Mit dem Pedelec Solar-elektrisch unterwegs im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin

Juni 15th, 2014 · Keine Kommentare

Nachdem ich 2012 mit einem Solarboot Suncat21 nach Altenhof am Werbellinsee über den Wasserweg gefahren bin, hatte ich nun vor, die Strecke mit Bahn und gemietetem E-Bike (Pedelec) zurückzulegen.

Für 8,20 Euro löste ich ein einfaches Bahnticket von Berlin nach Chorin. Nach einer Pressekonferenz des Biosphärenreservats zum Thema:  http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1288997/l   im Bahnhof Chorin, miete ich bei www. fahradverleih-chorin.de ( www.sonne-auf -rädern.de) ein nagelneues Ebike von Winora  mit Boschmotor und  400 Wh Akkukapazität. Mit 29 Euro pro Tag, nicht eben die preiswerteste Art des Radfahrens.  Mit der Akkuleistung könnte ich bei langsamer Fahrweise bis 150 km weit fahren.  Meine durchschnittliche Geschwindigkeit von 20 km/h,  mit grösstmöglicher Motorunterstützung,  ergab insgesamt eine ermüdungsfreie  Fahrleistung von insgesamt 60 km.  Über Golzow erreichte ich Joachimsthal nach 60 Minuten. Ganz sicher wäre ich bei trockenem Wetter langsamer durch die Landschaft geradelt. In Joachimsthal besichtigte ich den Kaiserbahnhof und nach einem kleinen Imbiss, die “Schinkelkirche” mit ihrem charakteristischen Zierturm. Von dort radelte ich in Richtung Werbellinsee. Der Weg nach Süden, Richtung Hubertusstock, ist eine  Art Höhenweg,  entlang an dem wunderschönen Werbellinsee mitten durch den Wald.  Hier gibt es 23 km lange Wanderwege durch den Wald rund um den See.

Man sollte hier besser nicht so schnell fahren, wie die Motorradfahrer, die diese Strecke wohl als Wochenendrennstrecke zum Teil mit überhöhter Geschwindigkeit befahren. Deren Fahrgeräusche stören den Frieden der Landschaft massiv und es sollte eine Lösung für dieses Problem gefunden werden. Eine Geschwindigkeits-begrenzung gibt es zwar, aber an diese hält sich kaum einer der Motorradfahrer.

Besser ist es, die Schönheit der Uferlandschaft zu geniessen oder eine der lauschigen Buchten zum erfrischenden Bad im türkisfarbenen Wasser des Sees  zu nutzen.  Mein Entschluss in dem Ringhotel Schorfheide anzuhalten und dort (Reservierung empfohlen, EZ59 Dz 79Euro) zu übernachten, wird mir durch die Gewährung eines Radlerrabats – immerhin liegt das Hotel an der Fernradstrecke zur Ostee – erleichtert.  Auch ein Stromanschluss ist unter einem Dach vorhanden,  so das ich nach 30 km Fahrtstrecke den Akku in 2:00 Std. wieder auf 100% auffüllen kann. Nach 2 Stunden könnte ich also erneut 60 km in der schnellsten Fahrstufe zurücklegen. Den sogen. Memoryeffekt, wie bei der Bleibatterie, soll es ja bei Lithium Ionenakkus nicht geben.

Am nächsten Morgen, nach einer wunderbar ruhigen Nacht mitten im Wald, radle ich weiter Richtung Süden.  In Wildau findet an diesem 14 Juni 2014  – nicht ganz zufällig – die www. solarbootregatta.de statt. 20 Universitäts und Schulteams aus Brandenburg, Holland und Polen zeigen hier ihre neuesten Entwicklungen. Bastelboote, Hightechboote und einige Gebrauchsboote sind am Start. Die Mitgleider der teilnehmenden Teams  sitzen entspannt am Ufer  und schauen zu wie ihre Boote Runde um Runde auf dem See drehen.

Als engagierter Solarmobilist übernehme ich gerne für einige Stunden die Gästebetreuung des Veranstalters auf dem solaren Forschungschiff Solarexplorer www.dgs-berlin.de .  Der 18 m lange Solarkatamaran liegt in Altenhof  ca. 5 km nördlich von Wildau.   Dort hin fahre ich mit dem E-Bike über  einen wunderschönen Uferwaldweg, gesäumt von kleinen  Buchten.

Das Forschungsschiff für Schulen, Universitäten (ich berichtete über die Taufe 2012) fährt ab sofort auch für Jedermann zu festgelegten Zeiten.

 

Nämlich am:

Sa.21.06.14  – um  14:00 Uhr, So. 29.06. 14 – um 10:30 Uhr, Sa.05.07.14 um – 14:00 Uhr , So.13.07.14 um – 10:30 Uhr,  Sa. 19.07.14 um 14:00 Uhr  So.27.07.14 um 10:30 Uhr.  Buchungen unter 0151 54228044 oder  Info at solarpolis.de.

In Altenhof kann man ebenfalls jederzeit kleine (4 Pers.) führerscheinfreie Elektroboote für 20 Euro pro Std. mieten. 4 Stunden 60 Euro.

Nach Beendigung der Solarboottouren auf dem See fahre ich von Altenhof über Golzow zum historischen Bahnhof Chorin zurück. Im Zug nach Berlin begegne ich einigen Besuchern  des Hoffestes in www.brodowin.de,  welches an diesem Tag stattfand.

Während der Bahnfahrt erinnere ich mich an einen Text aus der Süddeutschen Zeitung von 2002.

“Ein Römer kritisiert seine Zeitgenosse”n

“Wir pflegen Reisen zu unternehmen,
das Meer zu überqueren, um Dinge kennen zu lernen, die uns wenn wir sie immer vor Augen haben, nicht interessieren, weil es uns von Natur eigen ist , gleichgültig gegen die nächste Umgebung in die Ferne zu schweifen, weil das Verlangen nach allem, was bequem zu erreichen ist, erkaltet, oder weil wir es aufschieben, als könnten wir jederzeit in Augenschein nehmen, was sich in den Augen darbietet, sooft man es sehen will.
Mag dem sein, wie ihm will, jedenfalls haben wir von vielem in unserer Stadt und ihrer Umgebung weder je etwas gesehen noch auch nur gehört, was wir, befände es sich in Achaia, Ägypten, Asien oder einem beliebigem Lande, das reich ist an Natur und Reklame zu machen weiß, längst gehört gelesen und besichtigt hätten”.

C.Plini Caecilii Secundi Epistularium Libri Decem ,ed. Helmut Kasten,München 1968

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