“Das größte Solarschiff der Welt”,

Februar 27th, 2010 by solarmobil

ist in Kiel der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Vor etwa 10 Jahren stellte die Kopf AG ihr größtes Solarschiff, die Alstersonne, in Hamburg der Welt vor.
Dem Team Planet Solar  http://www.planetsolar.org/index.de.php wünschen wir immer eine Handbreit Wasser unter den Kielen. Demnächst kommen übrigens noch weitere Teams an den Start.

Die Presse ist selten zurückhaltend mit Superlativen. Nach welchen Kriterien die Größe eines Schiffes bemessen wird, nach Passagierzahlen oder nach Länge, obliegt der Genauigkeit der Recherche der Journalisten.
Die Solarschifffahrt hat in der täglichen Praxis jedoch weiterhin große Hindernisse zu bewältigen. Dagegen scheint das offene Meer, für erfahrene Teams, durchaus das kleinere Übel zu sein.
Im Alltagsbetrieb auf den Binnengewässern, werden Solarschiffe von den Behörden, mit zum Teil fadenscheinigen Argumenten behindert. Die Kategorie Solarfahrgastschiff wurde erst im letzten Jahr, durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, bei der Taufe der SOLON, rein zufällig in die Welt gesetzt. Bei dem zuständigen Ministerium existiert diese Kategorie auch im Jahr 2010 nicht.
Auf der Webseite des Ministeriums heiß es jedoch zur Verkehrspolitik:
“Die Bundesregierung verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Verkehrspolitik. Dies bedeutet: Verkehr soll umwelt- und klimafreundlich, sozial verantwortlich und gleichzeitig wirtschaftlich effizient gestaltet werden. Unsere heutige Mobilität und die Art, wie wir unser Verkehrssystem ausgestalten, dürfen nicht auf Kosten der Mobilität und Lebensqualität unserer Kinder und Enkel gehen.”
Die Praxis sieht dramatisch anders aus.
Bei der Vergabe von Anlegestellen und Liegeplätzen, insbesondere in den Innenstadtbereichen genießen die alteingesessenen Reedereien, trotz schädlicher Emissionen, immer noch althergebrachte Privilegien.

In den Sommermonaten fährt der Gast z.B. auf der Spree zwischen Mühlendammschleuse und Bundespräsidialamt durch Abgasschwaden. Auf der Strasse wären solche Fahrzeuge in der Innenstadt von Berlin schon längst verboten.
Die Forderung nach freiem Zugang zu bestehenden Anlegestellen, für emissionsfreie Wasserfahrzeuge, werden von den staatlichen Stellen nicht wahrgenommen.
Im Prinzip wäre hier eine Art Netzagentur zu installieren, die die Nutzung für alle Anbieter gewährleistet.
Ein Paradigmenwechsel, hin zur oft zitierten Nachhaltigkeit, ist nur über die Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen zu erreichen. Dazu gehört z.B. auch eine Vorfahrtreglung für emissionsfreie Wasserfahrzeuge in Schleusen. Hier steht der Solarschiffer immer noch hinter qualmenden und rußenden Schiffen der gewerblichen Schiffahrt.

Gibt es für Strassenfahrzeuge einen (zum Teil überflüssigen) “Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität”, wird die von privaten Investoren bis zur Serienreife entwickelte Solarschifffahrt kaum wahrgenommen. Vielleicht helfen die Berichte über, “Das größte Solarschiff der Welt”, dies zu ändern.

10 Konferenz des BSM in Berlin 17.-18.02.2010

Februar 12th, 2010 by solarmobil

Immer wieder finden Konferenzen statt, die sich an rein technischen Fragen entlanghangeln. Auch Fördermaßnahmen - für technische Lösungen - werden diskutiert, und mit großer Vehemenz gefordert. Der Bundesverband Solare Mobilität macht dabei keine Ausnahme. Fragen zur notwendigen Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens, werden kaum gestellt. Reduzierung von Geschwindigkeit, oder gar eine allgemeine Entschleunigung, als Voraussetzung für eine neue Mobilitätskultur, ist kein Thema. Auch die notwendige Veränderung der Stadtplanung, die z.B. Verkehrsvermeidung als Ziel definiert, kommt nicht vor. Elektroautoenthusiasten neigen hingegen immer wieder dazu, ihre langsameren Fahrzeuge mit fossilen Rennfahrzeugen zu vergleichen. Nicht Energieeinsparung und Effizienz, sondern die “sagenhafte Beschleunigung” spielt z.b. bei dem Batterierenner Tesla häufig eine wichtigere Rolle, als alle andere Parameter.

