Archive for the ‘Philosophie’ Category

Nur ein Traum!

Mittwoch, Januar 23rd, 2013

Ich sitze hier, bring schwarze Lettern mit geliehener Tinte auf weißes Papier. Geliehene Worte. Geliehene Gedanken. Nichts gehört mir. Alles ist meins. Ihr Lächeln entwaffnend. Ihre Art, offen, freundlich zuvorkommend. Kann Gedanken nicht unterdrücken, will es auch nicht. Sie fragt freundlich, ruhig, verschlafen, ob ich bleiben möchte. Ich sage, Ja! Sie schwebt engelsgleich über den Boden. Wundervoll zarte Hände, ohne Ring. Sie streichen über mein kurzes Haar. Sie sagt, sie hoffe dies wäre nicht das letzte Mal. Die Spannung ist nicht physisch, obschon alles an ihr dafür spricht. Das Handtuch schmiegt sich sanft, fast vorsichtig, um ihren grazilen Körper. -Kleidung verbirgt sehr oft auch wunderschöne Dinge- Ihre Haare glänzen feucht in der Morgensonne, welche ungehindert durch die bodentiefen Fenster den Tag willkommen heißt.

Ihre Stimme, nur ein Flüstern. Wie ein Schatten, der sich sanft und heimlich auf selbst die raueste Oberfläche schmiegt, treffen ihre Worte auf mein Ohr. Ich genieße jede Silbe, jeden Buchstaben, der sich an ihren Stimmbändern vorbeischleicht, um sich dann, mit fast unmerklich fragiler Eleganz, ihre Lippen streifend, zu mir auf den Weg zu machen. In jeder ihrer Bewegungen ist Herz. Jede Spannung und Entspannung ihrer Muskeln bedeutet Liebe. Zu sich selbst und zu dem was sie tut. Ich kann es spüren, diese aufrichtige, uneigennützige, leidenschaftliche, intelligente Art (nenn es Aura), welche von ihr ausgeht.

Wie mit statischer Elektrizität aufgeladen, setzt sie jedes noch so kleine Haar an mir in Bewegung. Alles ist Energie – und sie ist die Urform. Momente in denen ich wünschte zu wissen. Zu wissen, was sie denkt, was sie fühlt, was sie bewegt. Zieht sie in Erwägung mit mir zu sprechen? Wecke ich Interesse? Ist das wirklich von Bedeutung?

Nichts von alledem ist von Dauer. Nicht das Gefühl, nicht die Gedanken, nicht die Fragen, nicht die Leidenschaft die in mir brennt. Brennt sie noch? Nicht viel mehr als eine zitternde Flamme im Wind. Kein alles verzehrender Feuersturm, kein Inferno, keine Flamme, die gemacht ist andere zu entzünden. Mehr eine Erinnerung an das, was tief verborgen schlummert. Ein Mahnmal, gemacht um nicht zu vergessen. Nicht aufzuhören und doch loszulassen. Den Glauben nicht zu verlieren, dass ich es schaffen kann, es überlebe.

Da ist wieder ihre Stimme, die mit sanfter Brutalität alles an mir in Besitz nimmt. Meine Augen wandern ihre Beine empor und nehmen die Kraft wahr, die sie trotz all ihrer Eleganz nicht verbergen kann. Alles schwingt. Das Glas, welches sie poliert in der gleichen Frequenz, wie die Münzen die auf den Boden treffen.

Und mein Herz?

