Klischees, Schablonen, Vorurteile

Brot und Rosen – Her mit dem ganzen Leben – Internationaler Frauentag

März 8th, 2013 by berlin_peripherie

Am 8. März 1857 erhoben sich New Yorker Textilarbeiterinnen gegen ihre unerträglichen Arbeits- und Lebensbedingungen. Ihr Streik verursachte ein in sämtlichen Weltregionen bis in die Gegenwart spürbares Beben. Mehr als 50 Jahre später entstand im Jahr 1912 in der US-amerikanischen Gewerkschaftsbewegung das Gedicht “Bread and Roses”, das später vertont und in viele Sprachen übersetzt zu einem bedeutenden Song auch der internationalen Frauenbewegung wurde.

Die Sozialistin Clara Zetkin initiierte am 19. März 1911 den ersten Internationalen Frauentag, an dem sich Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten. Erst 1921 wurde der 8. März als Internationaler Frauentag festgelegt.

Vieles, was seither von den Frauen erkämpft wurde, gilt hier zu Lande heute als selbstverständlich. Doch sind die zwei Forderungen der Textilarbeiterinnen von 1857 für bessere Arbeitsbedingungen und ein besseres Leben beileibe nicht allerorten Schnee von gestern. Dies zeigen aktuelle Berichte aus Weltmarktfabriken in Bangladesh oder China und aus europäischen Agrarfabriken. Und trotz politischer und rechtlicher Gleichstellung dauert auch in Deutschland selbst die soziale und kulturelle Diskriminierung entlang der Geschlechterlinien weiterhin an.

In dem Slogan “Brot und Rosen” spiegelt sich bis heute der Kampf für soziale Sicherheit, bessere Löhne und ein gutes Leben für alle, am Arbeitsplatz, auf der Straße und zu Hause.

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