Archive for the ‘Gedichte’ Category

Infantomorphose

Samstag, September 1st, 2012

Mein Herz wird leicht, denk ich zurück

an Sonnentage, Kinderglück.

Was wurde aus dem großen Traum?

Wahrscheinlichkeit im Weltenraum.

Er ist noch da, verweilt im Hier,

im Übergang vom Mensch zum Tier.

Der Weg das Ziel, sich ihm zu nähern

verborgen unter tausend Spähern.

Verkleidet nur mit Licht und Mut,

dem Wissen, dass er still noch ruht.

Am Schopf gelingt es ihn zu greifen,

ihn vor den Jüngsten Tag zu schleifen.

Geprüft, gewogen und gemessen,

das Wichtigste noch fast vergessen.

Aufrecht hört er darauf zu kämpfen auf,

erfüllt sich selbst und löst sich auf.

Bis heute war ich stumm und blind,

dank mir bin ich jetzt wieder Kind.

Attraktivität

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Was ist sie?

Woraus besteht sie?

Sind es Ihre Augen, deren undendliche Weiten mich aufsaugen?

Ist es Ihre Silhouette, die an jedem Punkt ihres Umrisses meine Netzhaut streichelt?

Ist es Ihr Lachen, welches sich wie Öl in das Feuer meiner Begeisterung ergießt?

Ist es Ihre Stimme, die sich wie Balsam auf die Innenwände meines Gehörgangs legt?

Ist es Ihr Interesse, das mich wie ein warmer Umhang umfängt und einhüllt?

Ist es Ihre Ruhe, die jegliche Nervosität mit sanfter Gewalt verbannt?

Ist es Ihre Unbeschwertheit, die mich anhebt und in Ihrer Umlaufbahn schweben lässt?

Sie ist, was immer DU in Ihr siehst.

Das ist sie.

Und noch viel mehr….

Wer bist Du….

Dienstag, Dezember 13th, 2011

…und warum ist Dein Schweigen so geheimnisvoll?

Welche verschlungenen Pfade haben Dich hierher gebracht?

Bist Du wie ich auf der Reise?

Machst Fotos von mir mit Deinen Augen, bei jedem Wimpernschlag so zart.

Wie ist das Bild geworden?

Solltest Du mich fragen, bevor Du ein Stück von mir zu einem Teil von Dir machst?

Habe ich Dich gefragt?

Touché.

Ich weiß, Du weißt so viel und dennoch schweigst Du so herzzerreißend schön.

Stille Blicke wandern, auf der Suche nach dem Blick des andern. Klick. Ein neues Bild.

Derselbe Inhalt mit anderer Bedeutung.

Die Frage “Wer” Du bist treibt mich an.

Wer bist Du, jetzt?

 

 

Der letze Besuch vom GEZ Mann

Donnerstag, September 8th, 2011

Eine Leiche im Wohnzimmer wäre das jetzt nicht famos?

Groß und makellos

steht er vor mir, fromm wie Sterntaler

der Rächer aller Rundfunkgebührenzahler.

 

„Hallo juten Tach wie jeht´s  ick hoffe jut?“

Trällert er mir entgegen und reicht mir seinen Hut.

Ich nehm im diesen ab inklusiv der Jacke

und grüble ob ich ihn gleich hier am Halse packe.

 

Dieses scheiss Lachen ins Gesicht gemeisselt

ob er auch noch lacht wenn man ihn mit einer glühenden Zange geisselt?

Eine Kneifzangenmaniküre für den Herrn, und Pediküre?

Nimmt er? Sicher, gern!

 

Er ahnt nicht was der Tag für ihn bereithält

als die Tür hinter ihm ins Schloss fällt.

Ja Fernseher hab ich, Radio auch.

Wie jetzt Gebühren? Ich steh aufm Schlauch.

 

Zahlen müsse ich, lässt er mich wissen.

Ich beherrsche mich ihm nicht auf die Schuhe zu pissen.

Ob ich PC oder Laptop in Benutzung hätt?

Klar du Idiot einen im Bad und den andern im Bett.

 

Ob er etwas trinkt, Bier, Schnaps oder Wein?

Er sein seit zwei Jahren trocken und lässt das lieber sein.

Für ein Glas Wasser wäre er sehr dankbar.

Hmm, vielleicht in einer Zeit als die Welt noch nicht krank war.

 

Nun sitz er bereits bequem auf meinem Sessel.

An den ich ihn sogleich auch fessel.

Das Valiumwasser schickte ihn in den Nebel,

und so bemerkt er auch nicht mehr den Knebel.

 

Nun bleiben mir 20 minuten

Ihn zu hindern mir alles voll zu bluten.

Mit Plastikfolie an Decke Boden und Wand,

ist die größte Schweinerei erstmal gebannt.

 

Auf dem Tisch neben ihm liegt das Werkzeug bereit.

Doch es ist noch lange nicht soweit.

Zunächt brauch ich noch etwas von dem Gras.

Dann macht das Ganze doppelt soviel Spaß.

 

Da steh ich nun dicht wie zehn Vakuumpumpen

Und zieh ihn aus seinem Mund den alten Lumpen.

Er ist noch ruhig vom Valium

Drum schreit er noch nicht hysterisch rum.

 

Auf die Flex fällt dann sein Blick,

wandert langsam zu mir zurück.