In heller Aufregung über die Klarheit meiner Gedanken. Geliehene Gedanken und dennoch frei. Frei von Vorurteilen. Frei von Werten wie Moral oder Anstand. Pur, rein und ungefiltert fließt der Inhalt, die Essenz bioelektrischer Entladung durch meine Muskeln, über den Stift, mit Hilfe der Tinte auf das Papier. Alles ist eins, in Momenten friedlicher Ruhe. Ihr Haar, golden wie auf den Punkt gereiftes Getreide. Augen, so blau wie das perfekte Wasser in einem perfekten Ozean. Ihr Blick, tief durchdringend und geheimnisvoll, sagt alles und nichts. Yin und Yang. Kein absolut nur ein vielleicht. Ein Meer von Möglichkeiten, dessen Wellen unablässig an den Strand meiner Phantasie schlagen. Gedanken werden weggewaschen wie Fußspuren im Sand. Zu flüchtig um sie festzuhalten. Gerade so lange präsent wie die Tinte braucht, sie auf dem Papier zu verewigen.

Ewigkeit – so unermesslich groß. Individuum im Strudel der Emotionen. Nichts ist wie es war und doch war alles wie es ist. Die Faszination, welche mich befiel wie ein Fieber, angesichts gleichzeitiger Offenheit und Unnahbarkeit. Ein Riss in der Wirklichkeit, durch den sie strahlt wie ein Löwenzahn, der in der Sommersonne durch aufgeplatzten Asphalt blüht.

Ich kenn dich gar nicht, alberner Gast, heimlicher Flüsterer und möchte doch erfahren was dich bewegt. Warum sitzt du neben mir? Unsichtbar für jeden außer für mich. Stumm für jeden außer für mich.

–Ich bin Du, Dummkopf. Ich denke, weil du denkst. Ich bin, weil Du bist. Ich schreibe, weil Du mich ermutigst.-

Die Flamme beginnt heller aufzulodern. Bringt Licht dahin, wo vorher Dunkelheit war. Lässt die Sonne scheinen, wo Regen ist und als wäre das nicht genug, macht in den schillerndsten Farben klar: Alles ist eins. Zeigt Schönheit, wo du sie am wenigsten erwartest. Lässt dich unerwartet teilhaben an Macht, Illusion und Wahrheit.

Schönheit ist nicht was du siehst. Schönheit ist was dein Herz dir zeigt, wenn du dich traust ihm  die Augenbinde abzunehmen. Dann ist Schönheit überall. In manchem mehr in manchem weniger, doch ist nichts frei von Schönheit.

In welcher Welt willst DU leben?

Attraktivität

Mittwoch, Dezember 14th, 2011

Was ist sie?

Woraus besteht sie?

Sind es Ihre Augen, deren undendliche Weiten mich aufsaugen?

Ist es Ihre Silhouette, die an jedem Punkt ihres Umrisses meine Netzhaut streichelt?

Ist es Ihr Lachen, welches sich wie Öl in das Feuer meiner Begeisterung ergießt?

Ist es Ihre Stimme, die sich wie Balsam auf die Innenwände meines Gehörgangs legt?

Ist es Ihr Interesse, das mich wie ein warmer Umhang umfängt und einhüllt?

Ist es Ihre Ruhe, die jegliche Nervosität mit sanfter Gewalt verbannt?

Ist es Ihre Unbeschwertheit, die mich anhebt und in Ihrer Umlaufbahn schweben lässt?

Sie ist, was immer DU in Ihr siehst.

Das ist sie.

Und noch viel mehr….

Wer bist Du….

Dienstag, Dezember 13th, 2011

…und warum ist Dein Schweigen so geheimnisvoll?

Welche verschlungenen Pfade haben Dich hierher gebracht?

Bist Du wie ich auf der Reise?

Machst Fotos von mir mit Deinen Augen, bei jedem Wimpernschlag so zart.

Wie ist das Bild geworden?

Solltest Du mich fragen, bevor Du ein Stück von mir zu einem Teil von Dir machst?

Habe ich Dich gefragt?

Touché.

Ich weiß, Du weißt so viel und dennoch schweigst Du so herzzerreißend schön.

Stille Blicke wandern, auf der Suche nach dem Blick des andern. Klick. Ein neues Bild.

Derselbe Inhalt mit anderer Bedeutung.

