Dojo-Newsletter 31.1.2012 Zazen-Nacht, Kesa, Samu

Liebe Freunde!
Von der Gendro gerade zurück, wo man sehr schlecht zum Schreiben kommt, muss ich erst einmal alle meine persönlichen E-Mail-Partnerinnen auf morgen vertrösten; hier zunächst ein paar Neuigkeiten für alle:
Da mehrere Leute ihr Bedauern ausgedrückt haben, “alles verpasst” zu haben, die Kesa-Tage, den Haupt-Umzug, das Abschiedszazen in der Schönhauser, die Zazen-Nacht, die Fusé-Zeremonie, das Sesshin auf der Gendro… , da hätte ich hier ein paar Lösungsvorschläge:

Ungeplant und spontan gibt es am kommenden Samstag eine Zazen-Nacht, als “Lumpensammler” (altmodischer Ausdruck für die letzte “Elektrische”), für diejenigen, die alles verpasst haben, oder fast alles, oder die nicht genug Zazen-Praxis im neuen Dojo bekommen können. Es beginnt wir immer um 18 Uhr und ist auch für Neue geeignet, die übrigens den Ablauf auf der Dojo-Webseite unter “vergangene Veranstaltungen” nachsehen können; das Programm ist klassisch. Die Zazen sind um 18 Uhr, 20 Uhr, 22 Uhr 30 und 0 Uhr 30. Willkommen!
Vorher – und das war immer so vorgesehen – ist ein Kesa-Nähtag und Samu-Tag. Er beginnt um 11 Uhr mit einem Kurzzazen von 40 Minuten, danach kommt (neu!) eine kleine Idaten-Zeremonie (5 Minuten, ohne Vorkenntnisse mitmachbar), dann Frühstück, dann Nähen/Samu bis 17 Uhr. (1 Std. Pause bis zur Zazen-Nacht, bzw. 1 Std. Einführung für Anfänger und Interessierte.)
Ein Neujahrs-Fusé kann man immer noch geben. Abgesehen davon, dass das Jahr des Wasserdrachen noch nicht alt ist, haben wir natürlich einen kleinen Fuséaltar, wie jedes Jahr, für Leute, die bei der Zeremonie nicht anwesend sein konnten. Umschläge liegen bereit, die Box ist dieses Jahr keine Dose mit entsprechendem Schlitz, sondern ein offener flacher kleiner Kasten. Wie schon früher erwähnt, muss das kein großes Fusé sein, es kann ein kleines oder sehr kleines sein, es kann etwas anderes als Geld sein – aber es wäre mehr als seltsam, gar kein Fusé zu geben. Vergesst nicht, dass es in erster Linie Euch selber hilft. Es stellt eine starke Verbindung zum Dharma dar und gleicht trennende Handlungen aus. Es verstärkt Eure Praxis, das ist gewiss.
(Dies ist keine Spendenbeschaffungsmaßnahme! Wir werden später auch freundliche Fusés und/oder Anleihen brauchen, aber davon ein anderes Mal – mit einer Ausnahme, kommt gleich… – hier geht es um eine Dankesgeste für ein Jahr teilhaben dürfen am Dharma, das durch die freundliche Vorgängerschaft älterer Schüler und Generationen von Meistern und Schülern bis zu uns durchgegeben wurde.)
Traditionell behält das Dojo solche Spenden nicht einmal! Sie sind ganz mushotoku und geheim. Da dies in unserer gegenwärtigen Situation wohl ein bisschen schwer zu vermitteln wäre, haben wir zwar nur einen symbolischen Teil abgegeben (50 Euro für einen sehr guten Zweck; welcher, kann im Dojo erfragt werden), aber doch nicht alles  für unsere Bewandtnisse – so hehr sie auch sein mögen – festgehalten.
In unserem “unsichtbaren Tempel” haben wir doch ein paar sichtbare Tempelregeln übernommen. Auf dem Fuséaltar steht ein kleiner Gong mit einem sehr charakteristischen Klang, und wenn man ein Fusé gegeben hat, macht man Gassho und gibt einen Schlag auf diesen Gong. Wenn er ertönt, wissen alle, dass gerade jemand ein Fusé gegeben hat. (Ich danke an dieser Stelle übrigens allen wirklich sehr, die bisher Fusé gegeben oder geschickt haben und setze bestimmt für jedes einen Gongschlag!)

Am Umzugs-Samu kann man sich sicher noch lange beteiligen. Regale aufhängen, kleine verwinkelte Räume mit Teppich auslegen, Kisten tragen, Kisten auspacken, Regale aufhängen, zusammenbauen, Laminat verlegen, eine Shoji-Wand aufstellen, Transporte fahren – und – im Moment an einer der obersten Stellen auf der Liste: 2 Wandschränke und ein Hochbett bauen! Aber auch zierliche Dinge herstellen, wie eine Shoko-Box, die Aufhängung für eine Glocke, das “Holz”, das “Metall”… Nach wie vor suchen wir dringend begabte und enthusiastische Extrembastler!!
Zum Umzugs-Samu gehört auch, Plakate für das neue Dojo in den angrenzenden Gebieten aufzuhängen – nicht hier und jetzt! Solange das sibirische Hochdruckgebiet “Cooper” hier herrscht, ist es zu kalt! Da geht nur indoor-Internet-Information!

