Zeit zum Ausmisten

Der Frühjahrsputz geht leichter von der Hand, wenn vorher ausgemistet wurde. Damit das Aussortieren schneller von der Hand geht, empfiehlt Aufräumcoach Rita Schilke aus Berlin das Vier-Kisten-Prinzip: eine Schatzkiste mit allem, woran das Herz hängt, eine Sofort-Weg-Kiste, eine mit Sachen zum Weitergeben und eine für Zweifelsfälle, die nach ein paar Wochen noch einmal durchgesehen wird.

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Staubfreie Fenster

Glyzerin im Wischwasser sorgt dafür, dass Fenster länger frei von Staub sind und klar bleiben. Das sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher Initiative in Berlin. Sie empfiehlt für den Hausputz Allzweckreiniger, Microfasertücher und Scheuermittel sowie einige Hausmittel – wie Glyzerin. “Essig, Essigessenz und Zitronensäure sind Allround-Talente”, erläutert Borchard-Becker. “Sie bekämpfen Kalkablagerungen, Bakterien und schlechte Gerüche.”

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Zedernholz gegen Motten

Zedernholz schützt länger gegen Motten im Kleiderschrank, wenn es regelmäßig mit Schmirgelpapier angeraut wird. Das rät Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Weitere Alternativen zu den unangenehm riechenden und giftigen Mottenkugeln seien Säckchen mit Lavendel oder Walnussblättern. Diese gebe es in Drogerien, Apotheken, Reformhäusern oder im Naturkosthandel. Die Holzstücke und die Duftsäckchen müssen jedoch regelmäßig erneuert werden, noch bevor sich ihr Duft ganz verflüchtigt hat.

Vliestapeten nicht einweichen

Vliestapeten kommen ohne Einweichzeit an die Wand. Sie werden auch nicht vorher mit Kleister bestrichen, erläutert das Deutsche Tapeten-Institut in Düsseldorf. Stattdessen werde der Kleister direkt auf die Wand gestrichen und die Vliestapete daraufgelegt. Damit der Heimwerker keine Stellen an der Wand vergisst, gibt es spezielle Vlieskleister. Diese seien zunächst farbig und werden nach kurzer Zeit an der Wand transparent. Ein weiterer Vorteil der Vliestapeten gegenüber Papierbahnen ist, dass sie sich nicht verformen. Der feste Stoff bildet auch keine Blasen, erklärt das Institut. Die Tapeten können außerdem leichter wieder entfernt werden: War die Wand beim Tapezieren trocken und glatt, lasse sich die Bahn später einfach abziehen.

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Seegras als Dämmung

Umweltfreundlich und nicht entflammbar: Seegras ist ein gutes Material für Fassadendämmungen. Das Material hat einen hohen Silikatgehalt, erläutert Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Deshalb mögen es Milben, Mäuse und anderes Ungeziefer nicht. Außerdem ist dieser Stoff, der auch Hauptbestandteil von Glas ist, dafür verantwortlich, dass Seegras nicht brenne. Es glimme lediglich kurz auf. Ein weiterer Vorteil von Seegras ist, dass ihm Feuchtigkeit nicht schade.

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Virtuelles Wasser sparen

Wer Wasser im Haushalt spart, tut der Umwelt nicht unbedingt etwas Gutes. Fließt zu wenig durch die Rohre, verstopfen sie, und der Wasservorsorger muss Wasser einleiten. Auch kommt die Wasserersparnis nicht dort an, wo sie am sinnvollsten ist: In Ländern, wo Wasser knapp ist. Der Experten raten daher, virtuelles Wasser zu sparen. Darunter versteht man Wasser, das bei der Produktion von Gütern wie Lebensmitteln verbraucht wird. “Für 125 Milliliter Kaffee werden 140 Liter virtuelles Wasser benötigt”, erklären Experte. “Für ein Auto braucht man 200 000 Liter.” Gegen die Verschwendung helfe zum Beispiel, wenn man regionale statt internationale Produkte kauft.

Platz auf dem Balkon

Den Platzbedarf von Balkonmöbeln unterschätzen viele. Pro Stuhl sollte eine Stellfläche von 50 mal 65 Zentimetern zur Verfügung stehen, rät die Stiftung Warentest in Berlin. Will man beim Sitzen noch etwas Bewegungsfreiheit haben, sollten nach hinten außerdem etwa 20 Zentimeter Platz sein. Für das Wegschieben des Stuhls beim Aufstehen sind 20 bis 30 Zentimeter von Vorteil. Damit man am Tisch gut essen kann, sollte die Platte mindestens einen Meter Durchmesser haben. Eine Liege braucht zwei mal einen Meter Platz, für den Sockel eines Sonnenschirms sollte eine Stellfläche von mindestens 30 mal 30 Zentimetern eingeplant werden. Wer wenig Platz hat, findet im Handel Tische mit einer Halterung für Sonnenschirme.