Die Frage “Wer” Du bist treibt mich an.

Wer bist Du, jetzt?

 

 

Ein guter Morgen…

Dienstag, November 22nd, 2011

…beginnt mit einem Lächeln, mit Deinem!

Wie einen Vogel lass ich es frei und seine Wärme und Intensität werden stärker.

Wie ein kleines Stück Glut, welches Du benutzt um, zusammen mit ein bisschen Puste, irgendwo in mir eine Flamme zu entzünden.

Eine Flamme die das kalte Gefühl der Angst verbrennt, Dein Lächeln nicht wiederzusehen.

Dieses Lächeln, dass mich wünschen lässt die Zeit möge langsamer laufen.

Ein Lächeln so gewaltig in seiner Zartheit, dass es die Grundfesten meiner Zweifel zu erschüttern vermag.

Ein bedingungsloses Lächeln, welches mir mit dem Fehdehandschuh der Aufrichtigkeit ins Gesicht schlägt.

Ein Lächeln mit dem Kriege gewonnen würden, da es keinen Schutzschild gibt.

Ein Lächeln so rein, dass es mich jeden Schmerz vergessen lässt der mich vom Schlachtfeld des Lebens zu erreichen sucht.

Es hüllt mich in einen Kokon, gewebt aus Fäden der Zuneigung, Licht und Wärme.

Es beschützt mich in schwachen Momenten, in denen ich meine Deckung vernachlässige und rettet mir das Leben.

Es ist DEIN Lächeln und dies ist mein DANKESCHÖN…..

IRGENDJEMAND….

Donnerstag, November 17th, 2011

…….denkt irgendwo an Dich. Irgendjemand nennt Dich einen Engel.

Diese Person benutzt himmlische Farben um ein Bild von Dir zu malen.

Irgendjemand transformiert Dich in eine Vision, so wunderschön, dass sie nur in Gedanken existieren kann.

Irgendjemand stellt sich vor, wie Dein Atem Deinen Lippen entflieht, wenn Du berührt wirst.

Wie Deine Augen sich schließen und Dein Kiefer sich vor Konzentration zusammenzieht, jetzt da Du dem Wohlgefallen ein zu Hause bist.

Diese Gedanken retten genau jetzt irgendwo Irgendjemandem das Leben.

In irgendeiner schlecht gelüfteten Wohnung, auf einer nach Pisse stinkenden, mit Huren gesäumten Straße ruft jemand nach Dir

und Du antwortest ohne auch nur in der Nähe zu sein.

So kristallklar.

So rein.

Diese lebensrettende Kraft,… Dein Lachen.

Du wirst nie erfahren, wie Du meine Wunden ausgebrannt hast.

Es ist traurig das wir uns nie berühren werden.

Es quält mich zu erkennen, dass ich nie in der Lage sein werde Dir alles von mir zu geben.

Es schmerzt loszulassen.

Es scheint, je stärker ich versuche etwas oder jemanden festzuhalten, desto stärker ist der Drang mir zu entkommen.

Ich fühle mich wie ein Krimineller, dafür gefühlt zu haben, dafür gewollt zu haben.

Dafür gewollt zu haben, gewollt zu werden………

Ich bin verstört, denn ich schäme mich für meine Gefühle und komme mir so klein vor hinsichtlich der übernatürlichen Aufgabe, die Enttäuschung für mich zu behalten, wenn ich etwas loslasse und es nicht zurückkommt.

Ich bin so isoliert und verlassen, dass ich es nicht erklären kann.

Verdammt, es gibt nichts vergleichbares oder?

Ich bin dort gewesen genau wie Du. Ich sehe wie du zustimmend nickst.

Ich bin nur Irgendjemand….

 

Something S.P.E.C.I.A.L.

Donnerstag, September 8th, 2011

Ein Gedanke erhebt sich und lernt fliegen.

