Glück im Unglück

Dezember 22nd, 2011 · Keine Kommentare

Wenn es nach dem alten Sprichwort geht, dass Lügen kurze Beine haben, dann müsste der Amerikaner Scott Bennett jetzt um einige Zentimeter kleiner sein. Der 45 Jahre alte Mann aus Brooksville im Bundesstadt Pennsylvania ließ kurzerhand seine Mutter sterben, nur weil er in Urlaub fahren wollte.

Wenn der Chef ein paar Tage Sonderurlaub nicht genehmigt, dann ist das in jedem Fall ärgerlich, aber noch lange kein Grund, die eigene Mutter einfach sterben zu lassen. Scott Bennett hatte von seinem Chef eine Absage bekommen, als er um bezahlten Sonderurlaub bat, und kam auf die seltsame Idee zu sagen, seine Mutter sei urplötzlich verstorben. Um die Geschichte noch ein wenig glaubwürdiger zu machen, gab er in der Tageszeitung auch eine Todesanzeige auf. Die Bestürzung der Nachbarn, Freunde und Bekannten war groß, aber die Überraschung noch viel größer, als sie bei ihren Kondolenzanrufen die Verstorbene höchstpersönlich am Apparat hatten. Scott kam in Erklärungsnot und musste seiner Mutter alles beichten. Ob sie ihm verziehen hat, ist nicht bekannt, aber die Reaktion seines Chefs ist nicht weiter verwunderlich: Er hat seinen ideenreichen, aber leider unehrlichen Mitarbeiter fristlos gefeuert. Scott Bennett muss aber auch noch mit weiteren Konsequenzen rechnen, denn das, was er getan hat, das läuft in Pennsylvania unter ungebührlichem Verhalten und dafür gab es jetzt eine Anzeige.

Seine Mutter kann sich eigentlich nur mit einer anderen Volksweisheit trösten, denn wie heißt es doch so schön: Totgesagte leben bekanntlich länger und das ist immerhin ein schwacher Trost.

Tags: Allgemein

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.

Hinterlasse ein Kommentar