In Ziegel ohne Schlag bohren

Bei gemauerten Wänden dürfen Heimwerker auf keinen Fall eine Bohrmaschine mit eingeschaltetem Schlagwerk benutzen. Denn bei modernen Lochziegeln könne das Schlagwerk die Stege zerschlagen und zu große Löcher verursachen. Darin finde der Dübel keinen Halt, erläutert Robert Raschke, Trainer an der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. “Für Beton sollte immer ein Bohrhammer benutzt werden.”

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Die Raucherwohnung reinigen

Kalter Rauchgeruch hängt in der Luft, und der weiße Wandanstrich ist schon nach kurzer Zeit gelb: Eine Raucherwohnung erkennt man leicht. Es reicht nicht, einfach weiß überzustreichen. Zigarettenqualm dringt in die Farbe und ins Gemäuer ein.

Mit etwas Glück sind die Oberflächen im Raum glatt. “Kunststoff, Fliesen oder Glas kann man mit normalen Haushaltsreinigern einfach säubern”, erläutert Peter Waßmann vom Bundesverband der Immobilienverwalter in Berlin. Laminat oder Linoleum lassen sich zwar nebelfeucht wischen, doch der Rauch samt seinem Geruch dringt in die Fugen ein und setzt sich unter dem Wand- oder Bodenbelag fest. Da hilft häufig nur noch rausreißen.

“In offenporige Materialien wie Wandfarbe, Putz, Mauerwerk, Holz oder Teppich ziehen diese Beläge samt der enthaltenen Schadstoffe ein”, sagt Jörg Thumulla vom Berufsverband Deutscher Baubiologen. Mancher Teppich könne mit einem sogenannten Sprühextraktionsgerät gründlich gereinigt werden. Es sprüht eine Reinigungslösung tief in die Fasern und nimmt das Schmutzwasser wieder auf.

Verputzte oder tapezierte Wände lassen sich weder reinigen noch überstreichen. “Die Ablagerungen auf und in der Wand sind wasserlöslich. Sie werden – samt dem unangenehmen Geruch – durch wasserbasierte Farben aktiviert und wieder an die Oberfläche gebracht”, erläutert Andreas Wachlinger, Malermeister und Sachverständiger der Handwerkskammer München. Eine frisch gestrichene Wand werde daher rasch von allein wieder gelb.

Lösemittelhaltige Wandfarben verzögern das Durchdringen der Rauchspuren nur, sagt Wachlinger. Ebenso wenig bringt es, neu zu tapezieren. Denn der Tapetenkleister hat dieselbe Wirkung wie Wandfarbe. Das Überstreichen oder Überkleben hat sogar noch einen gefährlichen Nebeneffekt, den Laien nicht erkennen können: “Mit dem Rauch wurde krebserregendes Blei in die Wände getragen”, erläutert der Sachverständige. “Auch dieses kommt durch Kontakt mit Wasser wieder an die Oberfläche und damit zurück in den Raum.”Erfolgreicher sind überstreichbare Sperrgrundierungen sowie spezielle Anti-Nikotin-Farben, im Handel auch als sogenannte Nikotinsperre zu finden. Die Kunstharzfarbe schließt die Rückstände des Qualms ein, darüber kommt ein zweiter Anstrich. Eine alte Tapete, die besonders viele Rückstände speichert, muss zuvor entfernt werden. “Der große Nachteil dieser Methode ist: Ich zerstöre damit die bauphysikalischen Eigenschaften der Wand, nämlich ihre Fähigkeit, den Feuchtehaushalt im Raum zu regulieren und damit auch der Schimmelpilzbildung vorzubeugen”, erläutert Baubiologe Thumulla.

Nach einem Brand setzen Reinigungsfirmen in Wohnungen Ozongeräte ein. Diese spalten den Sauerstoff in der Luft in Ozon auf, das Geruchspartikel binden kann. Die Prozedur kann Unternehmensangaben zufolge bis zu 48 Stunden dauern. Das ist auch in einer Raucherwohnung möglich – und sei einen Versuch wert, findet Thumulla.

Die einzige andere Methode, kalten Rauch und Beläge loszuwerden, ist die umfangreiche Sanierung einer stark verrauchten Wohnung: Der Wandputz muss abgeschlagen und Holz abgeschliffen, Türen und Verkleidungen müssen ausgetauscht werden. Das ist aufwendig, macht Arbeit und Dreck und kostet viel Geld.

Staat fördert Wärmedämmung

Gedämmte Hausfassaden sparen Heizenergie. Der Staat unterstützt die Sanierung mit Zuschüssen.
“Es gibt viele Möglichkeiten von Bundes- bis Länderprogrammen. Sogar manche Kommunen geben Geld im Rahmen von Stadtentwicklungsprogrammen”, sagt Horst-Ulrich Frank, Energieberater bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern.

Für die Programme gibt es meist genaue Voraussetzungen: zum Beispiel ein bestimmtes Alter des Hauses. Auch die Details der geplanten Maßnahme werden überprüft. Manche Programme verlangen zudem eine professionelle Unterstützung bei der Sanierung durch einen Energieberater. Eine bundesweit verfügbare Förderung bietet die KfW-Förderbank an. Das Programm vergibt zinsvergünstigte Darlehen für einzelne Maßnahmen wie den Austausch von Fenstern oder die Fassadendämmung.

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