Schade, dass eine ganzheitliche Sichtweise auf die Mobilität von Morgen nicht stattfindet. Die unterschiedlichen Vorstellungen werden nur fragmentiert in den einzelnen Organisationen diskutiert. Da gibt es die verschiedensten Akteure. Der Verkehrsclub Deutschland, der ADFC, der Fuß e.V. und alle anderen Umweltverbände, wie auch die Parteien im Deutschen Bundestag. Nicht zu vergessen die Autoclubs, ADAC, ACE, AVD mit ihren zum Teil auf Hochgeschwindigkeit gerichteten Motorsportabteilungen. Verbände im Deutschen Verkehrssicherheitsrat, die sich hauptsächlich mit Sicherheits und Unfallaspekten befassen. Auch die Autohersteller bosseln neuerdings mit den Atomkonzernen gemeinsam an neuen Konzepten. Alle, haben zum Teil sehr konkrete eigne Vorstellungen von der Mobilität von Morgen. Leider fehlt bis heute eine übergreifende Diskusion aller relevanten Organisationen, zur Herstellung eines konsensualen Prozeßes um die nachhaltige Zukunft der Mobilität.

SolarWaterWorld AG auf der boot in Düsseldorf

Januar 22nd, 2010 by solarmobil

Vom 23. bis 31. Januar 2010 findet in Düsseldorf die boot 2010 statt. Die SolarWaterWorld AG ist mit dabei und lädt Kunden, Besucher und Interessierte an den Stand E76 in Halle 5. Auf der weltweit größten Yacht- und Wassersportmesse stellt die SolarWaterWorld AG ihre neue Generation solarbetriebener Elektroboote vor: Von der Luxus-Yacht über Fahrgastschiffe bis hin zum eleganten Freizeit-Boot.
Die SolarWaterWorld AG auf der Boot 2010 in Düsseldorf
Umweltfreundlich, effizient und elegant - das ist die neue Generation von Solarbooten, die die Berliner Bootsbauer und Konstrukteure der SolarWaterWorld AG auf der Boot 2010 präsentieren werden. Als Vorreiter in Design und Technik beweisen die Berliner aufs Neue, dass moderne, emissionsfreie Wasserfahrzeuge längst keine Zukunftsmusik mehr sind. Sie sind Realität.
Die neue Solarboot-Generation
Die SolarWaterWorld AG wurde im März 2001 gegründet und ist einer der Pioniere bei der Entwicklung von solarbetriebenen Wasserfahrzeugen. Hervorgegangen aus dem Institut für Solarschiffbau, vereint die SolarWaterWorld AG wissenschaftlich-theoretische, technische und praktische Expertise mit weltweiter Vermarktung und Lizenzierung. Die Gesellschaft zählt inzwischen zu einem der erfolgreichsten Unternehmen im Marktsegment solarelektrischer Boote und Schiffe.
Das neue Flaggschiff der Flotte der SolarWaterWorld AG und eine Weltpremiere ist die Solaryacht SunCat 46, die erste größere Solaryacht der Welt, die in Serienproduktion gefertigt wird. Diese 14-Meter-Yacht vereinigt umweltfreundliche Technik, Luxus und elegantes Design und ist dabei kein Hybrid, sondern eine wirkliche 0-Liter-Yacht. Kein Lärm, keine Abgase, kein CO2-Ausstoss.
Etwas kleiner aber genauso umweltfreundlich ist der Solarkatamaran SunCat 23 für bis zu 12 Personen, der ohne Führerschein gefahren werden kann. Das Boot mit einer Rumpflänge von 7 Metern ist ein energetisch und ökologisch äußerst effizientes Wasserfahrzeug, welches mit derselben Stromleistung betrieben werden kann, die normalerweise eine Mikrowelle benötigt. Und das rechnet sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Eigner. Bei 1.000 Einsatztagen kann man bis zu 30.000 Euro an Treibstoffkosten sparen.
Neu im Programm sind auch die Highend-Elektroboote von Lear Boats, die wahlweise mit Solarzellen bestückt werden können oder mit Batterie und Strom vom Anleger laufen. Das Besondere an diesem eleganten Freizeit-Boot, ist das Hard-Top, das per Fernbedienung ausgefahren werden kann. Die solarbetriebene Variante des Lear 204 ist eine Kooperation mit der Lear Baylor Inc. USA