Frei von Zeit und Raum besucht er Dich im Traum.

Selbst Aufwachen kann ihn nicht unter Kontrolle kriegen.

Frei von Raum und Zeit ist er gekommen und er bleibt.

 

Du bemerkst nicht Deinen unsichtbaren Begleiter.

Frei von Zeit und Raum ist er Dein schützender Baum.

Er kämpft für Dich, ein furchtloser Streiter.

Frei von Raum und Zeit, bewahrt er dich vor allem Leid.

 

Offenbaren wird er sich Dir nicht.

Frei von Zeit und Raum ist er sichtbar kaum.

Die Sucht nach Anerkennung mit der er bricht.

Frei von Raum und Zeit es sein denn, Du bist bereit.

 

Im Hier & Jetzt, sein ohne zu wollen.

Frei von Zeit und Raum erwachst Du aus deinem Traum.

Du entledigst Dich ohne Kraft aller Kontrollen.

Frei von Raum und Zeit, in dem Gefühl ihr seid zu zweit…

Houdini

Dienstag, August 23rd, 2011

Freundlich, frei und unbekümmert

traf  ich sie in lauer Nacht.

Ließ mich treiben ohne Sorgen.

Viel geredet, viel gelacht.

 

Unter dem Erlösungsschildchen

scheint Andrang ohne Ende.

Ich freu mich, nicht dabei zu sein.

Und reib´ erleichtert Hände.

 

Entzünd´ ein Streichholz im Wissen

alle Fesseln zu brennen

die mich bis jetzt gefangen hielten.

Erleichterung lernt Freiheit kennen.

Es war einmal…..

Dienstag, August 23rd, 2011

Schüchtern flüchtig kurze Berührungen.

Ein schelmisches Lächeln obendrein.

Ein Herz geparkt am rechten Fleck

scheint zynisch, fast perfekt zu sein.

 

Augen so interessiert und geheimnisvoll,

blicken mich an und ich fühl´ mich gemeint.

Die Lippen sinnlich, entfalten sich.

Teufel und Engel empfindsam vereint.

 

Redet viel, scheint abgehoben.

Füße am Boden, Kopf in den Sternen.

Niemals ohne Sinn und Bedeutung.

Wie weit muss ich gehen um mich zu entfernen?

 

Momente hell wie Sonnenlicht.

Genauso selten, ähnlich warm.

Endorphine auf dem Vormarsch,

berührt sie doch nur meinen Arm….

 

Good Mourning Jen

Donnerstag, Juli 28th, 2011
  • Meine Augenlider so schwer,
  • wollen sich nicht schließen.
  • Die Sicht im “Jetzt und Hier”
  • reißt mich von den Füßen.
  • Nimm doch bitte meine Hand,
  • Flucht zu zweit zur Stadt aus Glück.
  • Meine Spur im weichen Sand,
  • bleibt vor einer Wand zurück.
  • Mauerstein aus Emotionen,
  • jeder angefüllt mit Schmerz.
  • Verlust verbindet seit Äonen,
  • was überwind’ ein reines Herz.
  • Klarheit verlangt Entbehrung,
  • lass los was mir am meisten wert.
  • Das Ziel ist Geistes Klärung,
  • bin ich zu mir zurückgekehrt.

T. R. U. S. T.

Montag, Januar 3rd, 2011

Früher war es Stammgast hier,

trank etwas, amüsierte sich.

Heute kommt es nicht mehr her,

du misbrauchtest es und es veränderte mich.

Es war immer bei uns als Begleitung,

als Freund, Beobachter und gute Fee.

In letzter Zeit findet eher der Zweifel Verbreitung

und eine Zukunft die ich jetzt viel klarer seh’.

Dort bläst es sich nun langsam wieder auf

wie ein Schlauchboot, dass siehst du nicht gerne

Denn du sitzt diesmal nicht mit drauf

ich leg alleine ab, in weite Ferne.