Angst macht sich breit er beginnt zu zittern.

Ich werd noch schnell mein Status twittern.

 

„Hab grad nen Kumpel zu Besuch,

der war in der Schule schon n echter Fluch.“

Meine erste Freundin war dank ihm bald meine Ex

Jeder kricht was er verdient und bei dir isses die Flex.

 

Rein ins Bein die drehende Scheibe.

Die ich ihm sogleich durchs Knieglenk treibe.

Mein Freund wankt lachend neben mir.

Und steht mit Riechsalz schon Spalier.

 

Denn ne Ohnmacht will hier keiner haben.

Wie soll man sich sonst an seinem Gesichtsausdruck laben.

Er schwitzt und blutet und scheißt sich ein.

Wohl doch kein Traumberuf ein GEZ-Mann zu sein.

 

Seine Gesichtsmuskeln entspannen sich langsam, als er begreift,

das er heute das letzte Mal nach den Sternen greift.

Die Pupillen weiten sich langsam, vom Blutverlust.

So kommts wenn du andere dazu zwingen musst,

für Scheisse zu bezahlen die dümmer macht.

Das Kinn sinkt auf seine Brust ganz sacht.

 

Der Eintritt im Himmel wird auch ziemlich teuer,

denn was er nie bezahlt hat war die Kirchensteuer.

Something S.P.E.C.I.A.L.

Donnerstag, September 8th, 2011

Ein Gedanke erhebt sich und lernt fliegen.

Frei von Zeit und Raum besucht er Dich im Traum.

Selbst Aufwachen kann ihn nicht unter Kontrolle kriegen.

Frei von Raum und Zeit ist er gekommen und er bleibt.

 

Du bemerkst nicht Deinen unsichtbaren Begleiter.

Frei von Zeit und Raum ist er Dein schützender Baum.

Er kämpft für Dich, ein furchtloser Streiter.

Frei von Raum und Zeit, bewahrt er dich vor allem Leid.

 

Offenbaren wird er sich Dir nicht.

Frei von Zeit und Raum ist er sichtbar kaum.

Die Sucht nach Anerkennung mit der er bricht.

Frei von Raum und Zeit es sein denn, Du bist bereit.

 

Im Hier & Jetzt, sein ohne zu wollen.

Frei von Zeit und Raum erwachst Du aus deinem Traum.

Du entledigst Dich ohne Kraft aller Kontrollen.

Frei von Raum und Zeit, in dem Gefühl ihr seid zu zweit…

Houdini

Dienstag, August 23rd, 2011

Freundlich, frei und unbekümmert

traf  ich sie in lauer Nacht.

Ließ mich treiben ohne Sorgen.

Viel geredet, viel gelacht.

 

Unter dem Erlösungsschildchen

scheint Andrang ohne Ende.

Ich freu mich, nicht dabei zu sein.

Und reib´ erleichtert Hände.

 

Entzünd´ ein Streichholz im Wissen

alle Fesseln zu brennen

die mich bis jetzt gefangen hielten.

Erleichterung lernt Freiheit kennen.

Es war einmal…..

Dienstag, August 23rd, 2011

Schüchtern flüchtig kurze Berührungen.

Ein schelmisches Lächeln obendrein.

Ein Herz geparkt am rechten Fleck

scheint zynisch, fast perfekt zu sein.

 

Augen so interessiert und geheimnisvoll,

blicken mich an und ich fühl´ mich gemeint.

Die Lippen sinnlich, entfalten sich.

Teufel und Engel empfindsam vereint.

 

Redet viel, scheint abgehoben.

Füße am Boden, Kopf in den Sternen.

Niemals ohne Sinn und Bedeutung.

Wie weit muss ich gehen um mich zu entfernen?

 

Momente hell wie Sonnenlicht.

Genauso selten, ähnlich warm.

Endorphine auf dem Vormarsch,

berührt sie doch nur meinen Arm….

 

Good Mourning Jen

Donnerstag, Juli 28th, 2011
  • Meine Augenlider so schwer,
  • wollen sich nicht schließen.
  • Die Sicht im “Jetzt und Hier”
  • reißt mich von den Füßen.
  • Nimm doch bitte meine Hand,
  • Flucht zu zweit zur Stadt aus Glück.
  • Meine Spur im weichen Sand,
  • bleibt vor einer Wand zurück.
  • Mauerstein aus Emotionen,
  • jeder angefüllt mit Schmerz.
  • Verlust verbindet seit Äonen,
  • was überwind’ ein reines Herz.
  • Klarheit verlangt Entbehrung,
  • lass los was mir am meisten wert.
  • Das Ziel ist Geistes Klärung,
  • bin ich zu mir zurückgekehrt.

T. R. U. S. T.

Montag, Januar 3rd, 2011

Früher war es Stammgast hier,

trank etwas, amüsierte sich.

Heute kommt es nicht mehr her,

du misbrauchtest es und es veränderte mich.

Es war immer bei uns als Begleitung,

als Freund, Beobachter und gute Fee.

In letzter Zeit findet eher der Zweifel Verbreitung

und eine Zukunft die ich jetzt viel klarer seh’.

Dort bläst es sich nun langsam wieder auf

wie ein Schlauchboot, dass siehst du nicht gerne

Denn du sitzt diesmal nicht mit drauf

ich leg alleine ab, in weite Ferne.