Pressemitteilung solarpolis media berlin

Neues vom Solarflugzeugprojekt Solarimpulse

November 5th, 2009 by solarmobil

Der Prototyp HB-SIA wird morgen erstmals den Konstruktionshangar auf dem Flughafen Dübendorf (Zürich) verlassen wird, wenn es die Wetterbedingungen erlauben. Er wird einer ersten Serie von statischen Tests unterzogen und zwar seiner vier Motoren und der elektromagnetischen Interferenzen. Während dieser Tests unter Leitung des Astronauten Claude Nicollier, wird der deutsche Profi-Testpilot Markus Scherdel am Steuer sitzen.

Für das ganze Team und alle, die es unterstützen, wird es ein grosser Tag. Die Bilder finden Sie auf: www.solarimpulse.com.

Buchempfehlung: “Virus Auto”

November 3rd, 2009 by solarmobil

heißt das neue Buch des Wiener Professors Knoflacher im Verlag UEBEREUTER.  Die “Geschichte einer Zerstörung”, lautet der Untertitel. Der von uns geprägte Begriff FaHRschismus erscheint nach der Lektüre dieses Buches nicht mehr überspitzt.  Wie immer die Mobilität von Morgen gestaltet werden soll, es sind drastische  Paradigmenwechsel nötig,  um die Schäden an Mensch und Natur zu reduzieren. Es reicht nicht aus, nur die Antriebsart ein wenig umweltfreundlicher zu gestalten . Â

World Solar Challenge wird Global Green Challenge

Oktober 29th, 2009 by solarmobil

Siegerteam 2009Seit dem 25.10. am letzten Sonntag, fahren die Solar Challenge Teams wieder über den Stuart Highway von Darwin nach Adelaide. Die Regularien sind nun offiziell von der FIA . Das sieht man u.a. daran, dass die Fahrer nun Helme tragen müssen.  Die meisten Teams aus Japan fahren schon länger nach diesem Regularium.  

Bereits auf der Veranstaltung in Griechenland  2004 wurde deutlich, dass die schnelle Fraktion mit diesem Regularium die Veranstaltungen dominieren wird.

Herzlichen Glückwunsch! An das Team Tokai aus Japan dem Siegerteam  2009.

Neue Studie zu Mogelpackung Elektroauto

Oktober 18th, 2009 by solarmobil

Nur als Hinweis auf die neue alte lesenswerte Studie die unsere Annahmen unterstreichen.

http://www.goef.de/elektroautos 

Kommentar folgt.

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Die Krise der Autosüchtigen.

September 15th, 2009 by solarmobil

Nun erreicht die Krise auch den Autohandel.  Der Unternehmensberater Roland Berger rechnet mit dem Verlust von 90000 Stellen in den nächsten Monaten nach der Abwrackprämie.

Wozu braucht man eigentlich Autoverkäufer?

Schon immer habe ich mich gefragt, worin die Aufgabe der  meist zu seriös gekleideten und ab und an gegelten Herren (kaum Damen)  bestand.  Deshalb empfinde ich bei dem Gedanken an den Verlust dieser Arbeitsplätze nichts weiter.

Vielleicht sollten diese Herren als Mobilitätsberater umgeschult werden. Ich sehe schon das Schild in dem glänzenden Autotempel um die Ecke.

Heute Mobilitätsberatung! 

Dabei wäre deren Tätigkeit dann auch wieder rein psychologischer Natur.  Sie müssen nun die autosüchtigen Männer sozusagen umpolen, entwöhnen. Autosüchtige sind solche Menschen,  die sich gar nicht mehr anders bewegen als in ihrem Fahrzeug. Das sind die, die zu ihrem Autoabstellplatz kurioserweise Parkplatz sagen.  Obwohl das nun gar nichts mit Park zu tun hat. Auch sprechen diese Menschen häufig in der Ichform wenn es um die  kaputen Bremsen oder um den Ölwechsel ihres Mobils geht. Meistens sitzen diese Herrn alleine in ihren großen blechernen Kisten neuesten Datums.  Wenn sie nicht fahrend telefonieren, träumen sie vielleicht von der grenzenlosen Freiheit und werden ab und an von lästigen Staudurchsagen im Radio geweckt. Wenn sie nicht selbst in diesem Stau stehen. Immerhin nach neuesten Erkenntnissen der Universität Duisburg kommen dabei in Deutschland fast 535000 Jahre Wartezeit pro Jahr zusammen.  Die übergroße Musikanlage brüllt für alle anderen gut hörbar “Highway to Hell” in die kleine abgekapselte Welt des Autosüchtigen.  Das Fenster muß geschlossen bleiben, wegen der Klimaanlage. Wenn er nicht fährt, dann arbeitet er eine geraume Zeit seines Lebens für sein rollendes Statussymbol. Zum Glück scheint sogar die FAZ am 15.09. 2009 bemerkt zu haben, dass dieses Statusbewußtsein langsam aber sicher von anderen Parametern abgelöst werden wird.