Und wer bedauert hat, das sehr wichtige Sesshin unserer Sangha auf La Gendonnière nicht mitgemacht haben zu können: Kommt doch mit nach Schweden! Vom 10. -12. 2. (Ankunft 9.2. nicht zuzu spät) in Tiveden bei Göteborg! Von Berlin aus sind Flüge zur Zeit immer noch bezahlbar, und für alle, die sparen möchten oder müssen, gibt es nach Göteborg einen Bus! Originell ist die Reise über Sassnitz auf Rügen mit dem Schiff! Das Schiff ist für Personen fast gratis. Und es ist sagenhaft! Mit Sauna und allem… Wenn sich mehrere (bis zu 5) zu einem Regionalzug-Ticket nach Sassnitz zusammenschlössen, wäre das mehr als günstig. Auf der schwedischen Seite wüsste ich allerdings nichts anderes, als den Normaltarif, aber vielleicht findet sich noch etwas Besseres? Auch Zusammenschlüsse mit Leuten aus Südschweden wären ja denkbar. Über Kopenhagen lassen sich ebenfalls gute Verbindungen recherchieren. Wenn jemand etwas Interessantes herausfindet: Bitte mitteilen! Wir machen es dann zugänglich für alle.

Wie beim Zazen: Wenn man die ganze Sitzung vergrübelt/verschlafen hat, kann man in der letzten Minute noch mit KonZentration einsteigen. Wenn man “alles verpasst” hat, kann man hier & jetzt in die aktuellen Dojo-Aktivitäten einsteigen;
zum Beispiel in die oben skizzierten – .

Abgesehen davon gibt es noch an 3 weiteren Sonntagen zu Ehren von Jean Baby ein zusätzliches Zazen um 10 Uhr (11Uhr nach der Zazen-Nacht), das heißt praktisch, dass man eine Zazen-Matinée machen kann, wenn man zum regulären Zazen bleibt.
Und plant doch unbedingt unser Frühlingscamp ein – das erste Camp im neuen Dojo! (24.3. – 1.4., Ankunft 23.3.)

Jetzt kommt noch das oben erwähnte Fusé-Kapitel, das keinen Aufschub ermöglicht: Die Leute, die bei “25 Rakusus” mitmachen wollten und nicht fertig geworden sind – das ist keine “Schlappe”, es geht nicht immer alles; Ihr seid dennoch an einer sehr großen Sache beteiligt, und ein Rakusu hat seine von uns nicht wirklich beeinflussbare Zeit, das weiß ich genau! – waren
überwiegend einverstanden, die 100 Euro, welche die AZI uns für ein fertiges Rakusu gegeben hätte, zu spenden, eine einfache, gute Idee von Anders. (Das Rakusu kann später fertig werden und wird seine ganz genau richtige Verwendung finden; wir brauchen auch zukünftig noch Rakusus.)
Bitte seid so nett und tut es wirklich. Wir haben immer noch das bedrohliche Ultimatum vom schlimmen alten Vermieter und müssen dieses Loch “zuwerfen”. Eigentlich übermorgen.
Außerdem ist die Miete im traumschönen neuen Dojo ja um ein Drittel höher, als unsere augenblicklichen monatlichen Einnahmen aus Euren Beiträgen. Deshalb müssen wir zusätzlich jeden Monat ein Kesa nähen. Eins haben wir fertig, das zweite ist weit fortgeschritten, aber noch nicht ganz vollendet, was es eigentlich sein müsste. Bitte beteiligt Euch,  indem Ihr am Samstag kommt, oder “auslagerbare” Teile übernehmt, wie z.B. die Tasche. (Zagu ist fertig, aber man darf es bügeln.)
Wir habenm hier so eine tolle “Dharma-Action”, :-) ), um die wir beneidet werden, z.B. auf der Gendro, aber auch eine Pflicht, für welche die Beteiligten anderes aufgeben müssen.
Alle anderen, die über das schöne Dojo begeistert sind, denken deshalb bitte manchmal ein bisschen daran, dass da ein paar Leute im Hintergrund zusammen Kesas nähen, um unsere gemeinsame Miete bezahlen zu können, bis sich hoffentlich/sicherlich  mehr Leute einfinden, die von unserem neuen Innenstadt-Dojo Gebrauch machen möchten.
Und bitte auch noch: Vor dem Vertragsabschluss hatten wir einzelne Leute angesprochen, “die gerade da waren”, ob sie eine Zeit lang 10 Euro mehr Monatsbeitrag bezahlen würden, und alle Gefragten waren gern dazu bereit. Gemacht haben es bisher aber nur Wenige.
Ob Ihr so nett wäret?
Und um es noch einmal zu wiederholen: Sobald wir es nicht mehr nötig haben, werden die Beiträge zuverlässig wieder gesenkt. Es ist auch klar, dass nicht jeder 10 Euro mehr bezahlen kann, und man muss nicht. Auch wer es wohl könnte, aber nicht möchte, soll respektiert werden.

Last not least: Dojokino! Ganz demnächst in diesem Theater… Ihr werdet ins Bild gesetzt!

Haltet Euch gut!

Herzliche Grüße von Anna