Information aus der Praxis anderer Solar-Elektromobilnutzer.

Hier ein Report über Korrosion derselben:
 http://gigaom.com/cleantech/why-lithium-…

 http://www.bine.info/hauptnavigation/the…

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