Am Wochenende steht das tonnenschwere Blech mit Gummirädern irgendwo auf trostlosen Plätzen oder in  Garagen und wird  zärtlich reibend gereinigt. In Berlin Kreuzberg gibt es bereits sogenannte Autolofts mit dem Abstellplatz neben dem Bett. Zehntausende Kilometer Strassenraum in den Städten dienen als Abstellfläche für unbewegte Stehzeuge.

Es gibt Autokino´s, Drive Inn Gastronomie und riesige versiegelte Flächen auf der ganzen Welt. Vom Traum der Geschwindigkeit angelockt, enden Millionen meist junger Menschen zu schnell auf dem Friedhof.  Schnell ist gut, Schnell war Tüchtig. 

Nun öffnet die “Internationale Automobil Ausstellung”  IAA  in dieser Woche in Frankfurt am Main. Zu diesem Anlass findet man massenhafte Berichte über Neuentwicklungen in den Medien. Das “Elektroauto” wird derzeit hoch gelobt und von allen Herstellern präsentiert. Elektroauto ist Methadon für Autosüchtige. Mit dem sogenannten “Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität” hat die Bundesregierung  der Autorepublik Deutschland im Prinzip ein Absatzprogramm für die notleidenden Atomstromkonzerne auf den Weg gebracht.

Mit großem Aufwand werden seit Jahrzehnten die Medienvertreter von den Autoherstellern umworben. Freiflüge kombiniert mit einem Aufenthalt in einer Luxusherberge bewirken wundersame Artikel in nahezu allen Medien.  Neben dem schon beschriebenen Typ Autoverkäufer möglicherweise ein weiterer Beruf, der von steigender Arbeitslosigkeit bedroht sein wird.  

Wozu gibt es Autojournalisten?

“Motorsport” ist Mord, könnte man angesichts des Massensterbens  auf den Strassen der Welt meinen.  Die verletzten Menschen werden in einigen Ländern gar nicht erst gezählt.  Die Spitzenfunktionäre  Max Mosley und Barnie Ecclestone beherrschen die Szenerie der schnellen Männer. Die FIA mit all ihren nationalen Sektionen (Gauen) ist der Hort der FaHRschisten.  Leider hat sich in diesem Jahr eine der fortschrittlichsten Veranstaltungen die World Solar Challenge in Australien den Regularien der FIA unterworfen. Bezüglich Effizienz und Energieverbrauch ein deutlicher Rückschritt für die solare Mobilität. Denn jetzt herrscht das Paradigma der Geschwindigkeit auch dort, mit neuen Anforderungen an die allseits beschworene “passive Sicherheit”.

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Neu! ATOMMOBIL Road Show

August 29th, 2009 by solarmobil

(Achtung Realsatire) Unter dem Suchbegriff “SolarMobil” bei Google hat der Konzern RWE seit einigen Tagen Werbung geschaltet. Dort wird  die derzeit laufende Atommobil Roadshow  unter dem Begriff  SolarMobil kommuniziert.    Â

SolarMobil

August 27th, 2009 by solarmobil

Die Bochumer Hochschule zeigt das Mobil der Zukunft.

Optimiert bis an die Grenze des heute Möglichen muß das Fahrzeug sein, um die 3060 km lange Strecke über den Stuart Highway  in Australien von Darwin nach Adelaide zu bewältigen. Der Energiebedarf liegt sicher unter 0,40 Ltr. Benzinäquivalent 100km. Die in Deutschland erhältlichen Serienfahrzeuge Twike und  Cityel erreichen annährend solche Werte schon heute. Leicht, Leise und Langsam ans Ziel und immer einen Sonnenstrahl auf´s Paneel  wünsche ich dem SolarMobil Team aus Bochum.

http://www.hochschule-bochum.de/solarcar.html