Spülmaschienen

Gut Ding will Weile haben, das gilt auch für Geschirrspüler. Sie lassen sich für ihre Arbeit viel Zeit, benötigen aber auch immer weniger Wasser und Strom.

Im Energiesparprogramm lassen sich mit weniger als 15 Liter Wasser aus der Leitung und im Schnitt eine Kilowattstunde (kWh) Strom in einem Zyklus zwölf Maßgedecke (rund 150 Teile) spülen. Um dieselbe Menge Geschirr per Hand abzuwaschen, wären etwa 40 Liter Wasser und viel personengebundene Zeit nötig. Eine Rechnung zugunsten der Umwelt geht aber nur bei optimaler Auslastung der Maschine auf. Nach zwei bis drei Stunden kann das saubere Geschirr mehr oder weniger trocken aus dem Automaten entnommen werden. Plastikdosen trocknen häufig schlecht. In den Disziplinen Reinigen und Trocknen liegen zwischen den Geräten Welten. Dies und einige andere Kriterien sollten beim Kauf eines Geschirrspülers berücksichtigt werden.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis bestimmt nicht zuletzt die Baugröße. Für einen Single-Haushalt genügt ein Gerät mit 45 Zentimeter Einbaubreite. Stehen regelmäßig Partys an oder leben mehrere Personen im Haushalt, ist auch ein 60 Zentimeter breites Gerät gut ausgelastet. Es wird zwischen vier Bauarten unterschieden: Standgeräte, Unterbaugeräte, teilintegrierfähige und vollin-tegrierfähige Einbaugeräte. Standgeräte haben ihre eigene Hülle und können frei in der Küche stehen. Ein Anschluss für Strom, Frisch- und Abwasser muss in Schlauchweite vorhanden sein. Unterbaugeräte werden ohne Abdeckung verkauft und können unter eine Arbeitsplatte geschoben werden. Bei teilinte-grierfähigen Einbaugeräten ist die Bedienleiste frontseitig montiert, bei vollintegrierfä-higen Einbaugeräten verschwindet das Gerät hinter einer vollflächigen Möbeltür und die Bedienelemente befinden sich oben auf dem inneren Rand der Gerätetür. Einbaugeräte arbeiten in der Regel leiser als Standgeräte.

Einfache Geräte sind für unter 300 Euro im Handel erhältlich, hochwertige kosten 800 Euro und mehr. Da die Verbrauchskosten über die gesamte Nutzungsdauer die Anschaffungskosten übersteigen, sollte großer Wert auf die Energieeffizienz gelegt werden. Das EU-Label macht einen Vergleich der technischen Daten einfach. Und das lohnt sich, lässt sich so doch leicht Geld für Strom und Wasser sparen. Fast alle Spülmaschinen lassen sich über einen solaren Warmwasseranschluss (bis 60 Grad) betreiben, dass spart Strom für die sonst notwendige Erwärmung des Wassers im Gerät. Auch auf den Geräuschpegel sollten Kaufinteressenten einen Blick werfen.

Niedrige Verbrauchswerte nützen nichts, wenn das Reinigungsergebnis Wünsche offen lässt und Nacharbeit erforderlich ist. Hochwertige Maschinen bekommen einen Zeolithbehälter mit auf den Weg. Das Mineral kann Feuchtigkeit und Wärmeenergie abwechselnd speichern und wieder abgeben, unterstützt also den Reinigungs- und Trocknungsprozess von Geschirr. Die Technologie benötigt Zeit und steht im Kurzprogramm nicht zur Verfügung.